24 h von Le Mans

Scuderia Glickenhaus plant Start bei den 24h Le Mans für 2019

Die Scuderia Cameron Glickenhaus ist eigentlich auf der Nürburgring-Nordschleife zu Hause. Ein neues Auto soll aber neue Felder wie etwa Le Mans erschließen
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die Scuderia Cameron Glickenhaus plant einen Ausbau ihrer Motorsport-Aktivitäten. Die Truppe rund um Förderer und Regisseur James "Jim" Glickenhaus entwickelt nämlich ein neues Fahrzeug, mit dem man ab 2019 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans fahren könnte. Das gibt die Truppe von Glickenhaus nun offiziell bekannt.

Dabei handelt es sich um den SCG 004C. Ein Fahrzeug, das in den Kategorien GTX, GT3 und GTE (und damit in der WEC) eine Startberechtigung erhalten soll. Für die GTX/GT3-Version wird dabei ein Kaufpreis von 500.000 Euro kolportiert. Die Auslieferung der S-Version des SCG 004 soll bereits 2018 beginnen, 250 Stück davon sollen jährlich gebaut werden.

Der neue GT-Renner der Scuderia Glickenhaus soll damit weitere Motorsport-Felder erschließen. Das Hauptziel der Mannschaft bleibt das 24-Stunden-Rennen von Le Mans sowie die WEC. Doch auch andere Langstrecken-Klassiker sollen mit dem neuen Auto bewältigt werden. Genannt werden auch die 24 Stunden von Daytona und die 12 Stunden von Sebring.

Scuderia Cameron Glickenhaus: So begann es

Auf der Nürburgring-Nordschleife inzwischen eine Macht: Die Scuderia Cameron Glickenhaus - Foto: 24h Media

Die Scuderia Cameron Glickenhaus ist bereits seit mehreren Jahren auf der Nordschleife aktiv und gilt dabei als Publikumsliebling. 2011 erfolgte der erste Start beim 24-Stunden-Rennen mit der Fahrerbesetzung Larini / Giovinardi / Salo / Cappellari und dem P4/5 C, einem modifizierten Ferrari P4/5, als Einsatzfahrzeug. Beim Debüt sprang Gesamtrang 39 heraus, ein Jahr später wurde man immerhin schon Zwölfter.

Mit dem aktuellen SCG 003C ist die Scuderia Cameron Glickenhaus seit 2015 in der VLN und bei den 24h Nürburgring unterwegs. Für Aufsehen sorgte dabei Jeff Westphal, der sich für die 24 Stunden 2017 die Pole-Position schnappte mit einer Zeit von 8:15.427. Schon beim Qualifikationsrennen schrammte die Scuderia Cameron Glickenhaus nur knapp am Sieg vorbei. Nun scheint das Betätigungsfeld Nordschleife zu wenig geworden zu sein. 2018 geht man nur noch mit einem Fahrzeug beim 24h-Rennen an den Start, wie man weiter mitteilt.


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