Dass es schwierig werden würde, noch in die Punkte zu fahren, wusste Tim Sandtler schon am Freitagmittag nach dem Qualifying. Im ersten Rennen auf dem Grand Prix Kurs von Magny-Cours konnte sich der Pilot aus dem Team von Jo Zeller immerhin auf die zehnte Position nach vorne arbeiten. Beim Bochumer war die Enttäuschung über die verpassten Punkte nicht so groß, denn immerhin ist man auf den richtigen Weg eingebogen.
"Platz zehn war das Beste, was ich aus der nicht optimalen Ausgangsposition machen konnte", so Tim Sandtler im Gespräch mit motorsport-magazin.com. Wir haben noch etwas am Setup gefunden und sind auf dem richtigen Weg, aber uns fehlt immer noch ein wenig Zeit. Die Rundenzeiten im Rennen waren noch nicht perfekt." Direkt nach dem Start konnte Sandtler an Cyndie Allemann und Tom Dillmann vorbeziehen. Wenig später folgte ein kurzes, aber packendes Duell mit Nico Hülkenberg.
"Er hat mich in der Haarnadel auf der Außenbahn überholt. Ich war eigentlich innen auf der besseren Linie, aber er ist viel Risiko eingegangen und außenherum an mir vorbeigezogen. Wozu zu viel Einsatz führen kann, hat man ja wenig später gesehen." Nico Hülkenberg kollidierte mit Filip Salaquarda. Sandtler rückte dadurch zwei Plätze nach vorne und konnte das Rennen auf Platz zehn beenden. Dabei war der 20-jährige froh, dass er das Rennen überhaupt starten konnte. "Ich hatte vor dem Start Zündaussetzer und habe eigentlich damit gerechnet, am Start stehen zu bleiben. Schon am Vorstart ist das Auto auf einmal ausgegangen."
Morgen gibt es für die ersten sechs Plätze Punkte. Unerreichbar sind sie für Sandtler nicht, doch es liegt noch viel Arbeit vor ihm. "Heute Nachmittag schauen wir uns die Daten ganz gründlich an, immerhin haben wir ja den ganzen Tag Zeit. Wir müssen noch ein wenig am Setup schrauben, es ist noch alles drin."

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