Romain Grosjean hat es geschafft, er ist der neue Champion der Formel 3 Euro Serie. Der Franzose mit Wohnsitz im schweizerischen Genf ist damit Nachfolger von DTM-Pilot Paul di Resta (Champion 2006) oder Formel-1-Star Lewis Hamilton (2005). Für sein Team ASM Formule 3 ist es bereits der vierte Titel in Folge in der stärksten Nachwuchsserie der Welt. Zuvor triumphierten sie mit Jamie Green, Hamilton und di Resta.
Grosjean ist der erste französische Champion in der Geschichte der Formel 3 Euro Serie. Der 21 Jahre alte Rennfahrer stieg 2003 in den Formel-Sport ein und gewann in seinem Debütjahr die Formel Renault 1600 in der Schweiz. Den Aufstieg in die Formel Renault 2000 krönte er zwei Jahre später mit dem Titelgewinn in Frankreich. Zur Belohnung nahm ihn das Formel-1-Team von Renault in dem Junior-Kader auf und steckte ihn in die Formel 3 Euro Serie. Wiederum brauchte er zwei Jahre, dann entschied er auch diese Serie für sich.
Sein weiterer Weg wird nun wohl in die GP2-Meisterschaft führen. Zudem öffnete er sich mit dem Titelgewinn in der härtesten Nachwuchsserie der Welt die Türen für einen möglichen Testfahrervertrag beim Formel-1-Team von Renault. Damit wäre Grosjean der 23. Nachwuchspilot aus der Formel 3 Euro Serie, der den direkten Sprung in die Formel 1 oder in die DTM schaffen würde.
Grosjean machte 2005 sein Abitur und absolviert in diesem Jahr nebenher ein Praktikum in einer Bank. "Wenn es mit der Rennfahrer-Karriere einmal nicht mehr weitergehen sollte, dann möchte ich gerne Aerodynamik studieren. Ich möchte dem Motorsport verbunden bleiben." Auch wenn ihm die Technik mehr zusagt, so ist er auch an Sprachen interessiert. Er spricht französisch, englisch und etwas deutsch und möchte in Zukunft gerne noch italienisch lernen.
Er träumt davon, einmal Formel-1-Weltmeister zu werden. "Doch letztendlich ist wichtig, dass ich im Leben glücklich bin." Im Fahrerlager sieht man ihn fast immer mit einem Lächeln auf den Lippen. "Es gibt so viele Menschen, die einen Job haben, der ihnen keinen Spaß macht. Ich habe das Glück, etwas zu tun, was ich sehr gerne mache."
Läuft es einmal nicht nach seinem Wunsch, hat er noch seinen Vater als Ansprechpartner. "Er ist bei allen Rennen dabei, hält an der Strecke aber Distanz zu mir. Wir reden dann für gewöhnlich nicht viel über Motorsport. Nur wenn ich mal Probleme habe und jemanden zum Reden brauche, dann ist er für mich da. Er arbeitet seit drei Jahren als Richter bei der FIA und kennt sich im Motorsport sehr gut aus."

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