Beim letzten Rennwochenende der Formel 3 EuroSerie ließ Nico Hülkenberg die beiden Meisterschaftsfavoriten Romain Grosjean und Sébastien Buemi richtig alt aussehen. Mit dem Sieg am Samstag und einer guten Leistung im Sonntagsrennen eroberte der Deutsche mehr Punkte als seine Kontrahenten. Der Emmericher scheint sich bei seinem französischen Team endgültig eingelebt zu haben. Von den letzten vier Formel 3-Rennen konnte Hülkenberg drei gewinnen.

Nicht nur für Hülkenberg steht nun der Lauf in Barcelona an. "Dort bin ich noch nie gefahren, aber wir haben am Donnerstag zwei Mal eineinhalb Stunden Training, also sollte es kein Problem sein, die Strecke zu lernen", sagt der ASM-Pilot, der seinen Level halten und weiter konstant um Siege fahren will. "Natürlich werden andere wie Grosjean oder Buemi, die voriges Jahr schon dort waren, einen kleinen Vorteil haben. Ich werde aber einfach hinfahren, mein Bestes geben und dann werden wir sehen."
Für Grosjean und Buemi geht es am achten Saisonwochenende um mehr als nur den Sieg. In der Gesamtwertung liegt Grosjean nur sechs Punkte vor seinem Verfolger. Buemi könnte das Blatt demnach schon am Samstag wenden und im zweiten Rennen auf der drei Kilometer langen Kurzanbindung der Grand Prix Strecke als Gejagter auftreten. "In Barcelona peile ich jetzt die Pole Position und den Sieg an - das ist wichtig, wenn man aufholen muss. Die Botschaft vom Nürburgring ist klar: Wir sind noch immer da - alles ist möglich", berichtet der Schweizer.
Für eine Überraschung will Dani Clos sorgen. Der Spanier wurde in seiner Karriere bereits von der spanischen Rennstrecke unweit von Barcelona unterstützt und hat daher eine große Bindung zu Angestellten des Kurses. "Bis zum vergangenen Jahr waren sie noch einer meiner Sponsoren und auch heute arbeiten wir noch zusammen. Mein Ziel für das kommende Wochenende ist ein Sieg. Ich möchte endlich zeigen, was ich kann." Das Heimspiel wäre dafür natürlich die perfekte Gelegenheit.
Zum zweiten Mal wird Volkswagen Runden im Rahmen der Formel 3 EuroSerie drehen. Wie schon am Nürburgring wird man drei Autos einsetzen. "Unser gutes Abschneiden bei der Premiere am Nürburgring hat gezeigt, dass der neue Formel-3-Motor von Volkswagen auf dem richtigen Weg ist", erklärt Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Gleichzeitig haben wir stets im Blick, in welchen Bereichen wir uns steigern müssen. So zielt auch der Einsatz in Barcelona vor allem darauf, zusätzliche Erfahrungen und aussagekräftige Daten zu sammeln, die zur Weiterentwicklung des Motors dienen können."
Großer Hoffnungsträger ist Maximilian Götz, der beim letzten Lauf mit den Rängen sechs und neun glänzen konnte. "Das war für unsere ganze Mannschaft eine tolle Bestätigung, auf die wir aufbauen wollen. Barcelona ist neu für mich und hat eine etwas andere Charakteristik als der Nürburgring", so der 21-Jährige. "Der Kurs hat einige schnelle Kurven, in denen unser Auto sehr gut liegen sollte. Viel wird auch von den Temperaturen und dem Grip-Level auf der Strecke abhängen: Gerade im Qualifying müssen wir die Reifen optimal behandeln, um die maximale Leistung heraus zu kitzeln."

diese Formel 3 EM Nachricht