Formel 2

Zwischen Triumph & Tragödie - Jahresrückblick 2009

Andy Soucek gewann die erste Formel-2-Saison souverän. Es gab allerdings auch schwarze Momente.
von Fabian Schneider

Motorsport-Magazin.com - Nach einer langen Auszeit über mehr als zwei Jahrzehnte meldete sich die Formel 2 in diesem Jahr zurück. Mit einem von Williams F1 konzipierten Auto und einem 1,8-Liter-Turbo von Audi wurden in der Saison 2009 insgesamt 20 Rennen an zehn Wochenenden ausgetragen. Die Meisterschaftsentscheidung fiel dabei deutlich aus: Andy Soucek holte sich den Titel mit sieben Rennsiegen und 51 Punkten Vorsprung auf Robert Wickens.

Belohnt wurde der Spanier mit einem Formel-1-Test für Williams. Sein Erfolg in der Formel 2 kam nicht von ungefähr - Soucek profitierte von seiner großen Erfahrung, immerhin war er zuvor schon in der GP2, der Renault World Serie, der Superleague Formula und der Formel 3 unterwegs. Außerdem gibt es in der neuen Formel 2 keine Teams, alle Autos werden zentral betreut und die Ingenieure wechseln von Rennen zu Rennen - so konnte Soucek seinen Erfahrungsvorteil perfekt einbringen.

Henry Surtees verlor in der Formel 2 sein Leben - Foto: formulatwo.com

Obwohl er mit einer Nullrunde in die Saison startete und aus den ersten drei Rennen lediglich fünf Zähler holte, kämpfte sich Soucek schnell an die Spitze zurück. Schon nach sechs Rennen übernahm er die Gesamtführung, die zuvor Wickens, Julien Jousse und Mirko Bortolotti inne hielten. In der Folge gab Soucek die Tabellenführung übrigens kein einziges Mal mehr ab.

Das Formel-2-Geschoss, ausgestattet mit einem gut 400 Pferdestärken leistenden Motor, will erstmal beherrscht werden. "Der Turbomotor verlangt einen völlig anderen Fahrstil, als ich es von einem Saugmotor gewohnt war", erläutert Meister Soucek die Eigenheiten des Boliden. "Wenn man in der Kurve auf das Gas steigt, sorgt der Turbo plötzlich für volle Leistung und man bekommt wahnsinniges Übersteuern."

Doch die Formel 2 erstrahlte nicht nur in Glanz. Die erste Saison der neuen Meisterschaft wurde in Brands Hatch von einem schwarzen Ereignis überschattet. Als Jack Clarke im zweiten Rennen die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und in die Streckenbegrenzung krachte, löste sich ein Rad und traf den folgenden Henry Surtees am Kopf - der 18-Jährige hatte keine Chance.


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