Bereits im ersten Rennen der Saison gab es die ersten Punkte für einen deutschen Fahrer. Christian Vietoris belegte beim Auftakt auf dem Hockenheimring den siebten Platz und hat damit auch im zweiten Rennen allerbeste Aussichten auf ein gutes Ergebnis. Marco Wittmann verpasste die Punkte knapp. Zwar lag der Rookie zwischenzeitlich auf dem neunten Rang, das Rennen beendete er jedoch nur als Zwölfter. Kevin Mirocha, der dritte Deutsche im Bunde, musste bereits nach zwei Runden aufgeben.

"Wir haben das Minimalziel erreicht", erläuterte Vietoris gegenüber Motorsport-Magazin.com. In einen unspektakulären Rennen mit wenigen Überholmanövern kam der Gerolsteiner mit 13 Sekunden Rückstand auf den Sieger Stefano Coletti ins Ziel. Erschwert wurde der erste Lauf nur von zwei Startabbrüchen: "Das war nicht einfach für uns Fahrer, denn Kupplung und Bremsen wurden immer heißer. Vielleicht sind dadurch auch die Fehler der anderen resultiert."

Kann Vietoris am Sonntag siegen?=, Foto: F3 EuroSeries
Kann Vietoris am Sonntag siegen?=, Foto: F3 EuroSeries

Den zweiten Lauf am Sonntag wird Vietoris von Platz zwei in Angriff nehmen. "Das ist eine gute Ausgangsbasis. Der Pole-Mann Mustonen müsste zu schlagen sein. Unser Ziel muss es aber erst einmal sein, auf das Podium zu fahren und wichtige Punkte mitzunehmen", berichtete der Mücke-Pilot.

Sein Teamkollege Marco Wittmann ging heute leer aus - dabei sah es nach den ersten Kurven noch richtig gut aus. "Mein Start war okay und in der zweiten Kurve konnte ich eine Lücke nutzen, um mich zu verbessern", sagte der Neueinsteiger. Auf dem Weg zur Haarnadelkurve lag er schon auf der neunten Position. "Doch dann ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen und ich habe die Positionen, die ich zuvor gewann, wieder verloren."

Die restlichen 15 Runden waren kein Zuckerschlecken. Mit einem beschädigten Frontflügel und einer verstellten Balance kämpfte Wittmann um jeden Meter. "Am Kurveneingang hatte ich viel Untersteuern, dann habe ich immer wieder Übersteuern bekommen. Es war sehr schwer, hinter den anderen Fahrern zu bleiben. Zum Überholen kam ich nie nah genug ran", so der Deutsche nach Platz zwölf. "Rein vom Speed her könnten wir viel weiter vorne stehen..."