Tim Sandtler war mit seiner Leistung richtig zufrieden. Von Startplatz sieben ging es direkt in der ersten Runde auf den fünften Rang nach vorne. "Ich hatte einen tollen Start und konnte direkt einen Gegner überholen, ein anderer ist ausgeschieden, so habe ich gleiche zwei Plätze gutmachen können", so der Bochumer gegenüber motorsport-magazin.com. "Dann hing ich direkt hinter Hülkenberg, hatte sogar die eine oder andere kleine Chance zum Überholen, aber ich wollte nichts riskieren."

Später hing dem Jo Zeller-Pilot der Niederländer Yelmer Buurmann im Nacken, doch der 20-jährige ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. "Meine Devise war es, keine Fehler zu machen", berichtet Sandtler. "Zu Beginn lag Buurmann direkt hinter mir, weil ich im Windschatten von Hülkenberg Anpressdruck auf der Vorderachse verloren habe. Dann konnte ich mich etwas absetzen. Als ich später die Reifen geschont habe, kam er wieder heran."
Am Sonntag startet Tim Sandtler von der vierten Position ins zweite Rennen des Wochenendes. Ein wenig weiter vorne steht Sebastien Buemi, der heute Siebter wurde. Zwar konnte der Schweizer damit zwei Punkte einfahren, das reichte jedoch nicht, um die Führung in der Gesamtwertung zu verteidigen. Mit einem guten Start und einem möglichen Sieg im zweiten Rennen hat Buemi aber beste Chancen, sich den ersten Platz in der Meisterschaft von Romain Grosjean schon morgen zurück zu holen.
"Vom achten Startplatz war einfach nicht mehr möglich, deswegen waren unsere Ziele für heute auch nicht so groß", berichtet Buemi. "Morgen wollen wir unbedingt gewinnen, dafür müssen wir direkt am Start in Führung gehen. Wenn das klappt, sieht es auch in der Gesamtwertung wieder gut für uns aus. Allerdings sollten die Bedingungen auf dem ersten Startplatz ein wenig besser sein, denn dort liegt die Ideallinie."

Als dritter deutschsprachiger Pilot schaffte es Nico Hülkenberg in die Punkte. Der Mann aus Emmerich überquerte die Ziellinie als Vierter und verpasste das Podium nur knapp. Der Speed war da, doch überholen war unmöglich. "Es sind alle gut vom Start weggekommen, nur Grosjean und Mailleux haben sich etwas beharkt. Eigentlich waren die Positionen schon nach der ersten Kurve entschieden."
Im Laufe des Rennens erhöhte Hülkenberg den Druck auf Kamui Kobayashi, der auf der dritten Position fuhr. Es halt kurz den Atem anzuhalten, als sich Hülkenberg in der zweiten Kurve verbremste. "Das kann schon mal passieren", erklärt der 21-jährige motorsport-magazin.com. "Ich habe etwas zu spät gebremst und die Reifen haben blockiert. Ich habe die Bremse etwas gelöst und bin eine etwas weitere Linie gefahren. Das war aber alles kein Problem." Für morgen haben alle drei Piloten beste Chancen auf weitere Punkte. Nico Hülkenberg weiß, worauf es ankommen wird: "Ein guter Start ist sehr wichtig".

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