WRC - Meeke: Frustriert, aber nicht emotional

Immer näher am ersten Sieg

Kris Meeke kann mit Rückschlägen wie in Deutschland nach eigener Aussage nun besser umgehen. Yves Matton glaubt an seine Siegfähigkeit.
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Motorsport-Magazin.com - Schnell, aber unfallanfällig - so kann man Kris Meeke in knappen Worten beschreiben. Bei der Rallye Deutschland lag der Nordire in Führung, nachdem sich Jari-Matti Latvala in die Weinberge verabschiedet hatte. Nur knapp 30 Minuten später war aber auch für ihn selbst die Reise zu Ende. "Als wir gehört haben, dass Jari-Matti nicht weiterfahren konnte, hat mich das nicht wirklich beeinflusst. Ich habe mich an meiner Position wohl gefühlt und ich habe die nächste Prüfung mit der gleichen Mentalität begonnen", schilderte er gegenüber der offiziellen Webseite der WRC.

Ich bin entschlossen, weiterzumachen bis ich an der Spitze fahren und Rallyes gewinnen kann.
Kris Meeke

"Leider war mein allererster Aufschrieb in dieser Prüfung etwas zu optimistisch. Ich hatte 'flat-right tightens' notiert und die Kurve wurde etwas enger. Ich hatte Untersteuern, bin mit der Front angeschlagen und habe das Rad beschädigt. Beim nächsten großen Bremspunkt rutschte das Auto seitwärts und das Hinterrad traf die Mauer, wodurch die hintere Aufhängung kaputt ging", beschrieb er den Unfall. Es habe keinen Matsch auf der Straße gegeben oder ähnliches, er sei einfach nur hängen geblieben.

"Es war frustrierend, denn es hätte für mich so ein schöner Schritt nach vorne sein können und das Team hätte seine Siegesserie in Deutschland aufrecht erhalten können", sagte Meeke. Seit 2002 war Citroen in Deutschland ungeschlagen gewesen und feierte sowohl mit dem Xsara, als auch dem C4 und dem DS3 Erfolge.

Trotz der Enttäuschung lässt Meeke den Kopf nicht hängen. "Ich habe in den letzten drei, vier Rallyes so große Fortschritte gemacht. Früher wäre ich bei so einer Art von Fehler wirklich frustriert und emotional gewesen, aber jetzt... Ok, ich bin frustriert, aber ich bin nicht emotional. Ich kann es akzeptieren und weitermachen", betonte er. "Ich bin entschlossen, weiterzumachen bis ich an der Spitze fahren und Rallyes gewinnen kann."

Rückendeckung von Matton

Auch bei Teamchef Yves Matton scheinen die positiven Punkte die Enttäuschung zu überwiegen. "Kris hat seit dem Beginn des Wochenendes wundervolle Arbeit geleistet, er kam immer näher an seinen ersten Sieg heran", sagte er. "Jetzt brauchen wir etwas Zeit, um zu akzeptieren, dass wir in Deutschland nicht gewonnen haben, aber ich bin für die Zukunft und vor allem für Australien wirklich frohen Mutes und positiv gestimmt."

Mit der Zukunft meint Matton auch die kommende Saison, denn der Unfall in Deutschland ändere an den Chancen Meekes, weiterhin für Citroen zu fahren, nichts. "Letztes Jahr hat er am Ende der Rallyes auch Fehler gemacht und ich habe ihn trotzdem verpflichtet. Ich schaue mir nur an, was er bei den Rallyes macht und ich bin wirklich zufrieden, mit dem, was er getan hat. Es ist nur ein kleiner Fehler, aber ich denke, dass wir immer näher an die Tatsache herankommen, dass er in der Lage sein wird, eine Rallye zu gewinnen."


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