MotoGP - Phillip Island: Die Stimmen zum dritten Testtag

Folger schafft Sprung in die Top-4

Der letzte Tag der MotoGP-Tests in Australien ist beendet. Maverick Vinales war Schnellster, Jonas Folger schaffte es in die Top-4. Die Stimmen zu Tag 3:
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1. Maverick Vinales (Yamaha): "Es war ein sehr guter Test für uns. Wir haben vieles ausprobiert und sehen die Dinge jetzt klarer. Welches Setup wir in Katar verwenden werden, ist uns jetzt klar. Wir haben viel Arbeit hinter uns gelassen, deshalb bin ich zufrieden. Wir haben uns heute auf die Rennpace konzentriert und weil wir uns verbessert haben, freue ich mich. Eine Entscheidung bezüglich der Verkleidung ist noch nicht gefallen, es ist noch alles offen."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf des heutigen Tages, denn wir haben uns um einiges verbessert. Vor allem am Nachmittag, auch wenn ich meine beste Rundenzeit am Morgen gefahren bin. Im Endeffekt fühle ich mich aber wohl und es scheint, als wären die Longruns am Morgen hilfreich gewesen, um die Elektronik zu verbessern und den Level zu erreichen, den wir uns vorstellen. Im Grunde waren es drei sehr positive Tage, wir haben einen guten Job gemacht. Wir sollten natürlich nicht vergessen, dass diese Strecke sehr speziell ist, in Katar werden wir sehen, wie es für uns wirklich steht. Heute habe ich von meinem Team ein lustiges Geburtstagsgeschenk gekriegt: eine Lupe. Ich weiß, dass ich ziemlich beharrlich bin, wenn es darum geht sie zu bitten, nach Daten zu suchen, die uns weiterhelfen. Jetzt kann ich sie selbst suchen, sagen sie."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich denke, es war im Grunde ein positiver Test, vor allem wenn man bedenkt, dass Phillip Island nicht gerade meine Lieblingsstrecke ist. Ich bin gut gefahren und ich denke, dass wir uns Tag für Tag verbessert haben. Gestern habe ich mich nicht gut gefühlt, aber heute ging es viel besser. Wir konnten gute Arbeit abliefern. Wir haben uns wieder auf die Elektronik und das Setup konzentriert, was uns fehlt, ist ein Longrun. Dazu hatten wir keine Zeit mehr."

4. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Heute war ein weiterer guter Tag. Wir können mit einem guten Gefühl nach Hause gehen und uns darüber freuen, was wir auf Phillip Island erreicht haben. Heute Morgen haben wir gleich mit der Arbeit weitergemacht und ich konnte meine Rundenzeit verbessern. Das war ein guter Start. Danach haben das Team und ich viele Settings am Bike ausprobiert, aber wir waren uns nie hundertprozentig sicher, welche Richtung die richtige ist. Unser Rhythmus war gut. Später habe ich eine Rennsimulation angefangen, aber nach drei oder vier Runden bin ich in Kurve sechs gestürzt. Ich bin mit dem zweiten Bike und einem anderen Setting auf die Strecke zurückgekehrt und nach ungefähr elf Runden habe ich mich wieder wohl gefühlt und konnte immer schneller fahren. Das war sehr wichtig. Jetzt wissen wir, in welche Richtung wir gehen müssen und werden das in Katar auch versuchen. Für den Moment können wir aber zufrieden sein, denn mein Rhythmus war gut, meine Rundenzeit schnell, wir haben viele Dinge ausprobiert und haben viel ausschließen können. Deshalb können wir zufrieden sein."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Wir sind mit dem heutigen Test zufrieden, auch wenn wir keine schnelle Runde setzen konnten. Das lag an ein paar kleinen Problemen am Morgen, als die Strecke die besten Bedingungen gehabt hat. Die Priorität war für uns heute aber, einen Longrun zu fahren und Informationen für Honda zu sammeln. Das haben wir am Ende geschafft, deshalb sind wir mit unseren Leistungen zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir im Longrun kleine Probleme hatten. Unsere größte Einschränkung scheint der neue Vorderreifen zu sein, aber das geht nicht nur uns so."

Jonas Folger war an Tag drei stark unterwegs - Foto: Tech3

6. Alex Rins (Suzuki): "Ich bin mit den Tests zufrieden. Von der Rundenzeit abgesehen, war es wichtig, dass unsere Entwicklung konstant und signifikant ist. Seit dem ersten Tag haben wir uns um 2.3 Sekunden verbessert. Wir konnten die Maschine besser verstehen und eine größere Sensibilität für die Settings entwickeln. Mein Team und ich arbeiten intensiv und das zahlt sich auch. Wir haben aber noch einige Baustellen, an mir und am Bike."

7. Andrea Dovizioso (Ducati): "In diesen drei Tagen auf Phillip Island haben wir es geschafft, eine Menge Arbeit aus dem Weg zu räumen und nützliche Informationen zu sammeln. Wir arbeiten am Setting und an einigen Aspekten des Chassis, um das Gefühl weiter zu verbessern. Im Großen und Ganzen war es ein guter Test, ich bin meine Zeiten im richtigen Moment gefahren. Das gibt mir ein gutes Gefühl. Ich bin trotzdem nicht komplett zufrieden, denn wir haben einige Charakteristiken des Bikes nicht verbessern können."

8. Jorge Lorenzo (Ducati): "Heute haben wir einen großen Schritt in Richtung Verständnis für das Motorrad gemacht, genauso wie am letzten Tag in Sepang. Meine Rundenzeiten haben sich immens verbessert. Es ist schade, dass wir heute Morgen nicht den weichen Reifen ausprobieren konnten, als die Bedingungen ideal waren. Ich denke, dann hätte ich meine Zeit um noch drei Zehntel drücken können. Aber im Moment geht es nicht um Rundenzeiten, das Gefühl für das Motorrad und der richtige Weg, es zu fahren, sind wichtiger. Im Moment haben wir noch viel Arbeit vor uns, vor allem in den Kurven. Nimmt man alles zusammen, haben wir den Test aber positiv abgeschlossen."

9. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Diese drei Tage hier auf Phillip Island waren sehr positiv für uns. Zum ersten Mal seit langer Zeit habe ich das Gefühl, als würde ich das Bike beherrschen und nicht andersrum. Wir sind hergekommen, um unsere Informationen aus Sepang bestätigt zu sehen und das haben wir geschafft. Wir wissen jetzt also, dass unser Basis-Setup auf mindestens zwei Strecken funktioniert. Ich bin zuversichtlich, dass das in Katar auch so sein wird."

10. Aleix Espargaro (Aprilia): "Wir verlassen den auf einem guten Level. Wir haben wirklich hart gearbeitet. Heute haben wir uns auf eine konstante Performance konzentriert. Die Maschine funktionierte während der Rennsimulation gut, aber wir wissen, das an der Front noch Luft nach oben ist. Ich habe herausgefunden, dass das Bike meinem Fahrstil beim Bremsen entgegenkommt. In Sachen Grip müssen wir uns im Vergleich mit den Sepang-Tests noch verbessern."

Alvaro Bautista war an Tag drei drittschnellste Ducati - Foto: MotoGP

11. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Im Grunde haben wir nicht das beste Gefühl gefunden. Heute sind wir auf das Setting des ersten Tages zurückgegangen, um die Daten, die wir gesammelt haben, zu vergleichen. Wir haben es geschafft, dass ich mich besser fühle. Wir wollten auch einen Longrun fahren, aber beim ersten Versuch hatten wir ein Problem mit dem Reifen, der nach 15 Runden schon fast komplett zerstört war. Ich musste mir einen neuen Reifen holen, der länger gehalten hat, aber mit dem ich mich nicht so wohl gefühlt habe. Es war schwierig, denn der Reifen war aggressiver und die Performance ist am Ende wieder gekippt."

12. Valentino Rossi (Yamaha): "Heute haben wir an der Pace für die zweite Rennhälfte gearbeitet, denn das war im letzten Jahr unser Problem. Wir haben etwas völlig Neues probiert, aber am Ende haben wir uns nicht sonderlich verbessert. Wir müssen uns also was anderes einfallen lassen. Ich finde, dass das Bike gute Aspekte hat, vor allem der Motor. Trotzdem war dieser Test schwieriger als der in Sepang. Ich bin nicht wirklich zufrieden, wir müssen weiter arbeiten."

13. Andrea Iannone (Suzuki): "Wir verstehen immer besser, welchen Weg wir in Zukunft gehen müssen. Ich bin einen Longrun gefahren, in den wir alle Informationen der letzten drei Tage gepackt haben. Ich muss sagen, dass das Ergebnis nicht schlecht war. Ich konnte die neuen Reifen aber nicht für einen Angriff auf die Bestzeit nutzen. Ich habe die Reifen im Longrun ruiniert, einen am Morgen und einen am Abend. Deshalb ist meine Position nicht die, die ich gerne hätte, aber im Großen und Ganzen haben wir einen guten Job gemacht."

14. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich kann mit dem Wissen nach Hause zurückkehren, dass wir einen tollen Job in der Entwicklungsarbeit gemacht haben. Wir hatten ein paar kleine Probleme, die es uns nicht erlaubt haben, eine schnelle Rundenzeit zu fahren, aber das ist im Moment nicht so wichtig. Ich bin mit unserer Rennpace zufrieden. Natürlich sind wir nicht dicht an der Spitze, aber wir verbessern uns."

15. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Der dritte und letzte Tag auf Phillip Island lief sehr flüssig für mich. Ich freue mich schon auf die nächsten Tests in Katar. Die Bedingungen waren wieder klar und sonnig, was gut für meine Selbstsicherheit ist und bedeutet, dass wir ohne Unterbrechung fahren konnten. Ich habe heute Morgen meine Zeit von gestern verbessert und habe dann einfach weiter gearbeitet. Am Ende freue ich mich über die Distanz, die ich hinter mir gelassen habe. Die Strecke gehört nicht zu meinen Favoriten, aber nach der Anzahl an Runden, die ich abgespult habe, kann ich das Bike jetzt besser verstehen."

Johann Zarco wurde 15. - Foto: gp-photo.de

16. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Das Beste nach den drei Tagen ist, dass wir endlich unsere Richtung gefunden haben. Mit zwei Stunden auf der Uhr haben wir den Schlüssel gefunden und ich konnte mich endlich gut auf dem Bike fühlen. Ich war schneller, aber das Beste war, mein Gefühl wiederzufinden. Es war überwältigend, denn seit Malaysia hatte ich diese Probleme. Jetzt haben wir endlich eine Lösung! Ich habe mich sofort gut gefühlt, es hat endlich wieder Spaß gemacht, zu fahren. Dieses Gefühl hielt aber nur zwei Stunden. Am Ende hatten wir nicht mehr genügend Reifen für eine schnelle Runde."

17. Pol Espargaro (KTM): "Um ehrlich zu sein müssen wir unsere Pace immens verbessern. Das ist wichtig, denn am Ende sammelt man damit die Punkte. Damit haben wir viel Zeit verbracht. Aber auch mit dem Bike selbst, denn es ist jetzt viel besser als am ersten Tag. Unsere Rundenzeit ist nahe an denen der Jungs an der Spitze. Wir haben zwar nicht die beste Zeit gesetzt, aber ich bin sehr zufrieden."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es waren drei schwierige Tage, aber heute haben wir endlich etwas finden können. Wir haben uns Schritt für Schritt verbessert, um in die 1:29er Zeiten zu kommen. Soweit sind wir zwar noch nicht, aber ich freue mich, dass wir den richtigen Weg gefunden haben. Das war nicht einfach. Ich verlasse Phillip Island zufrieden, denn wir haben vieles ausprobiert und das Team hat einen tollen Job gemacht."

19. Bradley Smith (KTM): "Es war sehr wichtig, hier in Phillip Island zu testen, weil die Strecke so speziell ist. Es hat einige positive und negative Dinge am Bike vorgeführt. Es hat uns geholfen, das komplette Paket, das wir haben, zu verstehen. Wir sind hier harte Reifen gefahren, mit denen wir vorher Probleme hatten. Jetzt haben wir dafür eine gute Lösung gefunden. Von daher war der Test hilfreich. Auch bei der Elektronik ist es wichtig, hier eine gute Balance zwischen den langen Kurven und den harten Geraden zu finden. Ich bin den Verbesserungen zufrieden."

Bradley Smith verbesserte sich an Tag drei enorm - Foto: KTM

20. Scott Redding (Pramac Ducati): "In diesen drei Tagen haben wire s geschafft, uns zu verbessern, auch wenn wir nicht constant sein konnten. Wir müssen noch viel am Setting arbeiten, um das beste Gefühl zu finden. Das Bike hat noch viel Raum für Verbesserungen und ich hoffe, diesen in Katar zu finden. Der Losail International Circuit ist eine Strecke, die der Ducati besser liegt."

21. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Wir verlassen Australien nach diesem letzten Tag ein wenig frustriert, denn wir konnten unsere Zeit von gestern nicht verbessern. Wir haben verschiedene Settings ausprobiert, aber ich konnte einfach nicht schneller werden. Das Gute ist, dass wir einen Longrun fahren konnten, der gut war. Vor allem im ersten Teil war ich schnell und konstant."

22. Sam Lowes (Aprilia): "Es gab mehr positive Aspekte als es scheint. Ich bin mit einigen Schwierigkeiten gestartet und bin konstant gewachsen. Ich konnte mit der Fahrergruppe vor mir mithalten, auch wenn einige Probleme in meiner schnellsten Runde mich ein paar Zehntel gekostet haben. Wir müssen natürlich noch schneller werden, aber das ist für alle Fahrer so. Die Abstände sind unglaublich klein. Mit Ausnahme der ersten beiden, liegen fast alle Fahrer innerhalb einer Sekunde."


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