4,411 ganz besondere Kilometer warten auf die Piloten der Formel 3 EuroSerie. Die Nachwuchspiloten dürfen ihr Können in dieser Saison im Rahmen der Formel 1 beweisen. Zumindest beim Rennen in Magny-Cours fahren sie nicht wie gewohnt im Programm der DTM, sondern sind Teil des Grand Prixs von Frankreich.
Für die Teams war die Reise zum Circuit de Nevers richtig anstrengend. Erst am Sonntagnachmittag brach man die Zelte auf dem Norisring in Nürnberg ab, schon am Mittwochmittag musste man an der französischen Piste eintrudeln. Als Favoriten gehen Sébastien Buemi, Romain Grosjean und Nico Hülkenberg in das vierte Rennwochenende.
Buemi ist nach fünf Podestplätzen in sechs Rennen der derzeitige Tabellenführer. Auch in Frankreich will er weiter Punkte sammeln und die sechs Punkte Vorsprung auf Grosjean verteidigen. Dieser ist am Wochenende ganz besonders motiviert, immerhin ist es für ihn und sein Team eines von insgesamt zwei Heimspielen. "Dass wir im Rahmenprogramm der Formel 1 fahren, ist etwas ganz Besonderes. Wir Fahrer wollen uns den Formel-1-Teams natürlich von unserer besten Seite präsentieren. Mein Ziel für das Wochenende ist, endlich die ersten Pole Position zu holen. Ich will dann versuchen, in den beiden Rennen möglichst viele Punkte zu sammeln, damit ich am Ende des Wochenendes die Führung in der Gesamtwertung übernehmen kann", so der Franzose.
Nico Hülkenberg gehört ebenfalls zum Team ASM Formule 3. Der Emmericher konnte in Nürnberg seinen ersten Saisonsieg feiern. In einem eindrucksvollen Rennen fuhr er von Startplatz 18 auf Rang eins nach vorne. In Magny-Cours muss der Schützling von Willi Weber wie alle anderen Piloten ohne Training auskommen. "Dass wir ohne Training direkt ins Qualifying gehen müssen, stört mich wenig. Ich denke sogar, dass mir das entgegen kommt", berichtet Hülkenberg. "Bei den Testfahrten hat es dort ganz gut ausgesehen und ich habe mich im Auto wohl gefühlt. Vielleicht klappt es ja wieder mit einem guten Ergebnis."
In Magny-Cours werden zwei Gastpiloten am Start sein: Esteban Guerrieri und Michael Devaney. Die beiden Nachwuchsrennfahrer werden jeweils ein Mygale-Chassis mit Mercedes-Motor pilotieren. Für den Argentinier Guerrieri ist es eine Rückkehr in die Rennserie, die er im vergangenen Jahr als Gesamt-Vierter beendete.

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