Seit frühester Jugend schlägt Carlos Sainz' Herz für jegliche Art von Sport. Mit 16 Jahren war er spanischer Squash-Champion und spielte erfolgreich Fußball, bis er sich auf den Motorsport konzentrierte. Mit druckfrischem Führerschein fuhr er seine erste Rallye, wurde 1990 erster Rallye-Weltmeister spanischer Herkunft und wiederholte zwei Jahre später seinen Titelgewinn.

Dem Ausnahmetalent, das gute Kontakte zur spanischen Königsfamilie pflegt, gelang eine beispiellose Karriere. Mit 26 Siegen führte Carlos Sainz bis Mitte 2006 die ewige Bestenliste der seit 1973 ausgetragenen Rallye-WM an. Zwei Weltmeistertitel und vier Vize-Weltmeisterschaften zeichnen seine Laufbahn aus.

Nach seinem Karriereende in der Rallye-WM 2004 kehrte "El Matador", wie ihn seine Fans nennen, noch einmal für zwei Gastspiele ins Cockpit zurück. Auch der Wechsel in den Marathon-Rallyesport war erfolgreich: Bei seiner ersten Rallye Dakar im Januar 2006 feierte er vier Etappensiege und führte vier Tage lang die Gesamtwertung des Marathon-Klassikers an.

Doch Sainz ist nicht nur dem Motorsport eng verbunden: In seiner Heimatstadt Madrid, wo er mit Ehefrau Reyes und den Kindern Carlos, Bianca und Anna lebt, engagiert er sich stark für den Fußballclub Real Madrid. In diesem Jahr durfte er sogar einmal für ein paar Runden im Formel 1-Boliden seines Landsmanns Fernando Alonso Platz nehmen. Ein Sportsmann, durch und durch.