Die drei besten deutschsprachigen Piloten konnten sich unter den ersten Acht platzieren. Nico Hülkenberg auf fünf, sowie Tim Sandtler und Sebastien Buemi auf den Rängen sieben respektive acht konnten sich für das erste Rennen am Samstag gute Ausgangspositionen erarbeiten, doch zufrieden waren sie nach dem Zeittraining nur teilweise.

Fangen wir mit Sebastien Buemi an. Der Schweizer ist als Meisterschaftsführender nach Brands Hatch gekommen und die Erwartungen waren demnach hoch. Der gestrige Unfall war längst vergessen und Buemi fuhr im verspäteten freien Training die schnellste Runde. "Die Qualifikation war schlecht, ganz im Gegensatz zum freien Training mit der Bestzeit", so Buemi gegenüber motorsport-magazin.com. "Mit dem ersten Satz Reifen konnte ich noch die bis dahin schnellste Runde fahren, doch danach lief gar nichts mehr."

"Nachdem ich zum Reifenwechsel an der Box war, kamen mir immer wieder gelbe oder rote Flaggen dazwischen. Auch mit dem dritten und vierten Satz Reifen lief es nicht besser", gab Buemi nach dem Qualifying zu. "Unsere Strategie war heute einfach falsch. Im ersten Rennen sind erst einmal Punkte wichtig, außerdem kann ich dort eine gute Startposition für das Rennen am Sonntag erreichen."

Einen Platz weiter vorne steht Tim Sandtler, der damit die beste Startposition seit langer Zeit einfahren konnte. Mit dem siebten Platz hat Sandtler beste Chancen, in die Fußstapfen von Peter Elkmann zu treten. Der ist sein Vorgänger im Team von Jo Zeller und konnte vor ziemlich genau einem Jahr das Sonntagsrennen in Brands Hatch gewinnen.

Am weitesten nach vorne schaffte es Nico Hülkenberg. Der Schützling von Willi Weber hat mit dem fünften Startplatz das Podium im Visier. "Vor dem Qualifying hatten wir noch ein Training über 45 Minuten, dort war ich nur Zwölfter", berichtet Hülkenberg motorsport-magazin.com. "Mit dem fünften Platz haben wir sicherlich einen Schritt nach vorne gemacht, aber wir müssen weiter arbeiten und uns verbessern."

Hülkenberg startet direkt hinter seinen beiden Teamkollegen Romain Grosjean und Kamui Kobayashi. "Es hätte durchaus mehr sein können, aber auf der kurzen Strecke hing ich ständig im Verkehr fest. Doch ich will mich nicht beklagen", sagt Hülkenberg. "Auf der einen Seite ist Platz fünf ja gar nicht so schlecht, andererseits auch nicht optimal. Morgen brauche ich einen guten Start, denn überholen ist hier sehr schwierig, wie wir im letzten Jahr schon sehen konnten."