Am ersten August-Wochenende steigt traditionell das "Masters of Formula 3" im niederländischen Zandvoort. Mit dem neuen Hauptsponsor nun unter dem Titel "BP Ultimate Masters of Formula 3". Dieses bereits zum 16. Mal ausgetragene Rennen zählt nicht zur Formel 3 Euro Serie, ist aber dennoch eines der wichtigsten Formel-3-Vergleiche in ganz Europa. Insgesamt 40 Fahrer aus verschiedenen Championaten messen sich auf dem 4,307 Kilometer langen ehemaligen Grand Prix-Kurs in den Dünen.
Seit 2003 gewann immer ein Fahrer der Formel 3 Euro Serie das prestigeträchtige Masters: 2003 Christian Klien, 2004 Alexandre Prémat und 2005 Lewis Hamilton. In der Vergangenheit trugen sich auch aktuelle und ehemalige Formel-1-Piloten wie David Coulthard, Takuma Sato oder Jos Verstappen in die Siegerliste ein.
Aus der Formel 3 Euro Serie entschied sich bis auf die Trophy-Teilnehmer und João Urbano (Prema Powerteam) das gesamte Feld für einen Start in Zandvoort. Lokalmatador Giedo van der Garde (ASM Formule 3) feierte rechtzeitig vor seinem Heimspiel seinen ersten Sieg: Zwei Wochen vor dem Masters gewann er am Norisring. Als Tabellenführer will auch Paul di Resta (ASM Formule 3) den Sieg in den Niederlanden. Der Schotte schrammte im vergangenen Jahr mit Platz vier knapp am Podest vorbei. Der Japaner Kohei Hirate (Manor Motorsport), zur Saisonhalbzeit Viertplatzierter der Formel 3 Euro Serie, hat ebenfalls gute Erinnerungen an 2005: Er wurde als Fünfter abgewunken.
Ob Sebastian Vettel (ASM Formule 3) am Wochenende starten kann, entscheidet sich erst am Freitag. Der Heppenheimer brach sich beim Rennen der Renault World Series in Spa-Francorchamps Ende Juli bei einem Unfall den rechten Zeigefinger.
Aus der britischen Formel-3-Meisterschaft haben unter anderem Mike Conway und Ayrton Sennas Neffe Bruno Senna (beide Double R Racing) gemeldet. Sie belegen aktuell die Gesamtpositionen eins und zwei auf der britischen Insel. Mit Ho-Pin Tung (JB Motorsport) stellt sich auch der Führende des deutschen Recaro Formel-3-Cup dem internationalen Vergeich.
Giedo van der Garde (ASM Formule 3):
Zandvoort ist eine schöne Strecke mit vielen unterschiedlichen Kurven, aber leider gibt es nicht viele Stellen zum Überholen. Deshalb ist das Qualifying dort sehr wichtig. Für mich ist das Masters etwas ganz Besonderes: Es haben schon viele große Rennfahrer gewonnen und als Niederländer ist es für mich auch noch ein Heimspiel. Ich fahre nach meinem Sieg vom Norisring bestens vorbereitet und hochmotiviert nach Zandvoort.

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