Beim Saisonfinale der A1GP Serie muss das deutsche Team auf einen neuen Fahrer zurückgreifen: Während Adrian Sutil sich auf sein Doppel-Engagement in der japanischen Formel 3 sowie beim MF1 Racing Team in der Formel 1 konzentriert, übt Timo Scheider seine neue Rolle als Audi-Pilot in der DTM aus.

Teamchef Willi Weber fand jedoch schnell Ersatz: Sebastian Stahl wird als dritter Fahrer für das Team Germany an den Start gehen. "Sebastian erhält eine schöne Chance in einer internationalen Rennserie", so Weber. "Wir erwarten sicher nicht von ihm, dass er beim ersten Einsatz den zweiten Platz übertrifft, den wir zuletzt in Laguna Seca erreicht haben. Aber wir wünschen uns einen versöhnlichen Abschied aus unserer Debüt-Saison in der A1-Grand-Prix-Serie. Ich bin mir sicher, dass uns Sebastian dabei helfen wird."

"Formel-Autos sind mir also ebenso bekannt wie leistungsstarke V8-Saugmotoren", sagt der 27-Jährige. "Die Kombination zweier solcher Elemente im A1-Grand-Prix-Rennwagen sind dagegen neu für mich."

Ebenso neu ist für ihn die Strecke in Shanghai: "Natürlich habe ich mir das dortige Formel-1-Rennen im Fernsehen angesehen und den Kurs schon auf der Playstation abgefahren. Trotzdem ist alles neu für mich - Rennserie, Team, Auto und Strecke. Es gibt viele hochkarätige Namen in der A1-Grand-Prix-Serie, darunter Fahrer mit Formel-1-Erfahrung. Ich will bei beiden Läufen ins Ziel zu fahren - und das möglichst nicht am Ende des Feldes."

Sein Medienspitzname würde das ohnehin verbieten: Schumi 3 wird der Stiefbruder der beiden Schumachers genannt. "Mit dieser Bezeichnung kann ich durchaus gut leben", sagt Stahl. "Aber bei den Rennen nutzt mir das herzlich wenig. Beweisen muss ich mein Können schließlich selbst."