Überglücklich stieg Jean-Karl Vernay nach dem zweiten Lauf der Formel-3-Saison 2009 aus seinem Cockpit. Auf dem Hockenheimring holte der Franzose seinen ersten Sieg überhaupt - und ganz nebenbei den ersten Saisonsieg für Volkswagen.
"Das Rennen war nicht leicht, aber für mich war der gute Start der Schlüssel zum Erfolg", erläuterte der Signature-Pilot nach dem Rennen gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Der gute Start war unglaublich wichtig, denn danach wäre das Überholen sehr schwer geworden. Auch wenn die Gerade lang ist, kommt man nicht leicht vorbei und verliert viel Zeit."
Anstatt sich mit unnötigen Positionskämpfen zu beschäftigten, versuchte Vernay nach vorne zu flüchten. Allerdings machte er die Rechnung ohne Christian Vietoris, der ihn vor allem in der Anfangsphase unter Druck setzte. "Ich musste das ganze Rennen attackieren, denn Christian war etwas schneller als ich. Andererseits durfte ich auch keinen Fehler machen, sonst wäre er vorbei gewesen."
Erhoffter Fehler blieb aus
Einen Fehler machte Vernay nicht - zum Leid von Vietoris. "Ich hatte nur ein oder zwei Chancen, kam aber nie richtig in den Windschatten", berichtete der Deutsche im Ziel. "Letztendlich bin ich Zweiter geworden, aber es gibt denkbar schlechtere Positionen." Die entscheidende Situation war für den Mücke-Piloten der Start: "Den musste ich gewinnen, leider hatte Vernay noch einen besseren Start als ich. Danach war mir klar, dass es relativ schwer werden würde. Aber immerhin haben wir nach dem schwachen Qualifying noch einige Punkte sammeln können."

Deutlich enger als an der Spitze ging es zwischen Mika Mäki und Jules Bianchi zu. Sie kämpfen in einem harten Duell um die dritte Position - wobei sich Bianchi durchsetzte, obwohl er deutlich langsamer war. Mäke versuchte es immer wieder, die beiden Fahrzeuge berührten sich sogar leicht.
"Auch wenn ich am Ende immer mehr Übersteuern bekommen habe, bin ich zufrieden. Im Vergleich zum ersten Rennen konnten wir das Auto stark verbessern", lautete das Urteil von Jules Bianchi. Der als Favorit gehandelte Franzose holte am ersten Rennwochenende immerhin acht Punkte. "Ich habe einfach versucht, mein Ding durchzuziehen und nicht an die Favoritenrolle zu denken. Ich bin nur etwas enttäuscht, da wir im Qualifying nicht ganz vorne mithalten konnten. Heute haben wir uns stark verbessert, ich denke, wir sind nicht weit weg von der schnellsten Rennrunde."

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