Nachdem Pau am Donnerstag und Freitag vom Regen verschont blieb, öffneten sich pünktlich zur Qualifikation der Formel 3 EuroSerie die Schleusen. Doch nicht nur das Wetter sorgte für zusätzliche Spannung, sondern auch der veränderte Quali-Modus - auf dem engen Stadtkurs gingen jeweils 15 Piloten gemeinsam auf die Bahn. Die schnellste Runde drehte James Jakes, der sich damit vor Edoardo Mortara und Mika Mäki die Pole-Position sicherte.
In dem zweigeteilten Qualifying mussten zunächst die Fahrer mit den geraden Startnummern auf die Strecke, darunter mit Nico Hülkenberg, Christian Vietoris und Maximilian Götz drei deutsche Kandidaten. Bis auf Basil Shaaban blieben alle Piloten die gesamten 15 Minuten auf der Strecke und drehten bis zu zehn Runden - die schnellste fuhr Edoardo Mortara. Der Italiener bewies schon am Freitag mit guten Trainingsresultaten seine Schlagfertigkeit und verwies mit 1:26.924 Minuten Hülkenberg auf den zweiten Platz.

Die schwierigen Bedingungen trennten das Spreu vom Weizen: hinter dem ART-Pilot klaffte eine Lücke von fast einer Sekunde. Vietoris war nach seiner deutlichen Bestzeit am Vortag im Regen nicht ganz so stark und platzierte sich mit 0,871 Sekunden Rückstand auf der dritten Position in seiner Gruppe. RC Motorsport-Pilot Maxi Götz fuhr seine schnellste Runde von 1:28.451 Minuten erst in letzter Sekunde, trotzdem reichte es noch für Position 5.
Die 15 Fahrer der zweiten Gruppe wurden vier Minuten vor dem Ende der Session eingebremst: nach einem Unfall wurde das Zeittraining für kurze Zeit unterbrochen. Doch damit war der Kampf um die Pole-Position noch lange nicht entschieden, denn trotz der kurzen Restzeit schafften es die Fahrer, ihre Regenreifen nochmal ordentlich auf Temperatur zu bringen. Im letzten Umlauf steigerte sich James Jakes um mehr als eine Sekunde und fuhr mit 1:26.189 Minuten die absolut schnellste Zeit der Qualifikation.
"Wir haben in den letzten Wochen viel gearbeitet, um uns weiter zu verbessern. In meiner letzten Runde habe ich alles gegeben und keinen Fehler gemacht, denn ich wollte unbedingt die Pole Position, das hat funktioniert", freute sich Jakes nach dem Qualifying. Auch Mortara war zufrieden mit seiner Leistung: "Trotz schwieriger Bedingungen hatte ich ein gutes Qualifying. Schnellster meiner Gruppe zu sein ist gut für mich und mein Team."
Auch Mika Mäki, der in der Gesamtwertung punktgleich mit Edoardo Mortara an der Spitze liegt, konnte überzeugen. Der Rookie aus Finnland belegte den zweiten Platz in der zweiten und schnelleren Gruppe, wird damit also von der dritten Position ins Rennen gehen. Besonders pikant: vor ihm steht Mortara, hinter ihm Hülkenberg - fast ein Abbild der Gesamtwertung.
"Es war ein sehr schwieriges Qualifying, weil die Strecke erst nass war, dann abtrocknete und es gegen Ende wieder zu regnen begann", erklärte Mika Mäki. "Nach der roten Flagge hatte ich nur noch eine schnelle Runde und die musste passen, da ich sonst von weit hinten gestartet wäre. Glücklicherweise ist es gut ausgegangen."
Hülkenberg, der als Vierter in das erste Rennen am Mittag gehen wird, ist gleichzeitig bester deutschsprachiger Pilot. Für Christian Vietoris reichte es in der Endabrechnung für den sechsten Rang, Maximilian Götz wird von der zehnten Position starten. Nicht ganz so schnell waren Jens Klingmann und Michael Klein unterwegs: die Startplätze 21 und 27 ihre Ausbeute des Qualifyings.
1. Quali - Ungerade Startnummern

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