Der erste Trainingstag des achten Laufs zum A1 GP World Cup of Motorsport begann in Südafrika mit einigen Hindernissen. Das A1 Team Germany von Willi Weber erreichte auf dem Stadtkurs von Durban mit Einsatzpilot Nico Hülkenberg den dritten Platz, nachdem das zweite Freie Training nach 30 der geplanten 60 Minuten abgebrochen werden musste.

Erstmals in der Saison 2006/2007 musste das A1 Team Germany auf eine Teilnahme an der "Rookie-Session" – dem ersten Freien Training am Freitag für Neueinsteiger – verzichten, da der bisherige "Rookie"-Pilot Christian Vietoris aus terminlichen Gründen nicht in Südafrika starten kann. Einsatzfahrer Nico Hülkenberg, der die Bedingungen für Neueinsteiger nicht mehr erfüllt, durfte so erst im zweiten Freien Training auf der 3,28 Kilometer langen Stadtrennstrecke seine ersten Runden drehen.

Zytek, der Motorenlieferant der Serie, hat im Monoposto des A1 Team Germany nach Erreichen der Höchstlaufzeit einen neuen 520 PS starken V8-Motor installiert. So musste Nico Hülkenberg zunächst eine erste Kontrollrunde drehen. "Anschließend haben die Motorentechniker alles überprüft", berichtete der 19 Jahre alte Rennfahrer aus Emmerich am Rhein. "Danach bin ich drei Runden gefahren und musste die Boxen ansteuern, um noch einmal alles kontrollieren zu lassen." In seinem dritten Anlauf ging der Nachwuchsfahrer mit dem A1 GP-Rennwagen zum ersten Mal auf Zeitenjagd. Mit einer Rundenzeit von 1.19,350 Minuten erreichte er die drittbeste Zeit im Feld der 23 Nationen.

"Gerade als wir mit der Abstimmungsarbeit am Auto anfangen wollten, wurde die Session abgebrochen, da sich der Bodenbelag hinter einer Schikane auflöste", berichtete Hülkenberg. "Loïc Duval und Richard Lyons, die für die Teams aus Frankreich und Irland fahren und im Ergebnis vor mir liegen, haben beide schon die ‚Rookie-Session´ bestritten und kennen die Strecke daher besser. Insofern ist unsere Rundenzeit absolut in Ordnung."

Der Stadtkurs, der in Sichtweite zum pazifischen Ozean am Rand von Durban liegt, ist ganz nach dem Geschmack von Nico Hülkenberg. "Ich mag Stadtrennstrecken generell", so der Deutsche. "Durban ist ein sensationeller Kurs, auf dem ich mich richtig wohl fühle. Es ist eine echte Fahrerstrecke mit einigen sehr welligen Passagen. In der vorletzten Kurve erreichen wir im fünften Gang 230 km/h – da ist Mut gefragt."