Ein tolles Rennen. Was war heute der Schlüssel zum Erfolg?
Jules Bianchi: Ganz bestimmt der Start, bei dem ich vier Plätze gutmachen konnte. Ich hatte eine gute Reaktion und dann gar keinen Wheelspin, über die Außenbahn bin ich dann bis auf Position vier nach vorne gefahren.

Das Überholmanöver an Jake Rosenzweig sah dann sehr einfach aus...
Jules Bianchi: Ja, ich konnte einfach auf der Geraden aus dem Windschatten an ihm vorbeifahren. In der letzten Kurve hat er allerdings einen kleinen Fehler gemacht und Schwung verloren.

Danach hingst du hinter Henkie Waldschmidt fest. Wie ist dieser Zweikampf aus deiner Sicht verlaufen?
Jules Bianchi: Ich wusste, dass er eine Durchfahrtsstrafe bekommen hat, weil mir das mein Ingenieur per Funk mitgeteilt hat. Ich musste also nichts riskieren, sondern einfach nur abwarten, bis er in die Boxengasse abbiegt.

Sam Bird schien dann gar kein Problem zu sein, oder?
Jules Bianchi: Ich habe den Rückstand zu ihm schnell verkürzen können, denn mein Auto hat heute richtig gut funktioniert. In der ersten Kurve hatte er einen kleinen Verbremser und ich konnte auf der Innenbahn vorbeischlüpfen.

Du hast das Wochenende dominiert. Kann dir den Titel überhaupt noch jemand streitig machen?
Jules Bianchi: Wir haben in diesem Jahr erst vier Strecken besucht, es stehen noch einige Rennen an und es gibt viele schnelle Fahrer. Bottas darf man nie unterschätzen, auch Merhi ist normalerweise sehr gut, er war nur an diesem Wochenende etwas schwächer. Und die beiden Mücke-Fahrer Vietoris und Bird sind immer für ein tolles Ergebnis gut. Unser Auto hat an diesem Wochenende einfach perfekt funktioniert und wir hatten die beste Symbiose zwischen Fahrer und Wagen.

Das nächste Rennen steht in Oschersleben an. Kennst du den Kurs?
Jules Bianchi: Nein, ich kenne die Strecke bisher noch gar nicht. Aber gerade deswegen werde ich mich ausführlich auf das Wochenende vorbereiten und mit meinem Ingenieur ein paar Videos anschauen, um zu sehen, wo die Bremspunkte liegen.