In Nürnberg war Nico Hülkenberg der große Star. Am Sonntag fuhr er von Startplatz 18 zum Sieg. Doch der Norisring hat seine eigenen Gesetze. In Magny Cours sind solche Husarenritte nicht einfach so möglich. Dabei fing es für Hülkenberg schon im Qualifying schlecht an. "Beim ersten Reifensatz war ich noch bei der Musik", verriet er motorsport-magazin.com. "Dann bin ich leider etwas zu spät in die Box, um den 2. Satz aufzuziehen."
Deswegen blieb ihm zu wenig Zeit für eine schnelle Runde, während sich alle anderen verbessert haben. Das wäre noch nicht allzu schlimm gewesen, doch aus Startplatz 9 wurde Startplatz 14. "Ich habe die Zielflagge beim ersten Mal nicht gesehen, bin noch eine Runde gefahren und habe eine +5 Plätze Strafe erhalten."
Das erste Rennen begann dennoch ganz gut. "Ich bin bis auf Platz 10 nach vorne gekommen, habe mehrmals versucht an Salaquarda vorbeizugehen. Mein Ziel war Platz 8, damit ich am Sonntag vom 1. Platz starten konnte. Also sagte ich mir: Ich bin schneller, ich muss jetzt vorbei." Das sollte das Ende von Hülkenbergs Rennen bedeuten. "Er hat einen Fehler in der Schikane gemacht, ich kam mit großem Überschuss an, habe mich entschieden reinzuhalten und ihn berührt - wer hinten drauf fährt ist immer schuld."
Das zweite Rennen muss er nun wie vor einer Woche wieder von hinten angehen. Was ist da noch drin? "Gar nichts", sagt er ehrlich. "Ein schönes Rennen, ein paar schöne Zweikämpfe - mehr nicht." Auch nicht im Regen? "Im Regen kann man immer besser überholen, dann ist mehr Action garantiert. Aber das heißt noch lange nicht, dass ich im Regen zwei Sekunden schneller fahre als alle anderen." Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt: in der A1GP Serie hat er genau das im Winter öfter geschafft...

diese Formel 3 EM Nachricht