WRC - Loeb: Abschied schon früher im Kopf

Autogramme schreiben interessiert mich nicht

Sebastien Loeb verriet, dass sein Abschied aus der WRC bereits deutlich früher hätte anstehen können und sprach über seine Leidenschaft für den Motorsport.
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Motorsport-Magazin.com - In gewisser Weise war die Rallye-Welt geschockt, als Sebastien Loeb auf der Pariser Autoshow erklärte, dass er ab der kommenden Saison Teilzeit-Rentner sein werde. Zwar wusste man, dass eines Tages sein Abschied kommen würde, doch nach neun WM-Titeln in Folge kann man sich einen anderen Weltmeister kaum noch vorstellen.

Vor ein paar Jahren sagte Daniel zu mir, 'komm, lass uns bis 2012 weitermachen' und ich dachte immer 'ist er verrückt?'
Sebastien Loeb

Nun verriet der Citroen-Pilot, dass es unter Umständen bereits deutlich früher hätte vorbei sein können. "Ich glaube, dass ich bereits 2005 zu meiner Mutter sagte, dass ich bald aufhören werde", erklärte Loeb, der damals gerade gegen Petter Solberg um seinen zweiten Titel für Citroen kämpfte. Auch sein Co-Pilot Daniel Elena hätte ihn ermutigt, weiterzumachen. "Vor ein paar Jahren sagte Daniel zu mir, 'komm, lass uns bis 2012 weitermachen' und ich dachte immer 'ist er verrückt?' Aber am Ende stehen wir hier im Jahr 2012."

Doch nicht allein Elena war ausschlaggebend, dass Loeb trotz der Aneinanderreihung von Erfolgen und WM-Titeln des Fahrens nicht müde wurde. "Ich brauche es zu fahren", erklärte der Weltmeister gegenüber dem Sport Auto Magazine. Aus diesem Grund entschied er sich auch, sein eigenes Team Sebastien Loeb Racing ins Leben zu rufen. "Damit habe ich eine langfristige Zukunft im Motorsport." Nebenbei engagiert er sich nach wie vor als Markenbotschafter für Citroen, hat aber auch in diesem Bereich eine klare Marschrichtung. "Ich bin aber nicht nur jemand, der Autogramme unterschreibt: Diese Art von Rolle interessiert mich nicht."


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