Interessante Situationen hat es bei der A1 schon des Öfteren gegeben - in diesem Zusammenhang sei nur an die fliegenden Kanaldeckel auf dem Stadtkurs in Peking diesen Winter erinnert. Und auch Südafrika hatte wieder einmal mit einer etwas ausgefallenen Geschichte aufzuwarten: das erste allgemeine freie Training musste wegen eines Kerbs abgebrochen werden.

Nun ist ein Kerb zwar nicht ganz so spektakulär wie ein fliegender Gulli, aber dennoch hat die A1 anscheinend ein gutes Händchen für sehr eigenwillige Strecken. Diesmal schaffte es der Kurs auf folgendem Weg zum Abbruch: Fahrzeuge aus den Rahmenserien hatten den Kerb in der Schikane durch ihre Kontaktfreudigkeit bereits in Mitleidenschaft gezogen als Bruno Junqueira durchkam. Die heraus gebrochenen Stücke ließen den Brasilianer die Kontrolle verlieren wodurch er sich über den Kerb verabschiedete und seinen Frontflügel verlor.

Auch in Durban hat die Strecke ihren eigenen Willen, Foto: A1 GP
Auch in Durban hat die Strecke ihren eigenen Willen, Foto: A1 GP

Auf diesen Zwischenfall folgte einmal eine Unterbrechung, während der sich die Offiziellen die Stelle ansahen. Die entschieden, dass die Stelle und der Kerb nicht sicher sei und das Training wurde eine halbe Stunde vor Ende abgebrochen. Das weitere Rennwochenende ist durch den Zwischenfall aber nicht gefährdet, da die Rennorganisatoren versprochen haben, das Problem mit einer Neuasphaltierung über Nacht aus der Welt zu schaffen.

Nach dem vorzeitigen Abbruch fand sich der Franzose Loic Duval ganz vorne, der in Abwesenheit von Christian Vietoris bereits in beiden Rookie Sessions die beste Zeit vor Narain Karthikeyan gefahren hatte. Trotz der Bestzeitorgie von Duval verlief sein Tag aber auch nicht einwandfrei. Denn auch er sorgte für eine rote Flagge, als er das Auto von Karl Reindler berührte und den Australier mit einem kaputten Vorderflügel ins Aus schickte.

Platz zwei im ersten freien Training holte sich Irland und mit Rang drei präsentierte sich auch Nico Hülkenberg im deutschen Auto wieder in guter Form. Zeitlich in seiner Nähe befanden sich noch Tomas Enge, Jeroen Bleekemolen und Neel Jani, die alle innerhalb von einer Sekunde an Duval und innerhalb von drei Zehnteln an Hülkenberg dran waren. Die auffälligste Leistung am Trainingsfreitag bot aber ein Affe, der den Trainingsabbruch dazu nutzte, um die Strecke für sich in Anspruch zu nehmen. Nach einem kleinen Spaziergang probierte er auch noch die Klettertauglichkeit des Fangzaunes aus.

Das Ergebnis des ersten Trainings in Durban

1 Loic Duval - Frankreich 1:18.620
2 Richard Lyons - Irland 1:19.179 + 0.559
3 Nico Hülkenberg - Deutschland 1:19.350 +0.730
4 Tomas Enge - Tschechien 1:19.358 +0.738
5 Jeroen Bleekemolen - Niederlande 1:19.441 +0.821
6 Neel Jani Schweiz - 1:19.583 +0.963
7 Ananda Mikola - Indonesien 1:19.739 +1.119
8 Narain Karthikeyan - Indien 1:19.772 +1.152
9 Ho-Pin Tung - China 1:19.779 +1.159
10 Adrian Zaugg - Südafrika 1:19.888 +1.268
11 Bruno Junqueira - Brasilien 1:19.902 +1.282
12 Alvaro Parente - Portugal 1:19.918 +1.298
13 Matt Halliday - Neuseeland 1:19.932 +1.312
14 Alex Yoong - Malaysia 1:20.154 +1.534
15 Jonathan Summerton - USA 1:20.288 +1.668
16 Enrico Toccacelo - Italien 1:20.308 +1.688
17 Karl Reindler - Australien 1:20.809 +2.189
18 Salvador Duran - Mexiko 1:20.828 +2.208
19 James Hinchcliffe - Kanada 1:21.137 +2.517
20 Allam Khodair - Libanon 1:21.240 +2.620
21 Robbie Kerr - Großbritannien 1:21.256 +2.636
22 Nur Ali - Pakistan 1:24.317 +5.697
23 Christian Murchison - Singapur keine Zeit