Es ist Anfang Juni, es wird immer wärmer und der Sommer steht vor der Tür. In vielen Serien wurden schon etliche Rennen gefahren, die erste Saisonhälfte ist schon fast absolviert. Nicht so in der Formel 3 EuroSerie. Nach dem Saisonauftakt in Hockenheim hatten die Nachwuchspiloten sieben Wochen Zeit, sich über den Rest der Saison Gedanken zu machen oder sonstigen Unsinn zu treiben.

Nico Hülkenberg schoss sich zum Beispiel in der A1 Grand Prix Serie auf den kommenden Meisterschaftslauf in der Formel 3 ein. Ende April fuhr der Deutsche gleich ein ganzes Wochenende auf der britischen Traditionsrennstrecke. Zwar wurde beim Weltcup des Motorsports die GP-Variante von Brands Hatch gefahren, doch nun muss Hülkenberg für die beiden anstehenden Läufe der EuroSerie nur noch eine Kurve lernen. "Die Pause war OK, da ich im Winter durch die A1GP nicht wirklich eine Auszeit hatte. Jetzt fällt mir aber schön langsam die Decke auf den Kopf und ich halte es nicht mehr zuhause aus", so Hülkenberg gegenüber motorsport-magazin.com.

"Endlich - nach fast zwei Monaten, die Pause war für alle, die nichts anderes fahren, wirklich extrem lang", freut sich auch Sebastien Buemi auf das Rennen in Brands Hatch. "Am ersten Wochenende in Hockenheim lief es für mich und das Mücke-Team mit einem Sieg und einem dritten Platz gleich sehr gut, ich liege in der Meisterschaft in Führung und das soll natürlich so bleiben." Auch der Schweizer konnte sich die Zeit gut vertreiben. In Monaco ersetzte Buemi den immer noch angeschlagenen Michael Ammermüller in der GP2 Serie. "Ich denke, dass es für mich am Ende schon sehr gut war, vor allem mit dem vierten Platz im Qualifying. Damit habe ich wohl schon einige Leute überrascht. Und auch das Rennen mit dem siebten Platz war neutral betrachtet sicher nicht so schlecht, auch wenn ich direkt danach schon ein bisschen enttäuscht war", sagte uns Buemi.

Peter Elkmann gewann im letzten Jahr ein Rennen, Foto: F3 Euroseries
Peter Elkmann gewann im letzten Jahr ein Rennen, Foto: F3 Euroseries

Tim Sandtler, der dritte deutschsprachige Pilot im Bunde der Formel 3-Piloten, durfte zwar nicht in einer anderen Rennserie an den Start gehen, überstand die Pause zwischen den beiden ersten Rennwochenenden aber auch ganz gut. Neben den Testfahrten in Nogaro hielt sich der Bochumer mit einem ausgiebigen Fitnesstraining in Form. Außerdem fällt im hauseigenen Betrieb immer genug Arbeit an - doch endlich wieder im Auto zu sitzen, macht dann schon mehr Spaß.

Im Rahmen der DTM fährt die Formel 3 EuroSerie zum zweiten Mal in Folge auf der Strecke vor den Toren Londons. Im vergangenen Jahr konnte neben Paul di Resta auch ein deutscher Pilot gewinnen. Peter Elkmann nutzte die gute Startposition im zweiten Rennen aus und fuhr den Sieg auf der nur 1,929 Kilometer langen Strecke ein. Der Kurs ist der kürzeste Kalender, was für zusätzliche Spannung sorgt. Im vergangenen Jahr lagen im Qualifying 23 Piloten innerhalb von etwas mehr als 0,7 Sekunden.