An der Hitze kann man nichts ändern. Beim Fahren ist es nicht so schlimm, aber wenn man steht, ist es schon extrem, da man nichts dagegen machen kann. Man muss es sich so vorstellen, als ob man mitten im Sommer mit einem Skianzug in einem engen Cockpit sitzt. Das ist einfach verdammt heiß. Demnach ist es sicherlich kein angenehmes Gefühl klatschnass im Auto zu sitzen. Aber eins ist klar: Trotz der Hitze konnte ich natürlich noch vernünftig geradeaus fahren...
Starke Aufholjagd
Das Qualifying verlief für mich nicht ganz perfekt, weshalb am Ende in Anführungszeichen "nur" Platz 3 heraussprang. Das ist natürlich nicht schlecht, aber ich hätte noch schneller sein können.
Der Start ins erste Rennen glückte ebenfalls nicht so gut. Einmal weil ich auf meine eigenen Anzeigen achten musste und als ich dann plötzlich nach vorne sah, entdeckte ich, dass Giedo direkt vor mir stand. Ich konnte im letzten Moment noch ausweichen und so eine Kollision verhindern, allerdings verlor ich relativ viel Speed und fand mich auf Platz 5 wieder.
In der Folge hatte ich einen langen Kampf mit Esteban Guerrieri, der sehr viel Spaß gemacht hat. Leider drehte ich ihn unabsichtlich um, was ihn aber nicht daran hinderte danach wieder an mir vorbeizugehen. Der Zweikampf ging also genau da weiter, wo er vorher aufgehört hatte. Das einzig Negative daran war, dass es mich viel Zeit gekostet hat - der Führende war zu diesem Zeitpunkt bereits neun Sekunden weg.
Bis zum Rennende konnte ich die Lücke noch einmal fast komplett zufahren, womit ich gar nicht gerechnet hatte, aber am Ende hat es leider nicht mehr gereicht, um noch einen Angriff auf den Sieg starten zu können.
Frühes Ende
Im zweiten Rennen musste ich logischerweise vom 7. Rang ins Rennen gehen. Mein Start war leider nicht gerade mein bester, daran müssen wir noch ein bisschen arbeiten. Dennoch kam ich in der ersten Runde gut nach vorne. Hinter mir lag Sébastien Buemi. In Kurve 1 war es bereits zwischen uns eng, dann erwischte ich den Ausgang nicht perfekt und in Kurve 2 hat er einfach nicht gebremst und mich erwischt. Danach war das Rennen für mich gelaufen, da das Auto so kaputt war, dass es nicht möglich war noch weiter zu fahren.
Das war besonders bitter, da Paul ebenfalls nicht punktete und ich so in der Meisterschaftswertung einiges hätte aufholen können. Aber auch ohne seinen Ausfall hätte ich sicherlich Zweiter werden und auf diese Weise einige Punkte gutmachen können. Wir waren am Vortag sauschnell und ich hatte ein richtig gutes Gefühl, aber leider war das nach anderthalb Runden schon vorbei.
Natürlich hat Paul jetzt die bessere Ausgangsposition für den Rest der Saison. Trotzdem bin ich zuversichtlich, immerhin haben wir gerade erst die Hälfte der Saison hinter uns. Deswegen mache ich mich nicht verrückt.

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