WRC - Die Eckpfeiler der Rallye Argentinien

Von Ausfallorgien über einhändige Piloten zu Ex-Tennisprofis

In Argentinien warf es einige Piloten aus der Bahn, vor allem diejenigen, die nicht mit Glücksbringer an Bord unterwegs waren.
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Motorsport-Magazin.com - Ausfallorgie am Freitag: Der zweite Tag der Rallye Argentinien war für eine ganze Reihe von Piloten vorzeitig beendet. Auf der besonders kniffligen Prüfung von Santa Catalina nach La Pampa erwischte er als Ersten Mikko Hirvonen. Bereits nach sieben Kilometern touchierte er eine Mauer. Sein Ford Fiesta RS WRC war zu stark beschädigt, um weiterzufahren.

Mads Östberg kam etwa 16 Kilometer weit, ehe er sich an einem der vielen Steine auf der Piste einen Reifen beschädigte. Auch Landsmann Andreas Mikkelsen wurde ein Stein zum Verhängnis, er konnte jedoch zunächst weiterfahren. Auf der fünften Prüfung musste jedoch auch Mikkelsen aufgeben, als seine Lichtmaschine versagte.

Dani Sordo klagte über einen Mangel an Leistung von seinem Motor und schleppte sich über die Prüfungen, ehe er in der fünften Wertungsprüfung den Hyundai i20 abstellen musste. Teamkollege Thierry Neuville wurde von der Crew gebeten, seinen Boliden ebenfalls abzustellen.

Mads Östberg konnte seine rechte Hand kaum noch benutzen. - Foto: instagram/Mads Östberg

Einhändiger Östberg: Mads Östberg klagte nach seinem Unfall an Tag zwei über Schmerzen in der rechten Hand. Er konnte weiterfahren, bekam in einer Spurrille jedoch einen Schlag aufs Lenkrad, was seine Schmerzen in der Hand verschlimmerte. Nach der zwölften Prüfung gab der Norweger schließlich auf, auch wenn er angekündigt hatte, weiterzufahren, bis sein Daumen abfällt.

Meeke mit Glücksbringer an Bord: Nach seinem schwierigen Start in die Saison hatte Citroen-Pilot Kris Meeke bereits befürchtet, dass seine Karriere vorbei sein könnte. In Mexiko und Portugal schied er jeweils nach einem Unfall aus. Seine Fans spendeten ihm in dieser schweren Zeit noch mehr Trost und schickten ihm Glücksbringer.

Vier Hufeisen erhielt Meeke, das kleinste hat er nun im Innenfach der Tür seines Citroen DS3 WRC immer mit dabei. Der Glücksbringer zeigte prompt Wirkung: Meeke fuhr zum zweiten Mal in dieser Saison aufs Podest.

Weniger Glück hatte WRC2-Pilot Ott Tänak, der mit Rang 17 Vorlieb nehmen musste, nachdem er an der gleichen Stelle wie Östberg einen Unfall hatte. Der Ausrutscher könnte darauf zurückzuführen sein, dass der Este seinen Glücksbringer nicht dabei hatte - die kleine Fingerpuppe in Form einer Ente, die sonst immer an der Handbremse befestigt ist, hatte er zu Hause vergessen.

Tennis goes Rallye: David Nalbandian stand 2002 im Finale von Wimbledon und war 2006 zwischenzeitlich die Nummer drei der Tennisweltrangliste. Mittlerweile hat der Argentinier den Tennisschläger an den Nagel gehängt und greift stattdessen ins Lenkrad. So auch in Argentinien, wo er an der nationalen Meisterschaft teilnahm. In der Gesamtwertung belegte er mit seinem Chevrolet Agile Rang 15, im Copa Maxi Rally wurde er Vierter. Zudem durfte er bei Volkswagen hinter die Kulissen blicken.


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