Das frühe Aufkreuzen an der Strecke hat sich für die holländischen Fans gelohnt. Renger van der Zande konnte ausgerechnet bei seinem Heimrennen in Zandvoort den zweiten Saisonsieg einfahren und nach ganz oben auf das Podium klettern. Mit einem Vorsprung von drei Sekunden lag das Rennen zu jeder Zeit in der Hand des Niederländers - es war ein verdienter Sieg vor heimischem Publikum.
Den Grundstein zum Erfolg legte Van der Zande am Start, denn schon auf dem Weg zur ersten Kurve schnappte er sich Niall Breen und Robert Wickens, die aus der ersten Reihe in das 26 Runden lange Rennen starteten. Nutzen konnten sie die gute Ausgangsposition allerdings nicht: noch auf der Start/Ziel-Gerade berührten sich die beiden Boliden, touchierten die Mauer und wurden so stark beschädigt, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war.
"Ich habe einen speziellen Trick, um hier in Zandvoort besonders gut zu starten", berichtete Renger van der Zande nach dem Rennen. "Gestern konnte ich schon drei Positionen gewinnen, heute wieder zwei - mehr ging leider nicht..." Der Prema-Pilot entwickelt sich immer mehr zum Sonntagsfahrer; schon zum dritten Mal konnte er das zweite Rennen des Wochenendes gewinnen. Dabei begann der Tag alles andere als gut: "Mein Vater hatte einen Unfall. Er ist zwar okay, aber mein Auto ist jetzt Schrott. Aber jetzt bin ich wieder happy!"
Die Plätze zwei und drei gingen damit an Yann Clairay und Franck Mailleux, die ein fehlerfreies Rennen ablieferten und sich auf dem Podium die Pokale abholen durften. Besonders beeindruckend war die Leistung von Mailleux, den er erwischte einen perfekten Start. "Mehr wäre vom zehnten Startplatz kaum möglich gewesen, deswegen ärgere ich mich nicht, dass ich Yann nicht mehr schnappen konnte. Wieder ist Volkswagen auf dem Podium, ich hoffe auf dem Nürburgring geht es so weiter."
Punkte gab es auch für Mika Mäki, der gestern den Sieg von Nico Hülkenberg erbte. Der Finne konnte mit dem fünften Platz hinter Jean-Karl Vernay den Abstand auf den Tabellenführer Edoardo Mortara weiter verkürzen - der Italiener blieb auch im zweiten Rennen ohne Punkte.
Auch für die deutschen Starter gab es nichts Zählbares. Hülkenberg, der nach der Disqualifikation vom letzten Startplatz losfahren musste, schaffte es nur auf den 13. Platz nach vorne. Zwei Ränge weiter vorne landete Christian Vietoris, der auch heute ein unauffälliges Rennen ablieferte. Für Jens Klingmann sprang auf dem 4,307 Kilometer langen Kurs lediglich die 18. Position heraus.

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