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Niki Lauda

Das Formel 1 Forum früherer Tage...

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 45398
@Monzagorilla: Danke für die Verbesserungen & Ergänzungen. Ist Laudas Buch eigentlich eine Investition wert? Ich überlege, ob ich mir sein Buch nicht mal kaufe.

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 182
MichaelZ hat geschrieben:
@Monzagorilla: Danke für die Verbesserungen & Ergänzungen. Ist Laudas Buch eigentlich eine Investition wert? Ich überlege, ob ich mir sein Buch nicht mal kaufe.


Also, ich habe zwei Bücher von ihm gelesen: "Protokoll" erschienen glaube ich 1978, dass behandelt hauptsächlich seinen Werdegang in die F1 und vor allem seine Zeit bei Ferrari. Wirklich lesenswert.
Dann hab ich noch "Mein drittes Leben" (oder so ähnlich) gelesen, das behandelt eher die Zeit bei McLaren und dann den Aufbau von "LaudaAir", das hat mir weniger gefallen.

lg Monzagorilla

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 45398
Hmm danke für die Einschätzung. Ja ersteres klingt wesentlich interessanter.

Aber jetzt kommen dann erstmal noch 2 Teile hier bei Yesterday. :wink:

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 3303
Von und mit Lauda gibts jede Menge Bücher

Neben den bereits erwähnten verstaubt bei mir im Regal noch

"Meine Story " und dann natürlich das obligatorische Zwickl buch "Reportage einer Karriere " .Daneben habe ich mal auf dem Flohmarkt "Lauda -Autobiography" von Hutchinson erstanden und
A.Henry hat wohl auch ein Lauda Buch heraus gegeben .

Meine Story ist nicht schlecht zu lesen ,etwa im Stil von "Protokol"

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 45398
Also bevor sie verstauben.... :)

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 224
MichaelZ hat geschrieben:
pironi hat geschrieben:
Gut geschrieben, aber eine Bitte: immer angeben, woher du die Zitate / Textstellen hast, sonst kannst du große Schwierigkeiten mit dem Autor bekommen. ;)


Lass das Mal meine Sorge sein... :wink:


Hat ein langjähriger Bekannter von mir auch immer gesagt. "Wo kein Kläger, kein Richter!"

Vor zwei Wochen bekam er Post vom Amt, es ist ein Kläger aufgetaucht...

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 45398
Also eure Sorge um mich rührt mich ja... :) :roll:

Beitrag Mittwoch, 13. Februar 2008

Beiträge: 0
Wie lang ist Lauda eigentlich bei RTL noch unter Vertrag?

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 45398
Hier übrigens die Lauda-Weltmeistersaison 1975 etwas ausführlicher:

https://www.motorsport-magazin.com/forum/viewtopic.php?t=15541

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 45398
So der 3. (vorletzte) Lauda-Teil. Quellen (übrigens @pironi: Der Autor bin ich :roll: :wink: ) sind wikipedia, meine eigene Datenbank, die Datenbank der Konkurrenzseite, teilweise Auszüge aus einem früheren Post von Peterson78 hier in Yesterday, einige Daten/Infos/Sprüche sind aus dem TNF-Forum, einige Daten aus meinem F1-Archiv, das über die Jahre gewachsen ist und weiterwächst. Die Daten in meinem F1-Archiv stammen meist aus verschiedensten Internetseiten, speziell bei Lauda jetzt auch teilweise aus Berichten der Konkurrenzseite. So das dürfte es im Groben gewesen sein. Wenn jetzt noch einer irgendwann mal schreibt, dass ich Texte nur kopiere und nicht selbst schreibe und der das nicht mit Beweisen belegen kann, werde ich den Post sofort löschen! Ich will hier kein Mitleid oder sonst irgendwas erwecken, aber mir geht das ehrlich gesagt tierisch auf die Nerven, vor allem weil hinter solchen Texten durchaus Arbeit und Zeitaufwand dahintersteckt. Ich muss die Texte hier nicht posten, doch einige finden sie ja doch ganz interessant. Also deswegen meine letzte Warnung, das betrifft auch andere Threads. Denn solche Posts sind NICHT themenbezogen und kann man auch als Spam bezeichnen. Hinweise, Kritik, Korrekturen und solche Sachen sind natürlich weiterhin erlaubt und ich werde mich auch künftig bemühen, Quellen anzugeben, so wie ich mich auch bemühe die Kritik, dass ich wenig Absätze mach, mir zu Herzen zu nehmen. Ich danke für euer Verständnis :wink: Also nun aber, Lauda ist schon ganz ungeduldig. :wink: :)

Zusammenhang zwischen Nürburgring und Fuji?
Ausgerechnet der schon abgeschriebene Österreicher zeigte mit Startplatz 5 die beste Leistung des Ferrari-Trios bei Laudas Comeback in Italien. Star des Wochenendes war zweifelsohne Niki Lauda, der seinen Ferrari 6 Wochen nach seinem schweren Unfall auf Platz 4 steuerte. Es ging also zum Saisonfinale in Japan. Nur 3 Punkte Vorsprung, aber der Titel war trotz des desaströsen Verlaufs der 2. Saisonhälfte immer noch zum Greifen nah. Das Finale fiel beinahe ins Wasser: Heute würde unter solch widrigen Bedingungen (Sicht für die Fahrer ab Platz 2 nahezu 0) sicherlich kein Grand Prix gestartet. Der Druck der 70 Tausend Zuschauer und der Veranstalter/Teamchefs war jedoch so groß, dass zwar spät, aber dennoch gestartet wurde. Hunt ging von der Pole sofort in Führung.

Nach 2 Runden hatte Lauda genug. Am Nürburgring war er dem Tod durch glückliche Umstände noch von der Schippe gesprungen - jetzt wollte er nicht im Regenchaos die Schutzengel erneut um Mithilfe bitten. Als er an die Box fuhr, erwarteten ihn fragende Gesichter. „Was ist los?“ fragte der heutige Technikchef von Super Aguri und damalige Ferrari-Rennleiter Daniele Audetto. „Es ging wichtigeres als die WM, nämlich zu Leben“ antwortete Lauda und zog sich den Helm ab. Audetto flehte nahezu: „Sag, es war ein Motorschaden, oder sonst was - wir bestätigen alles“. Lauda bestand jedoch auf der Wahrheit (und handelte sich in Maranello einen Riesenärger und Probleme ein) und verlor die WM an den Rivalen James Hunt ohne Ausreden. Hunt selbst wusste angesichts des Chaos-Regenrennens zunächst nicht, dass er auf Platz 3 ins Ziel kam (4 Punkte) und somit Weltmeister war. Erst als die Rennleitung dies offiziell mitteilte, begann eine große Party. Heute behauptet Lauda, dass die Aufgabe in Japan nichts mit seinem Feuerunfall zu tun hatte. Audetto brachte kürzlich sogar eine ganz neue Variante auf den Tisch: Angeblich hätte es ein Abkommen zwischen den Fahrern gegeben, das Rennen zu vorzeitig zu beenden. Nur wenige hätten sich daran aber auch gehalten. Ob man Audetto glauben kann, der schon 1976 versuchte, die Wahrheit zu vertuschen, ist letztlich egal: Lauda bringt das den WM-Titel auch nicht mehr zurück.

Lauda holt sich den Titel zurück
Bereits 1977 holte sich Niki Lauda den Titel jedoch zurück. Der Titelgewinn war nicht so souverän wie jener aus dem Jahre 1975, trotzdem war Lauda 1977 der dominierende Mann und so konnte Lauda schon 2 Rennen vor Schluss den Titel einfahren. Die letzten 2 Rennen fuhr er dann gar nicht mehr, weil er den Vertrag mit der Scuderia Ferrari nicht verlängerte. Ferrari holte einen namhaften Ersatz: Gilles Villeneuve. Der Kanadier wurde danach bei Ferrari der Publikumsliebling. Lauda wechselte dagegen das Team und ging zu Brabham Alfa Romeo.

Den WM-Titel sicherte sich Lauda nicht durch herausragende Siegesfahrten, sondern durch konstant starke Ergebnisse, während kein Team Ferrari wirklich nahe kam. Siege hatte Lauda am Ende dennoch nur 3. Saisontiefpunkt war ohne Zweifel der Spanien GP. Dieses Rennen konnte Lauda nämlich gar nicht erst starten, weil er im Warm-Up einen schweren Unfall hatte. Dabei machte sich eine Rippe wieder schmerzhaft bemerkbar, die nach dem Feuerunfall 1976 gebrochen war. Ein Start war unmöglich.

Keine Titelchancen bei Brabham
1978 wechselte Niki Lauda in das Brabham-Team von Bernie Ecclestone. Bei Brabham hatte er aber ein Team, das Ferrari gänzlich unterschiedlich war, nicht nur in der Mentalität, sondern auch Sportlich gesehen. Wenn die Ausfall-Quote von Lauda bei Ferrari noch beeindruckend niedrig war, so schnellte sie bei Brabham rapide nach oben. Brabham Alfa Romeo setzte die Schwerpunkte anders als Ferrari, man baute flotte Autos, viel aber zu oft aus. Die Tatsache, dass Lotus mit dem Ground Effect Renner 1978 nicht zu schlagen war, machte es für Lauda nicht einfacher. Dennoch konnte Lauda einige Highlights setzen. Beispielsweise gewann der Österreicher den Schweden Grand Prix, mit einem aufregendem Turbinenauto aus den Zeichenfedern von Gordon Murray.

Letztlich spielte er aber um die Vergabe des WM-Titels. Bei Brabham hätte er das Team erst umstrukturieren müssen. Lauda war jedoch ausgelaugt, widmete sich viel häufiger seinem Hobby, der Fliegerei. Und so ging die Saison 1979 völlig daneben. Nur 2-mal kam Lauda überhaupt ins Ziel, mit einem 4. Platz beim Italien GP als bestes Ergebnis. Dafür gab es umso mehr Pleiten, Pech und Pannen. Vor den Überseerennen zum Saisonabschluss in Amerika hatte Lauda genug: Er beendete seine Formel-1 Karriere – vorerst.

1979 gründete Niki Lauda dann die LaudaAir, die ihren Flugbetrieb mit 2 Fokker F27 aufnahm. In den 80er Jahren kamen 2 Boeing 737-300 dazu, damit eroberte Lauda auch die Lüfte über Asien und Australien. 1992 erfolgte eine enge Kooperation mit der Lufthansa, ferner wurde Ende der 90er Jahre die Austrian Airlines immer mehr bei LaudaAir involviert: 1997 beteiligte man sich zu 36% an Laudas Unternehmen (die Lufthansa zudem mit 20 Prozent), als Lauda seinen Rücktritt vom Unternehmen ankündigte, wurden die Anteile zunächst auf 55, dann auf 99 Prozent aufgestockt. Seit 2003 gehört die Airline komplett der Austrian Airlines.

Am 26. Mai 1991 musste die LaudaAir einen schweren Absturz verkraften. Über Thailand stürzte die Boeing 767 ab, 223 Menschen wurden dabei getötet. An Bord waren hauptsächlich Deutsche, Österreicher, Schweizer, sowie Hongkong-Chinesen. Ziel war des Fluges, der in Wien gestartet wurde, war Hongkong. Der Flugzeugabsturz war technisch bedingt, durch Probleme mit der Schubumkehr rissen Tragflächen des Fliegers. Die Piloten waren erfahren: John Welch mit 48 Jahren hatte 11 700 Flugstunden hinter sich, Co-Pilot Josef Thurner (41) immerhin deren 6500.

Rücktritt vom Rücktritt
Während Lauda über Luft so richtig durchstartete, juckte es den Österreicher auch auf der Rennstrecke wieder. Als dann ein dementsprechend attraktives Angebot von McLaren kam, konnte Lauda quasi nicht nein sagen. 2 Jahre vergingen ohne Lauda, dann war er 1982 bei McLaren Ford wieder zurück im GP-Sport, mit einem 4. Platz beim Südafrika. Bereits das 3. Rennen, den USA-West GP gewann Lauda wieder ein Formel-1 Rennen. Das Comeback war dennoch relativ bescheiden, was die Teamleistung von McLaren betraf, denn McLaren musste oftmals technische Ausfälle einstecken. Beim Belgien GP war Laudas McLaren Ford MP4/1B sogar zu untergewichtig: Die Disqualifikation war die Folge.

Dennoch: Es sollte für die Zukunft aufwärts gehen. Hinter den Kulissen strickte Teamchef Ron Dennis Fäden, die McLaren vorantrieben, etwa einen Vertrag mit Porsche, sowie mit asiatischen Investoren, allen voran Mansour Ojjeh, der heute noch 15% am McLaren-Team hält. Nach einer völlig desaströsen Übergangssaison 1983 (nur 4-mal in den Punkten, Nichtqualifikation in Monaco, Disqualifikation in Deutschland, weil er falsch in die Box gefahren war!), war McLaren Porsche 1984 wieder an der Spitze des Feldes, mit Lauda, aber auch mit dem 2. Fahrer, dem Franzosen Alain Prost. Die Folge war ein erbitterter Kampf um den WM-Titel der beiden Fahrer, in dem es auch um Jugend (Prost) und Alter (Lauda) ging. Lauda und Prost lieferten sich ein tolles WM-Duell, das Lauda für sich entscheiden konnte – mit nur einem halben Punkt Vorsprung! Es war die knappste WM-Entscheidung in der GP-Geschichte. Die Saison von Lauda war stark: Er gewann 5 Rennen, fiel aber auch einige Male aus.

Viel häufiger fiel Lauda allerdings 1985 aus. Von seinen 14 bestrittenen Rennen, konnte er nur 3 Rennen beenden! Die Technik streikte so gut wie jedes Rennen. Lauda hatte keine Lust mehr, denn zudem spürte er den Atem von Teamkollege Alain Prost, der immer stärker wurde. Lauda erkannte, dass seine Zeit vorbei war, also erklärte er in Österreich am Rande seines Heim-GP seinen endgültigen Rücktritt als Formel-1 Fahrer. Der Schritt wurde von den meisten Experten erwartet, auch wenn Lauda für 1986 ein Angebot von Brabham auf dem Tisch liegen hatte. Lauda verabschiedete sich aber mit Würde: Nur ein Rennen nach seiner Rücktrittserklärung gewann er den Holland GP. Doch gegen Ende der Saison müsste Lauda noch mal einen harten Rückschlag verkraften: Im Training zum Belgien GP hatte er einen Crash und verletzte sich dabei am Handgelenk, weil er die Hände nicht vom Lenkrad nahm. Damit konnte er nicht nur im Rennen nicht starten, sondern auch beim darauffolgendem Europa GP nicht. Als Ersatz kam sein ehemaliger Teamkollege John Watson. Lauda kehrte danach für 2 Rennen nochmals zurück, dann war seine F1-Karriere nach 170 WM-Rennen beendet.

F1-WM-Statistik: Niki Lauda
7056 Führungskilometer (Rang 10)
420,5 WM-Punkte (Rang 10)
170 Rennen (Rang 17)
54 Podestplätze (Rang 8)
41 angeführte Rennen
31 Starts aus der ersten Reihe (Rang 14)
25 Siege (Rang 6)
24 Schnellste Rennrunden (Rang 7)
24 Pole Positions (Rang 8)
3 WM-Titel (Rang 4)
3 Disqualifikationen (Rang 5)
3 Tripples (Rang 13)
1-mal knapp außerhalb den Punkterängen (Rang 163)
1 Nichtqualifikation (Rang 187)
Siegquote: 14,706% (Rang 19)
Pole Position Quote: 13,559% (Rang 30)
Durchschnittliche Startposition: 8,349 (Rang 60)
Durchschnittlicher Rückstand auf Pole Position: 2,351% (Rang 62)
Ausfallquote: 47,059% (Rang 187)

GP für Teams
1. McLaren (1982-’85): 58 GP
2. Ferrari (1974-’77): 56 GP
3. Brabham (1978/’79): 29 GP
4. BRM (1973): 14 GP
5. March (1971/’72): 13 GP

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 182
Gute Arbeit, Michael!

Der Brabham mit dem Lauda in Anderstorp 78 gewann, war kein Turbinenrennwagen, sondern der berühmte "Staubsauger-Brabham" mit einem Ventilator. Konstrukteur Gordon Murray behauptete damals der Ventilator würde für die Kühlung des Motors sorgen, in Wirklichkeit saugte er die Luft unter dem Brabham weg und sorgte so für den "Ground-Effect".

Das einzige was mir in den Beiträgen abgegangen ist, ist die "Dark side of Niki Lauda". Ich sage nur Zandvoort 73 - Zitat "Ich werde nicht fürs Stehenbleiben bezahlt" oder auch dass er sich bei seinen Rettern vom Nürburgring 76 nie oder erst sehr spät bedankt hat (Merzario).

Lauda hatte wohl wirklich die erstaunlichste F1-Karriere aller Zeiten: 1971 bezeichnete die Kronenzeitung (Österreichs größte Tageszeitung) ihm als "Niete der Nation", ein paar Jahre später schrieb die selbe Zeitung: "Niki Nationale" oder "der große Lauda". Sein hassardieren mit Krediten oder natürlich seine 2 Comebacks werden wohl einzigartig bleiben.

Aber was war wirklich seine große Stärke? Meiner Meinung nach ist und war das seine analytische und rhetorische Fähigkeit Vorgänge und Umstände (ob technisch oder nicht) auf dem Punkt zu bringen.

lg Monzagorilla
Zuletzt geändert von Monzagorilla am Donnerstag, 14. Februar 2008, insgesamt 1-mal geändert.

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 1862
ist jetzt nicht soo besonders witzig, aber zeigt schön, wie viel man in österreich von lauda zu beginn zu seiner karriere hielt. in seiner faschingsnummer, ja sowas gabs damals noch, schrieb der KURIER 1972:

"Gute Chancen für Lauda und Marko. Ein Antrag des tollkühnen schwedischen Rennfahrers Joakim Bonnier, eine allgemeine Geschwindigkeitsbegrenzung bei Formel-1-Rennen einzuführen, dürfte von der Grand-Prix-Fahrergewerkschaft positiv behandelt werden. Lauda zum ,Kurier': ,In Buenos Aires habe ich erstmals probiert, mich an eine 10-km/h-Begrenzung zu halten.' Weltmeister Jackie Stewart: ,Eine solche Bestimmung begünstigt einige wenige Fahrer wie Lauda und Marko, für mich ist der Traum von der WM damit aus.'"

humor anno 72
"When you're racing, it's life. Anything that happens before or after is just waiting."

Michael Delaney (Steve McQueen), Le Mans

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 0
Interessante Story. Hoffentlich bleibt Lauda RTL noch lange erhalten mit seinem witzigen Humor und sachlichen Analysen.

Beitrag Donnerstag, 14. Februar 2008

Beiträge: 45398
Monzagorilla hat geschrieben:
Gute Arbeit, Michael!

Der Brabham mit dem Lauda in Anderstorp 78 gewann, war kein Turbinenrennwagen, sondern der berühmte "Staubsauger-Brabham" mit einem Ventilator. Konstrukteur Gordon Murray behauptete damals der Ventilator würde für die Kühlung des Motors sorgen, in Wirklichkeit saugte er die Luft unter dem Brabham weg und sorgte so für den "Ground-Effect".

Das einzige was mir in den Beiträgen abgegangen ist, ist die "Dark side of Niki Lauda". Ich sage nur Zandvoort 73 - Zitat "Ich werde nicht fürs Stehenbleiben bezahlt" oder auch dass er sich bei seinen Rettern vom Nürburgring 76 nie oder erst sehr spät bedankt hat (Merzario).

Lauda hatte wohl wirklich die erstaunlichste F1-Karriere aller Zeiten: 1971 bezeichnete die Kronenzeitung (Österreichs größte Tageszeitung) ihm als "Niete der Nation", ein paar Jahre später schrieb die selbe Zeitung: "Niki Nationale" oder "der große Lauda". Sein hassardieren mit Krediten oder natürlich seine 2 Comebacks werden wohl einzigartig bleiben.

Aber was war wirklich seine große Stärke? Meiner Meinung nach ist und war das seine analytische und rhetorische Fähigkeit Vorgänge und Umstände (ob technisch oder nicht) auf dem Punkt zu bringen.

lg Monzagorilla


Joa über den Staubsauger hatten wir mal einen ziemlich langen und interessanten Beitrag von Alfalfa. Ich hab mich da verschrieben - der Brabham fasziniert mich sehr! Aufregendes Auto!

Danke für die Anmerkungen. Ja die beiden Sachen waren mir auch schon bekannt, ich bin mir nicht sicher, ob ich das noch irgendwo mit drunter gebracht habe, es kommt ja noch ein Teil. Aber bei Lauda würde einem noch soooooooo viel einfallen. Und das mir, wo ich ihn doch gar nicht selbst live miterlebt habe. Das ist übrigens auch noch eine wichtige Quellen angabe: Mein Gehirn! Vieles kommt so aus dem Schreibefluss, was ich einfach so über Lauda weiß. Beispielsweise der erste Teil, vor allem der Vergleich mit Michael Schumacher ist fast nur am PC hingehockt und einfach mal drauf losgeschrieben ohne irgendwie groß zu recherchieren. Und dann recherchiert man die dazugehörigen Daten und Zahlen noch dazu.

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 138
Ist dieser Sponsor von Lauda schon bekannt? :lol:

(Vorsicht: Schwarzer Humor!)

http://www.i-t-d.net/tmp/Lauda.jpg

<scnr>

Andial

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 1862
Andial hat geschrieben:
Ist dieser Sponsor von Lauda schon bekannt? :lol:

(Vorsicht: Schwarzer Humor!)

http://www.i-t-d.net/tmp/Lauda.jpg

<scnr>

Andial


man stelle sich vor, für welch aufregung sowas heute sorgen würde...
"When you're racing, it's life. Anything that happens before or after is just waiting."

Michael Delaney (Steve McQueen), Le Mans

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 3402
Niki Lauda gehört für mich, wie Schumi, zu den F1-Legenden. Auch als RTL-Kommentator bei Florian König finde ich, dass der Österreicher eine gute Figur macht.
Meine Website: https://www.klokriecher.de

YouTube: KLOKRIECHER
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Instagram: klokriecher
TikTok: klokriecher
Twitter: klokriecher

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 45398
Den 4. Teil von Niki Lauda wird es NICHT geben! Ich denke mindestens einer hier unter uns, weiß wieso. Desweiteren überlege ich gerade schwer, den Posten des Moderators niederzulegen...

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 759
Wo wurde der Sager "Ich werde nicht fürs Stehenbleiben bezahlt" eigentlich gebracht?
Gegen fanatische und engstirnige Rotkäppchen im yesterday-Forum!

Euer pironi

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 138
Benway hat geschrieben:
Andial hat geschrieben:
Ist dieser Sponsor von Lauda schon bekannt? :lol:

(Vorsicht: Schwarzer Humor!)

http://www.i-t-d.net/tmp/Lauda.jpg

<scnr>

Andial


man stelle sich vor, für welch aufregung sowas heute sorgen würde...


Jepp. Heute könnte sowas Karrieren beenden.

Was mich interessiert ist die Hintergrundgeschichte, wie Lauda auf diesen "Gag" kam.

Andial

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 759
Andial hat geschrieben:
Benway hat geschrieben:
Andial hat geschrieben:
Ist dieser Sponsor von Lauda schon bekannt? :lol:

(Vorsicht: Schwarzer Humor!)

http://www.i-t-d.net/tmp/Lauda.jpg

<scnr>

Andial


man stelle sich vor, für welch aufregung sowas heute sorgen würde...


Jepp. Heute könnte sowas Karrieren beenden.

Was mich interessiert ist die Hintergrundgeschichte, wie Lauda auf diesen "Gag" kam.

Andial


Wieso "Gag"? Das war einfach ein Zeichen seiner politischen Einstellung. :D Ist das Foto wirklich so gemacht worden oder Photoshop bearbeitet?
Gegen fanatische und engstirnige Rotkäppchen im yesterday-Forum!

Euer pironi

Beitrag Freitag, 15. Februar 2008

Beiträge: 138
Nein nein, das ist kein Fake.

Deshalb interessiert mich ja die Entstehungsgeschichte.

Andial

Beitrag Samstag, 16. Februar 2008

Beiträge: 45398
Darf ich kurz stören? :) Dann der 4. und letzte Teil. Quellen sind wieder dieselben, die ich schon im 3. Teil genannt habe. Die Zitate habe ich von einem Post von Tom aus dem Jahr 2001. Statistiken kommen aus meiner Datenbank/Ergänzungen aus der Datenbank von der Konkurrenzseite

Laudas 2. Karriere
Niki Lauda blieb dem Motorsport auch nach seiner Rennfahrerei treu. Bekannt ist Lauda als Experte des Kölner Fernsehsenders RTL. Aber Lauda übernahm auch Aufgaben innerhalb der Formel-1. Von 1993 bis 1995 war der Österreicher Berater bei seinem ehemaligen Team Ferrari. Er veranlasste dabei die Verpflichtung von Michael Schumacher für die Saison 1996. Am 6. Februar 2001 übernahm Lauda zudem den Teamchefposten bei Jaguar Ford von Bobby Rahal. Niki Lauda brachte die Raubkatze aber ebenfalls nicht auf Erfolgskurs. Am 26. November wurde er als Teamchef von Tony Purnell, dem heutigen FIA-Berater, ersetzt.

Lauda ließ es sich jedoch nicht nehmen, während seiner Zeit als Jaguar-Teamchef den Jaguar Ford F1-Renner zu testen. Dabei war der Österreicher erwartet langsam und leistete sich auch Dreher, dies sorgte natürlich für viel Hohn und Spott, darunter von Michael Schumacher, der meinte, dass sogar seine Frau schnellere wäre als der 3-malige F1-Weltmeister. Lauda zu den Problemen: „Ich habe mich nur deshalb gedreht, weil ich in Kurve 2 dort gebremst habe, wo laut Pedro de La Rosa (damals Jaguar Stammfahrer) der Bremspunkt liegt. Ich war mutig genug, um an dieser Stelle derart spät auf die Bremse zu steigen – in den anderen Kurven habe ich es etwas gemächlicher angehen lassen. Meine beiden Fahrer haben mir gedroht, falls ich auf die Strecke gehe und langsam bin, ohne zumindest eine schnelle Runde versucht zu haben, würden sie mit mir nie wieder sprechen. Dass ich es versucht habe, wissen sie jetzt.“ Lauda zum Testzweck: „Mein Ziel war es, so viel als möglich über die elektronischen Systeme des Autos zu lernen, um aus eigener Erfahrung zu wissen, wovon die Fahrer sprechen, wenn sie über bestimmte Probleme berichten.“ Und der Vergleich zu früher: „Heutzutage, mit der Getriebeautomatik, kann man beide Hände am Lenkrad lassen, ganz egal, ob man bremst oder beschleunigt. Das Rauf- und Runterschalten der Gänge passiert ohne jeden Ruck.“, berichtet Lauda. „Die gesamte elektronische Technologie hat die Autos im Vergleich zu meiner aktiven Zeit sehr verändert. Früher lag es vor allem am Fahrer, die volle Kontrolle über das Auto zu haben. Die elektronischen Fahrhilfen haben der Formel-1 eine technologische Vorreiterrolle in der Autoindustrie beschert.“

Lauda bester österreichischer F1-Fahrer
Ein Blick in die ultimative Statistik der F1-Österreicher zeigt: Niki Lauda ist der beste Fahrer aus dem Alpenland, der je in der Formel-1 gefahren ist. Für viele war Jochen Rindt, ein in Deutschland geborener österreichischer Formel-1 Fahrer und erster Österreicher, der Formel-1 Weltmeister wurde, der Bessere Fahrer. Viele GP-Historiker sind anderer Meinung: Rindt war in der Tat ein F1-Star, aber seine unglaubliche Popularität und sein guter Ruf ist auch ein bisschen seinem tödlichen Unfall zu verdanken. Es ist kein Geheimnis, dass Fahrer, die tödlich verunglückt sind, als viel legendärer gelten als andere Fahrer, mögen sie noch so stark sein. Klar: Die nackten Zahlen sprechen eh für Niki Lauda, ein wahrer Vergleich mit Rindt blieb der Fachwelt verwehrt: Rindt starb beim Italien GP 1970, ein Jahr später debütierte Lauda in der Formel-1. Die ultimative F1-Statistik der F1-Österreicher:

WM-Titel
1. Niki Lauda (3)
2. Jochen Rindt (1)

Schnellste Rennrunden
1. Niki Lauda (24)
2. Gerhard Berger (21)
3. Jochen Rindt (3)
4. Alexander Wurz (1)

Podestplätze
1. Niki Lauda (54)
2. Gerhard Berger (48)
3. Jochen Rindt (13)
4. Alexander Wurz (3)

Durchschnittlicher Rückstand auf Pole
1. Alexander Wurz (2,018%)
2. Gerhard Berger (2,162%)
3. Niki Lauda (2,351%)
4. Christian Klien (2,484%)
5. Jochen Rindt (2,810%)
6. Helmut Marko (3,002%)
7. Helmut Koinigg (3,884%)
8. Hans Binder (4,292%)
9. Harald Ertl (4,628%)
10. Karl Wendlinger (4,696%)


Knapp außerhalb der Punkteränge
1. Alexander Wurz (8)
2. Christian Klien (5)
3. Gerhard Berger (4)
4. Harald Ertl (1)
4. Niki Lauda (1)

Ausfallquote
1. Helmut Marko (22,222%)
2. Christian Klien (27,660%)
3. Alexander Wurz (30,435%)
4. Harald Ertl (38,889%)
5. Gerhard Berger (40,952%)
6. Niki Lauda (47,059%)
7. Jo Gartner (50,000%)
8. Hans Binder (53,846%)
9. Patrick Friesacher (54,545%)
10. Karl Wendlinger (56,098%)

Siege
1. Niki Lauda (25)
2. Gerhard Berger (10)
3. Jochen Rindt (6)

Tripples
1. Niki Lauda (3)
2. Gerhard Berger (2)
3. Jochen Rindt (1)

Starts aus 1. Reihe
1. Gerhard Berger (32)
2. Niki Lauda (31)
3. Jochen Rindt (15)

Durchschnittliche Startposition
1. Gerhard Berger (6,329)
2. Jochen Rindt (6,433)
3. Niki Lauda (8,349)
4. Alexander Wurz (12,159)
5. Christian Klien (12,521)
6. Karl Wendlinger (14,463)
7. Helmut Marko (16,889)
8. Patrick Friesacher (17,727)
9. Hans Binder (20,462)
10. Helmut Koinigg (22,500)

Disqualifikationen
1. Niki Lauda (3)

Siegquote
1. Niki Lauda (14,706%)
2. Jochen Rindt (10,000%)
3. Gerhard Berger (4,762%)

Pole Position Quote
1. Jochen Rindt (16,129%)
2. Niki Lauda (13,559%)
3. Gerhard Berger (5,714%)

Pole Positions
1. Niki Lauda (24)
2. Gerhard Berger (12)
3. Jochen Rindt (10)

WM-Rennen
1. Gerhard Berger (210)
2. Niki Lauda (170)
3. Alexander Wurz (69)
4. Jochen Rindt (60)
5. Christian Klien (47)
6. Karl Wendlinger (41)
7. Harald Ertl (18)
8. Hans Binder (13)
9. Patrick Friesacher (11)
10. Helmut Marko (9)

Nichtqualifikationen
1. Harald Ertl (8)
2. Hans Binder (2)
2. Otto Stuppacher (2)
4. Helmut Koinigg (1)
4. Niki Lauda (1)
4. Helmut Marko (1)
4. Roland Ratzenberger (1)
4. Jochen Rindt (1)

WM-Punkte
1. Niki Lauda (420,5)
2. Gerhard Berger (385)
3. Jochen Rindt (109)
4. Alexander Wurz (45)
5. Christian Klien (15)
5. Karl Wendlinger (15)
7. Patrick Friesacher (3)

Führungskilometer
1. Niki Lauda (7056)
2. Gerhard Berger (3681)
3. Jochen Rindt (1898)

Daraus resultierend, die statistisch 10 besten Österreicher in der F1:
1. Niki Lauda
2. Gerhard Berger
3. Jochen Rindt
4. Alexander Wurz
5. Christian Klien
6. Helmut Marko
7. Harald Ertl
8. Karl Wendlinger
9. Patrick Friesacher
10. Hans Binder

Lauda privat
Niki Lauda ist mit Marlene Lauda verheiratet und hat mit ihr 2 Söhne. Aus einer anderen Beziehung hat Lauda noch einen unehelichen Sohn namens Christoph. Laudas Sohn Mathias Lauda fährt selbst Rennen und wird dabei von Bruder Lukas gemanagt. Mathias Lauda stieg 2002 in der Formel-Nissan bei Epsilon by Graff ein, wurde Gesamt-12. 2003 stieg er in die Formel-World Series Light ein. Für Vergani Racing erreichte er einen 8. Platz in der Gesamtwertung. Es folgten erfolglose Jahre in der Formel-3000 und der Nachfolgerserie GP2. Nach einigen Rennen für das österreichische A1 GP Team, war er 2006 und 2007 in der DTM unterwegs.

Beitrag Samstag, 16. Februar 2008

Beiträge: 45398
Ausführlicheres zur Lauda-Weltmeistersaison 1977 gibts hier:

https://www.motorsport-magazin.com/forum/viewtopic.php?t=15552

Beitrag Sonntag, 17. Februar 2008

Beiträge: 45398
So auch zur 3. Lauda-WM gibt es Ausführlicheres:

https://www.motorsport-magazin.com/forum/viewtopic.php?t=15556

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