(1.) Loic Duval, Fahrer A1 Team Frankreich
Gestern Nachmittag habe ich den ersten Eindruck von der Strecke bekommen. Mit meiner Leistung im Rookie-Training bin ich sehr zufrieden. Als ich versucht habe das Limit zu erkunden habe ich einmal die Mauer gestreift, das war aber nichts Ernstes. Probleme an der Kraftübertragung haben mehr Runden verhindert, aber auch das stellte sich nicht als gravierendes Problem dar. Am Nachmittag lief es prima, wir waren wieder die Schnellsten obwohl ich eine kleine Kollision mit Australien hatte. Ich dachte er hätte mich im Spiegel gesehen. Da es nur ein kleiner Kontakt war, hielt sich der Schaden in Grenzen. Ich habe heute zwar nur 15 Runden fahren können, trotzdem hat es viel Spaß gemacht, hier zu fahren. Es ist faszinierend die ganzen Fahnen an den Fensterbänken zu sehen.
(3.) Nico Hülkenberg, Fahrer A1 Team Deutschland
Nach der ersten Kontrollrunde haben die Motorentechniker alles überprüft. Danach bin ich drei Runden gefahren und musste die Boxen ansteuern, um noch einmal alles kontrollieren zu lassen. Gerade als wir mit der Abstimmungsarbeit am Auto anfangen wollten, wurde die Session abgebrochen, da sich der Bodenbelag hinter einer Schikane auflöste. Loic Duval und Richard Lyons, die für die Teams aus Frankreich und Irland fahren und im Ergebnis vor mir liegen, haben beide schon das Rookie-Training bestritten und kennen die Strecke daher besser. Insofern ist unsere Rundenzeit absolut in Ordnung. Ich mag Stadtrennstrecken generell. Durban ist ein sensationeller Kurs, auf dem ich mich richtig wohl fühle. Es ist eine echte Fahrerstrecke mit einigen sehr welligen Passagen. In der vorletzten Kurve erreichen wir im fünften Gang 230 km/h – da ist Mut gefragt.
(4.) Tomas Enge, Fahrer A1 Team Tschechien
Über die wahre Konkurrenzfähigkeit kann man nur spekulieren, da das Training verkürzt wurde. Wir haben zu Beginn in der Box gewartet, da wir nicht fahren wollten als die Strecke noch grün war. Ich habe nur ein paar Runden absolviert und ich weiß, dass ich schneller fahren kann wenn ich mich wieder an die Strecke gewöhnt habe. Es gibt keinen Grund von Anfang an am Limit zu fahren und einen Unfall zu riskieren. Mein Gefühl sagt mir, dass das Auto gut ist und morgen werden wir sehen, wie konkurrenzfähig wir sind. Es gibt noch einige Dinge, die wir ausprobieren wollen, wozu heute nicht genügend Zeit vorhanden war.
(5.) Jeroen Bleekemolen, Fahrer A1 Team Niederlande
Es ist ganz gut gelaufen, wir können vorne mithalten. Damit habe ich gerechnet, aber man muss erst abwarten ob es auch wirklich so kommt. Vor allem im ersten und zweiten Streckenabschnitt zählen wir zu den Schnellsten, im zweiten Sektor waren wir sogar die Besten. Wir sind auf Reifen gefahren, die schon einige Kilometer auf dem Buckel hatten, es sieht also gut für uns aus. Im dritten Streckenabschnitt müssen wir noch ein wenig Zeit finden. Schon gestern habe ich gesagt, dass ich hierher gekommen bin um zu siegen - bisher sehe ich keinen Grund, warum das nicht klappen sollte.

(5.) Neel Jani, Fahrer A1 Team Schweiz
Ich habe seit dem 10. Dezember 2006 in Indonesien nicht mehr in dem Auto gesessen, deshalb habe ich ein paar Runden gebraucht, um mich wieder an das Handling zu gewöhnen. Das ist nämlich gegenüber den Champ Cars, wo ich ja zwischenzeitlich ein bisschen getestet habe, doch sehr verschieden. Die Arbeit, die wir heute Nachmittag erledigt haben, war wirklich nützlich. Die Strecke ist sehr interessant - so, wie ich sie auch vom letzten Jahr her im Gedächtnis hatte. Wir hatten eine gute Session und haben trotz der vielen roten Flaggen unser Programm durchziehen können. Aber natürlich haben wir einiges an Zeit verloren und müssen jetzt heute Abend zusammen mit den Ingenieuren noch viele Entscheidungen am Computer treffen. Wir brauchen auch eine gute Strategie für das morgige Qualifying. Ich bin auf jeden Fall zuversichtlich.
(8.) Narain Karthikeyan, Fahrer A1 Team Indien
Die Strecke sieht gut aus. Ich denke wir sind heute mit dem Setup etwas zu weit gegangen, wir müssen uns morgen weiter darum kümmern. Ich bin sehr zuversichtlich, denn wir wissen, was wir machen müssen um schneller zu werden. Unser Ziel ist es immer, unter den besten Sechs zu sein, wenn nicht sogar noch weiter vorne. In Durban gibt es viele Menschen aus Durban, es ist fast wie ein Heimrennen für uns. Ich hoffe an diesem Wochenende noch viele indische Flaggen auf den Tribünen zu sehen.
(11.) Bruno Junqueira, Fahrer A1 Team Brasilien
Der A1 Bolide unterscheidet sich sehr von den Autos, die ich bisher gefahren bin. Er hat weniger Leistung und Anpressdruck. Es ist wie in alten Zeiten, als die Autos noch viel rutschten, aber ich bin glücklich konkurrenzfähig zu sein. Nach meiner ersten Runden war ich auf dem dritten Platz. Als ich zum zweiten Mal auf die Strecke gegangen fuhr, bin ich über die losen Teile gefahren und habe das Auto etwas beschädigt. Einerseits bin ich zufrieden, weil wir schnell waren. Andererseits bin ich nicht glücklich darüber, dass das Training abgebrochen werden musste. Ich denke das Problem an der Strecke ist leicht zu beheben, lasst uns einfach mal sehen zu was wir morgen fähig sind.
(13.) Matt Halliday, Fahrer A1 Team Neuseeland
Es ist eine Schande, dass das Training verkürzt werden musste. Aber es war toll ins Auto zurückzukehren und wir können uns noch steigern, das wissen wir. Für den Start ins Wochenende sind wir nicht schlecht platziert.
(14.) Alex Yoong, Fahrer A1 Team Malaysia
Heute hatten wir nicht viel Zeit, das war etwas unglücklich. Wir wollten noch viele Sachen an unserem Setup verändern, aber das haben wir in der kurzen Zeit einfach nicht geschafft. Wir sind jedoch nach wie vor zuversichtlich mit dabei zu sein und ich bin mir sicher, dass wir morgen schnell sein werden. Wenn wir mehr fahren können, werden wir einen besseren Eindruck von unserer Position bekommen. Ich bin glücklich, dass wir ein gutes Resultat erreichen können.
(17.) Karl Reindler, A1 Team Australien
Ich bin nur sieben Runden gefahren und es ist sehr schwierig über die paar Runden etwas zu sagen. Ich bin immer noch dabei die Strecke zu lernen. Ian Dyk hat mir ein gutes Auto übergeben. Es gibt zwar noch ein kleines Problem mit Untersteuern, aber wir arbeiten weiter am Auto. Ein paar mehr Runden sollten uns helfen, weiter nach vorne zu kommen.
(19.) James Hinchcliffe, Fahrer A1 Team Kanada
Ich bin sehr beeindruckt von der Streckenführung. Es gibt einen tollen Mix aus engen Kurven und schnellen Geraden. Wir haben mit dem Setup aus Peking angefangen, was damals gut funktioniert hat. Doch die Strecke ist ein wenig anders und wir müssen noch einige Einstellungen vornehmen. Wir haben viel Streckenzeit verloren, weil das Training abgebrochen wurde, daher haben wir morgen viel zu tun.
(21.) Robbie Kerr, Fahrer A1 Team Großbritannien
Hoffentlich haben wir durch den heutigen Abbruch nicht so viel Boden verloren, aber wir hatten den Tag eh schon beendet um ein Problem am Gaspedal zu suchen. Leider wissen wir nicht genau wir unser Auto hier liegt, da die Probleme schon am Anfang aufgetreten sind. Wir hinken sicher ein wenig hinterher, aber wir wissen, dass wir letztes Jahr schnell waren. Wir müssen einfach mal sehen wie es morgen im Freien Training läuft, bevor wir am Nachmittag in die Qualifikation gehen.

diese A1GP Nachricht