MotoGP - Phillip Island: Die Stimmen zum ersten Testtag

Rossi muss sich gegen Marquez geschlagen geben

An Tag eins der Testfahrten auf Phillip Island setzte sich Marc Marquez trotz starker Leistungen der Yamaha-Piloten durch. Die Stimmen zu Tag eins:
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1. Marc Marquez (Repsol Honda): "Wir hatten einen ziemlich stressigen Tag, da wir viel am Motor gearbeitet haben. Der Jetzige ist natürlich anders als der, den wir im letzten Jahr hier verwendet haben. Das bedeutet, dass wir am Morgen alles neu einstellen mussten. Dadurch haben wir viel Zeit in der Box verbracht. Am Nachmittag haben wir eine Basis für die Elektronik gefunden, aber wir müssen daran noch härter arbeiten. Ich bin schnell, aber wie in Malaysia wollen wir alles doppelt checken. Wir haben auch am Setup gearbeitet. Grundsätzlich war es ein positiver Tag. Das Wetter war gut, das ist wichtig. Hoffentlich bleibt es in den nächsten Tagen so."

2. Valentino Rossi (Yamaha): "Es war ein guter Tag, ich bin zufrieden. Wir hatten heute Morgen Schwierigkeiten. Vor der Pause war ich nicht stark genug. Da ich nicht bis zum Maximum pushen konnte, hatte ich nicht viel Gefühl. Wir haben in der Pause gut gearbeitet und am Nachmittag hat sich die Situation geändert. Ich war ein bisschen besser. Am Ende konnte ich mit neuen Reifen noch eine gute Runde fahren. Platz zwei ist für den ersten Tag ein gutes Ergebnis. Wir haben natürlich noch viel Arbeit vor uns, vor allem über eine lange Distanz hinweg, aber wir hoffen auf gutes Wetter für die nächsten Tage."

3. Andrea Iannone (Suzuki): "Der Morgen war sehr schwierig für uns. Das Team konnte nicht das richtige Setup finden, damit ich mich wohl fühle. Ich habe viele Probleme gehabt. Dann am Nachmittag haben wir ein paar Dinge verändert und konnten uns Schritt für Schritt verbessern. Am Ende war ich zufrieden, denn die Maschine hat sich verbessert, genauso wie mein Gefühl für das Bike und die Pace. Das ist ein gutes Ergebnis, denn es bedeutet, dass wir auch schwere Situationen überstehen und etwas Positives daraus ziehen können."

4. Maverick Vinales (Yamaha): "Ich denke, ich kann heute zumindest über einen Bereich glücklich sein. In Sachen Rennpace und Basis-Setup haben wir einen guten Schritt vorwärts gemacht, ich fühle mich wohl. Wir haben am Ende der Session keine schnelle Rundenzeit gesetzt, denn wir waren in den letzten zehn Minuten in der Box. Wir haben bis Katar immer noch Zeit, schnell zu werden und das Bike zu verbessern. Unser Ziel hier ist es, konstant und sehr schnell zu sein."

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Es war kein schlechter Tag. Wir hatten viele kleine Dinge zu tun, aber das bedeutet viele Runs rein und raus aus der Box, die viel Zeit kosten. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit unserer Pace zufrieden. Wir verwenden die neuere Motor-Spezifikation, an die sich alle Fahrer noch gewöhnen müssen. Wir sind aber zufrieden mit Hondas Arbeit, genauso wie mit der Arbeit innerhalb des Teams. Es ist dieselbe Motor-Spezifikation wie in Malaysia. Wir haben positive und negative Eigenschaften daran gefunden. Natürlich versuchen wir, die positiven Dinge zu halten, während wir die Negativen ausmerzen."

Cal Crutchlow fuhr in die Top-5 - Foto: gp-photo.de

6. Danilo Petrucci (Pramac Ducati): "Ich bin mit dem ersten Testtag zufrieden. Wir haben mit der richtigen Einstellung gearbeitet und mit zwei Motorrädern konnten wir uns auf die Rennpace konzentrieren. Am Ende konnte ich auf einem neuen Reifen eine gute Runde fahren. Einen anstrengenden Arbeitstag mit einer guten Rundenzeit abzuschließen ist auch für das Team eine tolle Entschädigung."

7. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich denke, dass wir diesen Test positive begonnen haben. Es ist eine Weile her, seit ich hier gefahren bin, da ich das Rennen im letzten Jahr verpasst habe. Ich brauche ein paar Runden, um mich wieder daran zu gewöhnen. Das erste Gefühl war aber ganz gut. Wir haben nicht viel an der Elektronik gearbeitet, denn wir haben uns auf das Setting der Gabel konzentriert haben. Morgen werden wir uns auf die Elektronik konzentrieren, da wir eine gute Basis brauchen. Wir hoffen, einen weiteren Schritt nach vorn zu machen."

8. Andrea Dovizioso (Ducati): "Heute haben wir uns auf Chassis-Tests konzentriert, denn wir müssen noch einige Details definieren. Darauf haben wir den ganzen Tag verwendet. Das Gefühl ist ganz gut, aber hier auf Phillip Island merkt man den Unterschied zwischen Fahrer mit und ohne Winglets. Wir müssen die Balance und des Settings des Bikes noch verbessern. Das ist der Plan für morgen. Dann werden wir sehen, was für Rundenzeiten wir fahren können, denn es werden sich sicherlich alle verbessern."

9. Jack Miller (Marc VDS Honda): "Wir haben heute mit einem anderen Setup als in Malaysia begonnen, denn Phillip Island ist eine komplett andere Strecke. Das gute Gefühl an der Front ist uns aber erhalten geblieben. Wir haben uns mit der Gabel von Öhlins verbessert und haben ein paar Dinge ausprobiert, um das Lenken zu beschleunigen. Dabei haben wir ein bisschen Bremsstabilität geopfert. Das ist hier aber nicht so wichtig. Der Wind war am Nachmittag ein kleines Problem, vor allem in den schnelleren Kurven, aber ich konnte am Ende der Session trotzdem meine schnellste Rundenzeit fahren. Wir hatten heute eine tolle Pace."

10. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit dem heutigen Ergebnis recht zufrieden. Wir haben viele wichtige Informationen gesammelt, auch wenn der Wind es etwas schwierig gemacht hat. Zum Glück hat sich das Wetter am Nachmittag verbessert. Ich habe am Morgen ene solide Rundenzeit gesetzt, danach haben wir angefangen, am Setting und den Reifen zu experimentieren. Gegen Ende der Session fühlte sich die Yamaha an der Front ein bisschen zu leicht an, deshalb müssen wir jetzt herausfinden, woran das lag."

Jonas Folger wurde an Tag eins in Australien Zehnter - Foto: Tech3

11. Jorge Lorenzo (Ducati): "Die Tests hier auf Phillip Island haben besser begonnen als in Sepang. Heute haben wir dasselbe Basis-Setup wie am Ende der Malaysia-Tests verwendet. Es ist schade, dass wir in den letzten anderthalb Stunden des Tages unsere Rundenzeit nicht verbessern konnten, die anderen aber schon. Wir hatten wegen des starken Windes Probleme, unsere Rundenzeit zu verbessern. Noch dazu hat der letzte Hinterreifen nicht die Performance geliefert, die wir erwartet hatten. Es ist aber auf jeden Fall gut, dass wir jeden Tag neue Informationen sammeln. Wir machen kontinuierlich kleine Schritte vorwärts."

12. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Hier in Australien hatten wir von Anfang an nicht dasselbe Gefühl wie in Sepang. Vielleicht liegt es an der Andersartigkeit der Strecke oder vielleicht sind die Reifen ein bisschen härter. Ich habe das Gefühl, als hätte ich größere Schwierigkeiten. Am Anfang war ich in den Kurven mit der Front nicht zufrieden, aber das konnten wir langsam verbessern. Mit etwas Arbeit an der Federung haben wir erreicht, dass sich das Bike besser wenden lässt. Ich hatte auch das Gefühl, als hätte der Hinterreifen nicht genug Kontakt zum Boden. Der Reifen fühlt sich nicht gut an, er hat keinen Grip. Wir sammeln jetzt alle Daten, damit wir uns morgen verbessern können."

13. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Wir haben wie in Sepang weitergearbeitet. Ich kann mit der Front kein gutes Gefühl finden und deshalb nicht härter pushen. Wir haben viele Dinge an der Geometrie des Bikes probiert, aber im Endeffekt habe ich in der Kurve kein Gefühl und muss die Bremse loslassen. Deshalb bin ich auch gestürzt. Sobald ich ein bisschen mehr pushe, habe ich das Gefühl, als würde ich wieder stürzen. Daran müssen wir morgen arbeiten."

14. Aleix Espargaro (Aprilia): Zitat folgt

15. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Der erste Tag auf Phillip Island lief für mich positiv. Deshalb freue ich mich, morgen wieder auf's Bike zu steigen. Die Bedingungen waren sehr gut und die Temperaturen warm. Das bedeutete, dass wir viele Runden fahren konnten. Ich muss gestehen, dass ich auf dieser Strecke nicht ganz sicher war, denn in den letzten Jahren bin ich in der Moto2 hier oft gestürzt. Das Ziel für heute war deshalb, einfach nur zu fahren, um mich daran zu gewöhnen."

Johann Zarco landete fünf Plätze hinter Teamkollege Folger - Foto: Tech3

16. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Der Tag hat sehr gut begonnen. Wir sind eine schnelle Rundenzeit gefahren, ich bin zufrieden mit der Position und auch der Runde. Dann haben wir an einigen Modifikationen am Chassis und vor allem der Elektronik gearbeitet. Manche Dinge haben funktioniert, andere nicht. Wir haben die Mittagspause auf die Zeit gelegt, an der die Strecke am heißesten war, da viele Piloten gestürzt sind. Die Temperaturen waren hoch, um die 50 Grad. Wir haben dann mit einem neuen Reifen von vorn begonnen. Ich wollte meine Rundenzeit verbessern, aber niemand war auf der Strecke. Ich habe trotzdem gepusht und bin zu drei Gelegenheiten dicht an meine vorherige Rundenzeit herangekommen. Ich konnte sie aber trotzdem nicht einstellen."

17. Pol Espargaro (KTM): "Das war ein harter Arbeitstag, weil KTM ja zum ersten Mal überhaupt hier fährt. Das Motorrad macht aufgrund seiner Charakteristik, vor allem wegen des starken Motors, hier richtig Spaß, aber der erste Tag war einfach sehr arbeitsintensiv. Die Maschine war überhaupt nicht abgestimmt, das mussten wir alles erst erarbeiten. Somit hatten wir die doppelte Arbeit im Vergleich zu einem normalen Tag. Das war stressig. KTM arbeitet wie verrückt. Sie bringen ständig neue Teile, die dann auch prompt besser funktionieren, was natürlich extrem wichtig ist, weil wir nicht mehr allzu viel Zeit bis Katar haben. Hier haben wir auch wieder ein neues Chassis. Wir steigern uns bei jedem Test in irgendeinem Bereich, aber es gibt einfach so viele Dinge, die wir verbessern müssen. Auf dem richtigen Weg sind wir aber."

18. Loris Baz (Avintia Ducati): "Heute war ein normaler Tag. Am Morgen hatten wir Probleme mit dem Motorrad und konnten sie bis zur Mittagspause nicht lösen. Auf dieser Strecke ist das Bremsen ziemlich schwierig. Deshalb müssen wir hart arbeiten, um das Setup zu verbessern. Es scheint aber, als hätten alle Ducatis hier damit ihre Probleme. Wir müssen in den nächsten zwei Tagen weiterarbeiten, denn ich denke, wir haben einige gute Richtungen, in die wir arbeiten können. Dann werden wir sehen, welche davon die Richtige ist."

19. Alex Rins (Suzuki): "Mein Gefühl ist sehr gut. Ich fühle mich auf dem Bike wohl und auch meinem Rücken geht es einigermaßen. In diesen drei Tagen wollen wir vor allem daran arbeiten, dass ich ein Gefühl für das Bike entwickle, um meinen Fahrstil bestmöglich anzupassen. Heute haben wir es auch geschafft, an der Geometrie des Bikes zu arbeiten. Das Resultat war sehr gut. Ich brauche noch mehr Kilometer, um die Maschine besser zu verstehen und selbst zu wachsen. Es ist vor allem eine Frage der Erfahrung, denn ich habe heute schon gesehen, dass ich mit etwas mehr Erfahrung besser werde."

20. Scott Redding (Pramac Ducati): "Leider liefen die Dinge heute nicht so, wie erhofft. Ich konnte am Hinterrad nicht das Gefühl kriegen, dass ich gerne gehabt hätte. Ich hatte dadurch kein gutes Gefühl im Kurveneingang, vor allem in den schnellen Kurven. Das müssen wir verbessern, wir haben viel Arbeit vor uns. Aber das ist während des Testens normal."

21. Sam Lowes (Aprilia): "Es war ein spaßiger Tag, um ehrlich zu sein. Er hat sehr gut begonnen. Nach drei Runs dachte ich, dass ich am Ende des Tages 1:30er Zeiten fahren würde. Dann wurde es etwas windiger und ich bekam ein paar Probleme mit Bewegungen am Bike und der Stabilität. Deshalb habe ich ein bisschen langsamer gemacht. Dann bin ich im Eingang der Siberia-Kurve gecrasht. Aber in den Daten traten keine Unstimmigkeiten auf, nur die Position der Front war viel höher. Es scheint so, als hätten wir eine Windböe abgekommen. Ich bin zur selben Zeit gestürzt wie Alvaro Bautista."

22. Bradley Smith (KTM): "Am Morgen hatten wir ein paar technische Probleme, die wir erst nach circa 20 Runden lösen konnten. Das hat uns Zeit gekostet und so war es schwer, das volle Testprogramm durchzubringen. Was das Fahren betrifft muss ich sagen, dass die KTM hier schon sehr anders zu bewegen ist, als die Yamaha. Ich habe etwas gebraucht, um das richtig zu verstehen. Mit der KTM muss man viel aggressiver fahren, weil das Motorrad auf so einen Fahrstil sehr gut reagiert. Das fühlt sich auf einer so schnellen Strecke wie Phillip Island aber ziemlich komisch an. Mit unserer Pace auf gebrauchten Reifen bin ich ganz zufrieden, insgesamt sind wir aber immer noch nicht schnell genug. Eine bessere Rundenzeit ist daher unser Ziel für die nächsten zwei Tage."


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