Das erste Rennen der Champ Car Saison 2007 wird mit Will Power in der Pole Position starten. Der Fahrer des Team Australia dominierte das zweite Qualifying in Las Vegas und war beinahe neun Zehntel schneller als Robert Doornbos, der den zweiten Platz einfuhr. Für Doornbos bedeutet das aber nur Startplatz zwei, auch wenn er insgesamt die zweitbeste Qualifying-Zeit gefahren hat. Denn Paul Tracy garantierte seine Bestzeit im Zeittraining am Freitag einen Start in der ersten Reihe.
"Wir haben daran gearbeitet, bis zum Qualifying heute haben wir am Setup gearbeitet. Am Ende haben wir es dann hinbekommen, einen guten Run im Verkehr. Ja, wir hatten eine Mega-Runde", freute sich Power über seine zweite Champ Car Pole Position. Für ihn wurde die Basis für die gute Runde aber bereits über den Winter gelegt, in dem seiner Auskunft nach Craig und Derrick Walker ständig am Auto gearbeitet haben. "Sie wollen wirklich die Meisterschaft gewinnen. Ich will ihnen helfen, das zu tun."

Paul Tracy, der am Samstag nur die neuntbeste Zeit fuhr, machte sich für das Rennen weniger um die Leistung seines Autos sorgen, sondern mehr um die mögliche Übermotivation der Konkurrenz: "Ich denke, es wird für alle wichtig sein, durch die erste Kurve zu kommen und dann können wir ein Rennen fahren." Für den Routinier hat mit dem Start der Saison auch eine neue Ära begonnen, denn es seien viele neue schnelle Fahrer dabei, meinte er weiter.
Der bislang schnellste davon ist Robert Doornbos. Der Minardi-Pilot war nach seiner zweitschnellsten Zeit, die ihm den dritten Startplatz brachte, mit seinen bisherigen Premierenauftritt zufrieden. "Ja, es ist wirklich gut gelaufen. Am Ende haben wir wirklich Druck gemacht", sagte der Niederländer. Dabei musste er sich aber an die für ihn neuen weichen Reifen gewöhnen. "Ich konnte sie im Winter nicht testen, weil sie nicht da waren. Also war die erste Ausfahrt nicht großartig." Beim zweiten Versuch ging es dann nach einigen Umstellungen am Auto aber doch besser.

Dass Power überhaupt auf der Pole Position stehen kann, hat er Sebastien Bourdais zu verdanken. Denn zehn Minuten vor Ende blieb Powers Auto auf der Strecke stehen, was ihm seine beste Zeit gekostet hätte, wäre nicht kurz zuvor bereits die rote Flagge herausgekommen, weil Bourdais einen Unfall gehabt hatte. Powers Glück war das Unglück des Titelverteidigers, denn statt von Position sechs, wo ihn die bis zu seinem Ausritt gefahrene Zeit hingebracht hätte, wird er nun von Platz 17 starten. Für Bourdais war das doppelt ärgerlich, weil er in der zehn minütigen Session vor dem Qualifying die schnellste Runde gefahren war, und für das Zeittraining gut aufgestellt schien.
Am entgegen gesetzten Ende des Feldes zeigte dafür noch ein weiterer Rookie eine starke Leistung. Simon Pagenaud kam hinter Alex Tagliani auf Startplatz fünf. Mit Pagenaud in der dritten Reihe geht Bruno Junqueira ins Rennen, der Dale Coyne Racing das beste Qualifying-Ergebnis seit mehr als zwei Jahren zum Saisonauftakt schenkte. Die letzten vier Plätze der Top Ten gingen an Mario Dominguez, Justin Wilson sowie die beiden Neulinge Neel Jani und Graham Rahal.
Die Startaufstellung für das Champ Car Rennen in Las Vegas
1. Will Power Team Australia 1:17.629
2. Paul Tracy Forsythe Championship 1:19.625 + 1.996
3. Robert Doornbos Minardi Team USA 1:18.515 + 0.886
4. Alex Tagliani RSPORTS 1:18.850 + 1.221
5. Simon Pagenaud Team Australia 1:18.961 + 1.332
6. Bruno Junqueira Dale Coyne 1:19.102 + 1.473
7. Mario Dominguez Forsythe Championship 1:19.156 + 1.527
8. Justin Wilson RSPORTS 1:19.269 + 1.640
9. Neel Jani PKV 1:19.360 + 1.731
10. Graham Rahal Newman Haas Lanigan 1:19.710 + 2.081
11. Tristan Gommendy PKV 1:19.784 + 2.155
12. Dan Clarke Minardi Team USA 1:19.814 + 2.185
13. Katherine Legge Dale Coyne 1:20.104 + 2.475
14. Matt Halliday Conquest 1:20.122 + 2.493
15. Ryan Dalziel Pacific Coast 1:20.128 + 2.499
16. Sebastien Bourdais Newman Haas Lanigan 1:20.197 + 2.568
17. Alex Figge Pacific Coast 1:20.313 + 2.684

diese Champ Cars Nachricht