Die Formel 3 EuroSerie wird wieder deutscher: mit dem Comeback von VW als Motorenlieferant kam auch Maximilian Götz in die Rennserie zurück. Zum ersten Mal seit anderthalb Jahren saß er wieder an einem Rennwochenende in einem Formel 3-Boliden. Nach einem starken sechsten Platz im ersten Rennen, verlief das zweite Rennen nicht ganz nach Maxis Geschmack. Von Startplatz 3 hegte er sogar leichte Hoffnungen auf einen Podestplatz, doch es sollte anders kommen. "Ich habe schon in der ersten Kurve alles verloren, deswegen bin ich etwas enttäuscht", so Götz. "Vom Speed her waren wir dabei, die nächsten Rennen können wir noch weiter nach vorne kommen."
Insgesamt ist er aber zufrieden. "Das Fazit ist ganz okay", verriet er motorsport-magazin.com. "VW ist zufrieden, ich bin zufrieden, für das erste Rennwochenende haben wir einen ganz guten Job gemacht." Ein Geschenk für die harte Arbeit der letzten Zeit.
Tim Sandtler wurde für seine Aufholjagd vom Ende des Feldes nicht belohnt. Nachdem er im Samstagsrennen bereits in der ersten Runde aufgeben musste, kämpfte er sich am Sonntag durch das halbe Feld. "Ich bin schon zufrieden", sagte er uns. "Es war klar, dass es von da hinten nicht allzu viel reißen könnte." Aber er erreichte, was er sich vorgenommen hatte. "Meine Zeit war gut, ich konnte einige Fahrer überholen und bin auf P13 vorgefahren - das war ein versöhnlicher Abschluss."
Gegen Ende des Rennens hatte er das gleiche Problem wie Nico Hülkenberg, immerhin der Sieger des Samstags - beide konnten nicht überholen. "Am Anfang ging es hin und her, ich war dran, habe versucht zu überholen, aber das ist hier am Nürburgring sehr schwer." Vor allem in den schnellen Kurven könne man nur schwer am Vordermann dranbleiben. "Es ist die ewige Downforcegeschichte", klagte er uns sein Leid. "Es gibt eine physikalische Grenze, die man als Fahrer nicht ausblenden kann. Schade, sonst hätten wir spannendere Rennen, könnten uns überholen und zurücküberholen, das wäre auch schön für die Zuschauer."
Mit Position 4 ist er trotzdem relativ zufrieden. "Mein Start war nicht so gut wie gestern, meine Reaktionszeit hätte etwas besser sein können. Aber ich war nach der ersten Kurve bereits ich Vierter, habe dort also vier Leute überholt - das ist nicht so schlecht." Nur danach ging es eben nicht weiter nach vorne. Vielleicht wäre am Start noch eine Position möglich gewesen. "Ich habe einen Weg gesucht, aber ich wollte nicht zu viel riskieren und das Auto nicht schon in der ersten Kurve abstellen. Das habe ich schon zu oft erlebt."

diese Formel 3 EM Nachricht