Christian Vietoris und der Niederländer Carlo Van Dam waren im Qualifying des Formel-3-Cup auf dem EuroSpeedway Lausitz die Schnellsten. Vietoris wird im heutigen Rennen von der Pole-Position starten, Van Dam darf sich morgen auf den besten Startplatz freuen. Aber mit dem Belgier Nico Verdonck von JB Motorsport, der sich zwei Mal auf Platz drei qualifizierte, lauert ein weiterer starker Fahrer auf seine Chance.
Der Formel-3-Cup fuhr die zwei Startaufstellungen wieder in einem kombinierten Zeittraining aus. Zwischen den beiden 20-minüten Qualifying-Sessions hatten die Teams 20 Minuten Zeit kleine Änderungen oder Reparaturen an den Boliden vorzunehmen. Trotz der 10 Minuten weniger Zeit pokerten Teams wie Van Amersfoort Racing, JB Motorsport und Josef Kaufmann Racing. Sie schickten ihre Fahrer erst nach einigen Minuten auf die Zeitenjagd. Doch die Taktik ging auf: Nur wenige Runden reichten den Piloten sich an der Spitze zu etablieren.
Im Qualifying für das Samstagrennen setzte sich Christian Vietoris schon in seiner vierten Runde uneinholbar an die Spitze des Feldes und darf sich damit über seine zweite Pole-Position freuen. Frédéric Vervisch konnte sich zwar noch auf 0,127 Sekunden an den Gönnersdorfer heranarbeiten, aber einen Weg vorbei gab es auch für ihn nicht. Sein Teamkollege von JB Motorsport Nico Verdonck platzierte sich auf der dritten Position. Überraschend schaffte es Carlo Van Dam nur auf den vierten Startplatz. Der Niederländer aus dem Team Van Amersfoort Racing hat normalerweise die Pole-Position für sich gepachtet.
Diese holte er sich aber im zweiten Qualifyingteil für das morgige Rennen. Bereits in seiner zweiten schnellsten Runde übernahm der 21-Jährige mit einer Zeit von 1:16.367 min die Führung. Allerdings fehlten Christian Vietoris nur 0,034 Sekunden, um die siebte Pole-Position von Carlo van Dam zu verhindern. Dritter wurde wie schon im ersten Qualifying Nico Verdonck. Neben ihm in der Startaufstellung steht Rückkehrer Dominick Muermans. Der Belgier war schon letztes Jahr im Formel-3-Cup unterwegs und geht ab jetzt zusammen mit dem Swiss Racing Team an den Start. Dem Belgier Frédéric Vervisch brach in seiner dritten Runde die Antriebswelle und er muss von ganz hinten an den Start gehen.
Schnellster Trophy-Pilot war in beiden Zeittrainings Michael Klein. Mit den Gesamträngen sieben und acht zeigte der 19-Jährige eine konstant gute Leistung. Ihm auf den Fersen sind die üblichen Verdächtigen: Marcel Schuler und Simon Solgat lauern auf ihre Chance, den derzeitigen Tabellenführer zu schlagen. Die einzige Dame im Feld Marika Diana landete auf den Positionen 15 und 14. Sie wird versuchen weiter fleißig zu punkten, da die Italienerin noch gute Chancen auf den dritten Platz in der Trophy-Wertung hat.
Christian Vietoris:
Im ersten Qualifying war es schwer eine freie Runden zu bekommen. Ich habe nicht alles aus dem Wagen herausgeholt, trotzdem hat es noch für die Pole-Position gereicht. Jetzt will ich heute Nachmittag natürlich den Sieg. Leider hat es im zweiten Teil des Qualifyings nicht für den ersten Platz gereicht. Aber mit einem guten Start kann man alles wieder wettmachen.
Carlo van Dam:
Das wird für uns ein hartes Wochenende Wir sind nicht so schnell, wie wir dachten. Im ersten Zeittraining habe ich einfach keine schnelle Runde hinbekommen. E ist sehr eng an der Spitze. Im zweiten Qualifying hat endlich alles geklappt und ich konnte die Pole einfahren. Aber wir sind nicht so stark, wie ich gehofft hatte.
Nico Verdonk:
Es war ein hartes Qualifying. Im zweiten Teil war ich immer zur falschen Zeit am falschen Ort und habe keine gute Runde zusammenbekommen. Im ersten Zeittraining haben mir noch ein paar Runden gefehlt, um weiter nach vorne zu kommen.
Frédéric Vervisch:
Im ersten Zeittraining wäre die Pole möglich gewesen, aber ich hatte nicht genügend freie Runden. Das zweite Qualifying lief besser, aber in meiner dritten Runde ist mir die Antriebswelle gebrochen. Die Rennen werden schwer, da wir vier gute Fahrer an der Spitze sind.

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