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Wieso die Hersteller nicht mehr in die Formel-1 kommen

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Wenn es zu teuer ist sollten die Hersteller vielleicht zunächst mal aufhören immer ihre Weltraumtechnologie einzufordern und mit Ausstieg zu drohen wenn sie das nicht bekommen... Zuerst die Kosten in die Höhe treiben und danach wegen dieser das selbst erschaffene Reglement als uninteressant abzulehnen ist reichlich unehrlich und lächerlich...


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Klar, aber solange da die Hersteller nicht an einen Strang ziehen und sich vier (oder 2014 auch nur drei) dazu entschließen, es trotzdem weiter zu machen, wird sich daran nichts ändern.


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Hat zwar nicht direkt mit Motorsport zutun, aber indirekt schon:

Der Bundesrat, also im Prinzip die Regierungen der Bundesländer, sind sich offenbar einig dass in Deutschland ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden dürfen. Diese Meldung ging heute wie ein Lauffeuer durch die Medien.

Deutschland wäre damit meines Wissens das zweite Land weltweit, in dem ein derartiger gravierender Einschnitt beschlossen wird. In Norwegen gilt eine solche Regel schon ab 2025.

Wenn Deutschland das wirklich durchzieht, werden sicher auch bald andere Länder nachziehen. Vor allem in Europa, aber evtl. ja auch die USA.

Da bleibt natürlich auch die Frage, wie lange wir in der F1 bzw. im Motorsport allgemein noch Verbrennungsmotoren haben. Da es ja bereits die Formel E gibt und dort immer mehr Hersteller einsteigen, könnten die F1-Eigentümer schon bald große Probleme bekommen. Die F1 könnte in 10-15 Jahren quasi überflüssig werden.
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Dann zieht die Formel 1 nach und bringt die Brennstoffzelle.
Audi will ja wohl den nächsten LMP1 (R22?) damit ausrüsten.
Der Toyota Mirai schafft schon 500Km und ist damit intressanter als ein Elektro Hybrid.


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formelchen hat geschrieben:
Hat zwar nicht direkt mit Motorsport zutun, aber indirekt schon:

Der Bundesrat, also im Prinzip die Regierungen der Bundesländer, sind sich offenbar einig dass in Deutschland ab 2030 keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr zugelassen werden dürfen. Diese Meldung ging heute wie ein Lauffeuer durch die Medien.

Deutschland wäre damit meines Wissens das zweite Land weltweit, in dem ein derartiger gravierender Einschnitt beschlossen wird. In Norwegen gilt eine solche Regel schon ab 2025.

Wenn Deutschland das wirklich durchzieht, werden sicher auch bald andere Länder nachziehen. Vor allem in Europa, aber evtl. ja auch die USA.

Da bleibt natürlich auch die Frage, wie lange wir in der F1 bzw. im Motorsport allgemein noch Verbrennungsmotoren haben. Da es ja bereits die Formel E gibt und dort immer mehr Hersteller einsteigen, könnten die F1-Eigentümer schon bald große Probleme bekommen. Die F1 könnte in 10-15 Jahren quasi überflüssig werden.
Vielleicht wäre es für Ferrari besser, wenn die ebenfalls in die Formel E einsteigen. Dort hat sich Mercedes ja schon das Startrecht für 2018 gesichert. Denn, wenn in der F1 die V6-Motoren durch Elektromotoren ersetzt werden, wäre der Wissensvorsprung sehr hilfreich. Allerdings will Ferrari noch nicht auf Hybrid umsteigen:

Zitat: "Wir sind überzeugt, dass es richtig ist, ein Hybridauto zu haben, weil der Sound ein sehr wichtiger Charakter eines Ferraris ist", betont er. "Auch unsere Kunden wollen das so."


Quelle: http://www.motorsport-total.com/formels ... 00502.html
http://de.youtube.com/user/KLOKRIECHER

http://www.klokriecher.de

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Ferrari hat bekanntlich schon einen Hybrid-Supersportler im Angebot. Genauso wie McLaren und Porsche.

Dass Ferrari momentan noch kein reines Elektroauto auf den Markt bringt ist logisch. Niemand der direkten Konkurrenten hat das bisher getan.

Außerdem ist Ferrari, ähnlich wie Porsche, nur eine Marke eines großen Konzerns. Die wichtigen Erfahrungen mit den Elektroantrieben wird man über die Konzernmutter Fiat sammeln. So wie es der VW-Konzern es auch mit seiner Volumenmarke VW macht.

Die "gewöhnlichen" Autos des Massenmarktes werden über die Argumente Preis, Nutzen, Betriebskosten usw. verkauft. Solche Autos bietet Ferrari bekanntlich nicht an.

Teure Sportwagen werden über Emotion verkauft. Sound, Leistung, Design.....


Der Automobilbranche stehen in den nächsten 10-15 Jahren die zwei größten Umbrüche ihrer gesamten Geschichte bevor. Einerseits das Thema Antrieb, weg von Verbrennern hin zu Elektromotoren. Andererseits ist da auch die Entwicklung zum autonomen Fahren. 2030 wird vieles anders sein....
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Bellerophon hat geschrieben:
Dann zieht die Formel 1 nach und bringt die Brennstoffzelle.
Audi will ja wohl den nächsten LMP1 (R22?) damit ausrüsten.
Der Toyota Mirai schafft schon 500Km und ist damit intressanter als ein Elektro Hybrid.


Könnte sein. Nur auf E-Motoren wird man nicht gehen - sonst würde man quasi von der Formel E abgelöst werden...


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Wundert mich eigentlich dass das hier noch keiner thematisiert hat - der AUDI-WEC-Ausstieg verbunden mit dem klaren Bekenntnis zur Formel E und auch die Tendenzen der anderen Automobilhersteller bedeuten mehr oder weniger ein klares NEIN! zur (derzeitigen) F1! Oder auch noch drastischer ausgedrückt - ich sehe damit eigentlich keine Chance mehr auf einen realistischen Neueinsteiger!
Versteht mich nicht falsch, ich habe nach wie vor große Vorbehalte gegenüber der Formel E! Die Serie ist mit ihrem Austragungsmodus, den doch eher provisorisch-langweilig-unspektakulär anmutenden Stadtkursen, der 3. Liga an Fahrern, der Tatsache nach wie vor jeglicher Konkurrenz und Vergleichbarkeit aus dem Weg gehen zu wollen und der fehlenden Fan-Begeisterung m.M.n. weit entfernt davon der derzeitigen Formel 1 nu annähernd Konkurrenz machen zu können - allerdings bringt das Werksinteresse die F1 gewaltig in Zugzwang!
Interessant wird sein wie sich die F1 dieser Herausforderung stellen wird. Arrogant ignorieren wird sicher noch ne Weile gut gehen aber auch eines Tages zum bösen Erwachen führen. Den (Marketing-)Interessen der Automobilhersteller nachgeben und die FE zu kopieren oder gar einzuverleiben würde momentan wohl die gesamte Fanbasis vernichten... Keine leichte Entscheidung!
Interessant wird auch inwieweit die Automobilhersteller mit ihrer Ansicht die ungeliebte E-Technik in den Motorsport einzwingen zu wollen den Motorsport ansich verändern/gefährden könnten und wie sie langfristig damit umgehen dass die wahren Motorsportfans damit nunmal absolut nix anfangen können...


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Wenn man sich ansieht wie viele Hersteller in die Formel E einsteigen oder schon eingestiegen sind, dann finde ich das echt krass.

Das sollte der F1 wirklich zu denken geben. Aber was soll die F1 tun? Man hat den E-Faktor ja schon seit 2009 in der F1. Man kann denen also nicht vorwerfen, dass man die neuen Technologien zu sehr vernachlässigt hat. Vielleicht muss man den E-Faktor noch weiter ausbauen, was aber vielen Fans unter Umständen missfallen dürfte.

Natürlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man in der F1 die Aerodynamik radikal beschneiden sollte. Evtl. sogar Windkanäle ganz verbieten. Dafür mehr Freiheiten für Elektronik und Motoren. Das würde die F1 wieder interessanter für die Hersteller machen.

Die Aerodynamik in der F1 hat für die Hersteller keinen Mehrwert. Während man bei Serienautos den Luftwiderstand so gering wie möglich halten will, sind die Anforderungen in der F1 teilweise andere.
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Diesen Aspekt hattest Du in gewisser Weise in der WEC - und der hat Audi zu Gunsten der FE gerade grandios die rote Karte gezeigt...

Für mich wird wirklich interessant sein wie es die F1 langfristig schaffen soll die Interessen der Automobilindustrie mit denen der Fans und auch Fahrer zusammenzubringen... Momentan gehen die in zwei völlig unterschiedliche Richtungen! Vielleicht geht es wirklich nur wenn man den Motorsport in Zukunft wirklich als Sport sieht und nicht jeglichen technologischen Fortschritt mit Krampf hineinzwängen will...


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formelchen hat geschrieben:
Das sollte der F1 wirklich zu denken geben. Aber was soll die F1 tun?


Mit den Kosten runter - und zwar dramatisch. Natürlich haben wir in der Formel E den für viele derzeit so wichtigen E-Aspekt. Aber mal ganz ehrlich: Mach die Formel 1 so billig wie die Formel E und die Hersteller rennen der Formel 1 die Türen ein!


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Mav05 hat geschrieben:
Wundert mich eigentlich dass das hier noch keiner thematisiert hat - der AUDI-WEC-Ausstieg verbunden mit dem klaren Bekenntnis zur Formel E und auch die Tendenzen der anderen Automobilhersteller bedeuten mehr oder weniger ein klares NEIN! zur (derzeitigen) F1! Oder auch noch drastischer ausgedrückt - ich sehe damit eigentlich keine Chance mehr auf einen realistischen Neueinsteiger!
Versteht mich nicht falsch, ich habe nach wie vor große Vorbehalte gegenüber der Formel E! Die Serie ist mit ihrem Austragungsmodus, den doch eher provisorisch-langweilig-unspektakulär anmutenden Stadtkursen, der 3. Liga an Fahrern, der Tatsache nach wie vor jeglicher Konkurrenz und Vergleichbarkeit aus dem Weg gehen zu wollen und der fehlenden Fan-Begeisterung m.M.n. weit entfernt davon der derzeitigen Formel 1 nu annähernd Konkurrenz machen zu können - allerdings bringt das Werksinteresse die F1 gewaltig in Zugzwang!
Interessant wird sein wie sich die F1 dieser Herausforderung stellen wird. Arrogant ignorieren wird sicher noch ne Weile gut gehen aber auch eines Tages zum bösen Erwachen führen. Den (Marketing-)Interessen der Automobilhersteller nachgeben und die FE zu kopieren oder gar einzuverleiben würde momentan wohl die gesamte Fanbasis vernichten... Keine leichte Entscheidung!
Interessant wird auch inwieweit die Automobilhersteller mit ihrer Ansicht die ungeliebte E-Technik in den Motorsport einzwingen zu wollen den Motorsport ansich verändern/gefährden könnten und wie sie langfristig damit umgehen dass die wahren Motorsportfans damit nunmal absolut nix anfangen können...


Ich denke die Formel 1 steht mittelfristig vor inem großen Problem. Es kommen einfach keine Hersteller, weil es zu teuer ist. Man muss dringend an dieser Stellschraube drehen. Was derzeit mit der WEC passiert, kann jeder Zeit auch in der Formel 1 passieren. Stellt euch mal vor, Mercedes zieht den Stecker - was passiert dann?

Die WEC wird sich jetzt noch schneller Gedanken machen, wie Brennstoffzellen-Technik, Wasserstoffantrieb etc eingebaut werden könnten ins Reglement - denn das halte ich persönlich für zukunftsträchtiger als reine E-Motoren wie in der Formel E.


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Mav05 hat geschrieben:
Diesen Aspekt hattest Du in gewisser Weise in der WEC - und der hat Audi zu Gunsten der FE gerade grandios die rote Karte gezeigt...

Für mich wird wirklich interessant sein wie es die F1 langfristig schaffen soll die Interessen der Automobilindustrie mit denen der Fans und auch Fahrer zusammenzubringen... Momentan gehen die in zwei völlig unterschiedliche Richtungen! Vielleicht geht es wirklich nur wenn man den Motorsport in Zukunft wirklich als Sport sieht und nicht jeglichen technologischen Fortschritt mit Krampf hineinzwängen will...


In der Tat ist der Spagat sehr schwer.

Aber ich denke die meisten Fans erwarten nicht nur einen geilen Sound und hohen Speed, sondern auch Hightech. Und da wird man um das Thema E-Mobilität kaum herumkommen.

Ob wir das nun gut oder schlecht finden, die Verbrennungsmotoren werden wohl in den nächsten 15-20 Jahren verschwinden. Das ist die Richtung, in die sich die Dinge entwickeln.


Dass Audi die WEC verlassen hat liegt meiner Meinung nach nicht an der Technologie. Da spielen andere Gründe eine Rolle. In erster Linie die hohen Kosten vor dem Hintergrund des Abgasskandals und der Krise, in der der Konzern steckt. Hinzu natürlich die Tatsache, dass man mit Porsche sowieso noch eine Marke im Rennen hat. Ich habe sowieso nie verstanden, warum man mit zwei Marken antritt....
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Dass Audi durchaus plausible Gründe hat sich aus der WEC zu verabschieden steht ausser Frage - neben dem Abgasskandal, Porsche und den Kosten natürlich auch die Tatsache dass man nach fast 20 Jahren durchaus mal was anderes probieren darf... Auch ist es ja so dass die WEC trotz aller Fans eigentlich doch nur ein weiterer künstlicher Versuch ist/war um nach dem Niedergang der Gruppe C-Sportwagen-WM vor 25 Jahren irgendeine Form von Sportprototypen in LeMans und weltweit fahren zu lassen - weil ja nun mal der Reiz von LeMans mit herkömmlichen GT-Sportwagen irgendwie nicht der selbe wäre...

Was ich vielmehr krass finde ist die (gewollt oder ungewollt) doch recht aggressive Rhetorik mit der man sich bei Audi zur Formel E als Technologie der Zukunft bekennt - und damit (ungesagt) jedem Mitbewerber der sich in F1 oder WEC engagiert oder dieses vorhätte gleich mal den Stempel aufdrückt Geld und Energie für veraltetete Technologien zu verschwenden... Und ja, diesen Spiegel wird sich jeder andere Hersteller in irgendeiner Form in Zukunft vorhalten lassen müssen...

Und ob die Fans in irgendeiner Form Interesse am Hightech E-Antrieb aufbringen können wage ich zu bezweifeln... Das weckt keine Emotionen, nicht beim Fahrer und nicht beim Fan... Insofern sehe ich dunkle Wolken aufziehen!


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MichaelZ hat geschrieben:
Ich denke die Formel 1 steht mittelfristig vor inem großen Problem. Es kommen einfach keine Hersteller, weil es zu teuer ist.

In den letzten 2 Jahren ist ein Hersteller als Motorenlieferant gekommen und ein Hersteller ist werksseitig eingestiegen. Zuletzt ist ein Hersteller Ende 2009 ausgestiegen. Man kann also durchaus von einer gewissen Stabilität sprechen.

Die Unkenrufe vom Untergang der F1 gibt es jetzt seit genau wieviel Jahren? In aller Regelmäßigkeit wird davon gesprochen, dass das Ende der F1 bevor steht, dann vergehen wieder 10 Jahre und dann wird das Thema wieder rausgekramt :D

Keine Frage, es muss an einigen Stellschrauben gedreht werden, um sowohl die F1 für Hersteller, als auch Fans interessanter zu machen, und zugleich den Sport für die Fahrer fordernder. Aber davon reden wir halt schon seit mindestens 20 Jahren und nicht erst seit gestern.


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@Historiker

Du hast ja Recht was die Vergangenheit angeht. Aber die Zeiten ändern sich und dass den Verbrennern mittelfristig im Straßenverkehr der Stecker gezogen wird, ist ziemlich wahrscheinlich.

In Norwegen dürfen ab 2025 keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Und in Deutschland wird sowas auch schon diskutiert. Der Bundesrat hat dies für Deutschland ab 2030 gefordert. Wenn die Grünen an die Macht kommen, dann wird das realistisch. Ansonsten auch mit anderen an der Regierung, aber wohl etwas später als 2030.

Und da frage ich mich schon, wie sich das auf den Motorsport auswirkt, insbesondere der Königsklasse. Sicher wird es auch in 30 Jahren noch historische Serien mit Verbrennern geben. Aber was passiert mit der F1 und anderen "aktuellen" Serien??
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Beiträge: 43085
Historiker hat geschrieben:
In den letzten 2 Jahren ist ein Hersteller als Motorenlieferant gekommen und ein Hersteller ist werksseitig eingestiegen. Zuletzt ist ein Hersteller Ende 2009 ausgestiegen. Man kann also durchaus von einer gewissen Stabilität sprechen.

Die Unkenrufe vom Untergang der F1 gibt es jetzt seit genau wieviel Jahren? In aller Regelmäßigkeit wird davon gesprochen, dass das Ende der F1 bevor steht, dann vergehen wieder 10 Jahre und dann wird das Thema wieder rausgekramt :D

Keine Frage, es muss an einigen Stellschrauben gedreht werden, um sowohl die F1 für Hersteller, als auch Fans interessanter zu machen, und zugleich den Sport für die Fahrer fordernder. Aber davon reden wir halt schon seit mindestens 20 Jahren und nicht erst seit gestern.


Stabilität kann man es nennen. Dass sich aber seit Jahren kaum mehr ein neuer Hersteller für die Formel 1 interessiert, ist doch erstaunlich. Seit zehn Jahren gab es mit Honda nur einen Neueinsteiger - sowas gab's nie zuvor. 4 Hersteller, auch das gibt gab es nur ganz selten in der Historie. Selbst in den 70er Jahren gab es meistens mehr Hersteller: Neben Ferrari und Cosworth mischten da ja durchaus auch andere wie BRM, Tecno, Matra etc mit.

Ich denke der Formel 1 kann das gleiche Schicksal blühen wie der LMP1-Klasse. Gerade jetzt, wo sich alle Hersteller scheinbar für die Formel E interessieren...


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Denkt Lamorghini über ein Comeback nach? Zuletzt war man 1993 in der F1. Allerdings ist Lamborghini auch im Besitz von Audi. Eine Rückkehr könnte daher unrealistisch sein...

Zitat:
Kehrt Lamborghini in die Formel 1 zurück?

In den vergangenen Jahren tauchten immer wieder Gerüchte auf, ob Lamborghini in die Königsklasse zurückkehrt. Wir erinnern uns, dass die italienische Marke schon zwischen 1989 und 1993 in der Formel 1 als Motorlieferant dabei war. Die Erfolge waren allerdings überschaubar. 1989 wurde der V12 Saugmotor von Larrousse eingesetzt, ein Jahr später kam auch Lotus hinzu. 1991 war spektakulär, denn Lamborghini entwickelte auch ein eigenes Chassis, das unter dem Namen Modena eingesetzt wurde. Das Auto qualifizierte sich allerdings nur für sechs Grands Prix und war ein Reinfall.

1992 wurde neben Larrousse auch Minardi ausgerüstet, 1993 war Larrousse das einzige Partnerteam. Über die Jahre wurde der V12 weiterentwickelt und zählte zu den stärksten Motoren. Das Gewicht und der Benzinverbrauch waren aber problematisch. Für 1994 bahnte sich ein spektakuläres Projekt mit McLaren an. Es wurden auch Testfahrten mit einem umgebauten MP4/8 durchgeführt. Ron Dennis entschied sich aber für Peugeot und Lamborghini zog sich aus der Formel 1 zurück. Damals gehörte Lamborghini zu Chrysler.

Seit diesem Jahr leitet der ehemalige Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali Lamborghini. Im italienischen Fernsehen sagt er: "Motorsport ist Teil der DNA von Lamborghini. Sicherlich ist die Formel 1 ein Traum, der bestehen bleiben muss, aber wir müssen unsere Füße auf dem Boden halten. Wir haben andere Prioritäten, das ist klar." Dabei meint Domenicali vor allem den Wachstum im Automobilsektor. Für 2018 ist ein SUV mit dem Namen Urus geplant. Da Lamborghini seit 1998 im Besitz von Audi ist und somit Teil des Volkswagen-Konzerns ist, ist ein Formel-1-Einstieg derzeit unrealistisch.


Quelle: http://www.motorsport-total.com/f1/news ... 10104.html
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Ich würd das für die ferne Zukunft nicht ausschließen, aber das wird noch dauern. Vor 2020 kommt kein neuer Hersteller, leider.


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27 Sep 2016 19:59
formelchen hat geschrieben:

Eine solche Neuausrichtung hat aber auch VW angekündigt.



Daniel B. hat geschrieben:
Volkswagen hat im Augenblick andere Probleme wie Motorsport. Ich würde mich nicht wundern wenn VW, mit Ausnahme von Porsche, den Stecker am Ende des Jahres ziehen würde in Sachen Motorsport, Langstrecke, Tourenwagen und evt. auch Rallye.
Die Formel E sehe ich auch eher skeptisch. Sie zeigt überdeutlich woran es bei Elektroautos happert: Reichweite und Ladezeiten!



So sieht die Neuausrichtung von VW aus
Audi raus aus der WEC
VW raus aus der WRC
wie von mir vorher gesagt.
VW (Audi) rein in die Formel E durch "Übernahme" von ABT. Epic Fail
Und ob die jetzt noch in der DTM bleiben? Vielleicht, aber bei den finanziellen Probleme bei der VW AG ist ein F1 Einstig auf absehbarer Zeit wohl kein Thema.
Diskutiere niemals mit Idioten!
Erst ziehen sich dich auf ihr Niveau
und schlagen dich dann mit ihrer Erfahrung.

(c) by Mark Twain


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Mav05 hat geschrieben:
Versteht mich nicht falsch, ich habe nach wie vor große Vorbehalte gegenüber der Formel E! Die Serie ist mit ihrem Austragungsmodus, den doch eher provisorisch-langweilig-unspektakulär anmutenden Stadtkursen, der 3. Liga an Fahrern, der Tatsache nach wie vor jeglicher Konkurrenz und Vergleichbarkeit aus dem Weg gehen zu wollen


Es ist ja der Sinn der Serie in Mitten der Städten zu fahren - einfach weil da auch das Publikum für E-Autos ist. Versuch mal auf solchen Strecken eine Genehmigung für die Formel 1 zu kriegen. Geht nicht. Und man macht ja auch kein Hehl daraus, dass die Autos auf richtigen Rennstrecken zu langsam sind. Aber mit 225 km/h durch die Innenstädte zu rasen ist jetzt auch nicht so ohne.

Aber am Wochenende kriegst du deinen Vergleich: Die Formel E fährt auf derselben Strecke wie die WTCC - mit dem identischen Layout.


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Es gibt ja inzwischen auch jede Menge schoene Stadtkurse mit dem entsprechenden Flair - aber das zaehlt fuer die Formel E ja offensichtlich nicht...


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Wieso nicht? Die Formel E will halt in Cities wie New York, Hongkong und Paris und nicht Baku, Valencia oder so. Da gobt es solche Kurse nicht. Und in Marrakesch wird doch jetzt eine Version mit Vergleichsmöglichkeiten befahren.


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Wie recht der kluge Mann doch hat...

http://www.focus.de/auto/elektroauto/in ... 12817.html


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Das Thema ist sehr komplex und ich glaube niemand kann derzeit zu 100% verlässlich sagen, was der richtige Weg ist.

VW hat natürlich dem Diesel und der gesamten Automobilbranche einen enormen Schaden zugefügt. Ich als Diesel-Fahrer rege mich darüber immer noch maßlos auf. Hoffentlich landen Winternkorn und seine schuldigen Männer dafür im Knast.

Die Politik trägt dafür natürlich eine hohe Mitverantwortung, aber darüber wird ja kaum gesprochen. Man hat den Diesel jahrelang gefördert und jetzt sollen Dieselfahrer bestraft werden. S.cheiss Grüne, ich hoffe die kacken bei der Wahl so richtig ab.

Die Hersteller hingegen waren leider auch zu feige den Politikern klar zu sagen was geht und was nicht. Wäre man da offener miteinander umgegangen, hätte man auch den VW-Skandal im Vorwege vermeiden können. Letztlich hat VW ja nur betrogen, weil man mit der Entwicklung hinterher hing und die Vorgaben der Politik nicht rechtzeitig erfüllen konnte.

Ich weiß auch nicht, was ich von alledem halten soll.

Mit Trump wird sich aber wohl einiges ändern. Er ist klar pro Verbrenner. Mal schauen wo die Reise hingeht....
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