Für das Wochenende in Silverstone hatte sich Christian Vietoris einen genauen Plan zurecht gelegt. Nach der Strafe im Qualifying wollte er im ersten Rennen unter die ersten Acht fahren und dann am Sonntag das Podium ins Visier nehmen. Zumindest ein Teil dieses Plans ging auf.

"Gestern lief wirklich alles nach Plan. Wir sind sehr aggressiv gefahren und haben einen frühen Boxenstopp eingelegt, so sind wir nach vorne gekommen. Ich habe zwar am Ende noch einen Platz verloren, weil meine Reifen stark abbauten, aber Platz sechs war ja völlig okay von uns", berichtete der Gerolsteiner im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com.

Von Startplatz drei hätte Vietoris heute eigentlich gute Chancen auf den Sieg gehabt, doch dann kam alles anders. "Ich hatte ein Problem mit der Kupplung und ich bin überhaupt nicht gut weggekommen." Danach konnte Vietoris den Speed einer Vorderleute mitgehen, aber auch nicht wirklich attackieren. In der Schlussphase machte sich dann das zu aggressive Setup bemerkbar.

Vietoris musste abreißen lassen und wurde von Jules Bianchi unter Druck gesetzt. "Bianchi hat dann richtig reingeholten und ich musste die Lenkung aufmachen, so habe ich kurz vor dem Ziel noch zwei Positionen verloren."

Trotzdem gibt ihm dieses Wochenende Hoffnung für sein Heimrennen auf dem Hockenheimring. "Der Speed ist da. Über zwei bis drei Runden sind wir richtig schnell. Unser Auto sollte in Hockenheim auch gut liegen, da greifen wir wieder richtig an", so Vietoris.