Die drei besten deutschsprachigen Piloten schafften es im Zeittraining zum neunten Saisonlauf der Formel 3 EuroSerie unter die besten Acht. Nach dem schwierigen Wochenende im Rahmen der Formel 1 ist dies wieder einmal eine prima Quote, auch wenn das erhoffte Spitzenresultat ausblieb. Nico Hülkenberg belegte auf dem Kurs von Mugello den fünften Rang, Tim Sandtler kam auf Position acht. Dazwischen platzierte sich der Schweizer Sebastien Buemi auf dem sechsten Platz.

Startplatz sechs für Sebastien Buemi, Foto: F3EuroSeries
Startplatz sechs für Sebastien Buemi, Foto: F3EuroSeries

Wie viel heute bei ASM drin war, zeigten die Teamkollegen von Hülkenberg. Romain Grosjean und Tom Dillmann fuhren in die erste Startreihe, auch Kamui Kobayashi konnte noch vor den Deutschen kommen. Woran es lag, war aber schnell auszumachen. "Heute hat bei uns das Timing einfach nicht gepasst. Ich hing viel im Verkehr fest und bin nie in einen richtigen Fahrfluss gekommen", erklärt Hülkenberg im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Zwischenzeitlich lag der Blondschopf noch weiter vorne, dann konnte er auf dem dritten Satz Reifen allerdings nur noch eine schnelle Runde fahren. "Heute hätte es durchaus noch schneller gehen können, es hat aber nicht geklappt."

Sein Ziel erreicht hat Tim Sandtler. Das Zeittraining des Bochumers lief gut, am Ende sprang der achte Rang heraus. "Im Vergleich zum Pre-Event-Test und dem Training am Vormittag konnten wir uns stetig verbessern. Wir haben uns immer in die richtige Richtung bewegt", berichtet der zweitschnellste Deutsche. Runde für Runde kam Sandtler besser zurecht, aber am Ende hing auch er im Verkehr fest. "Es ist schwierig zu sagen ob es trotzdem schneller gegangen wäre."

Tim Sandtler schaffte es auf Rang acht, Foto: F3 EuroSerie
Tim Sandtler schaffte es auf Rang acht, Foto: F3 EuroSerie

Für Sebastien Buemi wird die Luft an der Tabellenspitze derweil immer dünner. Schon wieder konnte Grosjean einen Punkt vom Vorsprung abknabbern. Vor dem morgigen Rennen hat der beste Schweizer nur noch zwei Zähler Abstand auf seinen Verfolger. "Ich war lange auf der dritten Position, damit wäre ich sehr zufrieden gewesen", so Buemi, der am Ende der 30 Minuten auf Platz sechs lag. "Es war richtig knapp, aber wir haben im Vergleich zum Training einen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben zwar noch ein paar Probleme, aber es geht immer besser. Ich hoffe auf ein gutes Rennen."

Gleichen hoffen auch Hülkenberg und Sandtler. Doch wie schwierig ein gutes Resultat wird, bestätigen die Beiden mit ihren Aussagen gegenüber motorsport-magazin.com. "Erstmal muss ich durchkommen. Man muss hier sehr auf die Reifen aufpassen, denn die bauen wegen den hohen Temperaturen und der Streckencharakteristik schnell ab", so der Schützling von Manager Willi Weber. "Es wird sehr wichtig sein, konstant zu fahren", fügt Tim Sandtler hinzu. "Die Strecke ist schnell und sehr flüssig, das Überholen wird daher nicht einfach. In den vielen schnellen Kurven bekommt man Dirty-Air, wenn man direkt hinter jemandem herfährt.