MotoGP - Japan GP: Die Stimmen zum Training in Motegi

So erlebten Pedrosa und Laverty ihre Highsider

Highsider von Pedrosa und Laverty, Ausrutscher von Marquez: Das hatten die MotoGP-Asse zum Training in Motegi zu sagen.
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Motorsport-Magazin.com - 1. Jorge Lorenzo (Yamaha): "Das Motorrad funktioniert gut und ich bin in Form. Für das Rennen bin ich also zuversichtlich. Am Nachmittag konnten wir uns am Kurveneingang etwas verbessern und ich war so auf dem letzten Satz Reifen noch einmal schneller, obwohl die Verhältnisse durch die fallenden Temperaturen schwierig waren. Da muss man wirklich aufpassen, um genug Hitze im Reifen zu haben. Deshalb sind wohl auch so viele Fahrer gestürzt."

2. Andrea Dovizioso (Ducati): "Wir haben heute sofort eine ideale Basis für dieses Wochenende gefunden. Ich bin also sehr zufrieden. Auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, mit dem Vorderrad richtig umzugehen, weil man so hart bremsen muss. Da werden wir noch an ein paar Details arbeiten und haben sicher noch Luft nach oben. Aktuell sind wir aber fünf oder sechs Fahrer die eine ähnliche Pace haben. Positiv ist, dass wir am Nachmittag auch mit einem gebrauchten Soft aus FP1 noch schnell waren."

Am Heck müssen wir noch am Setup arbeiten, damit ich die Reifen besser über die Renndistanz bringen kann.
Maverick Vinales

3. Maverick Vinales (Suzuki): "Am Heck müssen wir noch am Setup arbeiten, damit ich die Reifen besser über die Renndistanz bringen kann. Wir haben uns im Team über die gesamte Saison aber stark verbessert und können nun während der Sessions viel schneller und besser Anpassungen vornehmen. Am Heck und bei der Beschleunigung müssen wir über die Elektronik aber noch Verbesserungen vornehmen."

4. Marc Marquez (Repsol Honda): "Mein Gefühl heute war besser als erwartet. Ich dachte, dass wir hier größere Probleme haben werden, aber wir konnten von Anfang an gute Arbeit am Motorrad leisten. Am Nachmittag hatte ich einen kleinen Sturz, weil ich auf dem harten Vorderreifen zu viel gepusht habe. Ich konnte aber weitermachen und mich sogar noch steigern. Das ist natürlich positiv. Unsere Gegner sind hier sehr stark, aber wir sind nicht weit weg."

Marc Marquez musste einen kleinen Sturz hinnehmen - Foto: Repsol Honda

5. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Grundsätzlich bin ich zufrieden damit, wie das Bike funktioniert. Es ist immer noch Platz für viele Verbesserungen, denn es gibt ein paar Bereiche auf der Strecke, auf denen wir noch Probleme haben. Aber wir sind trotzdem ganz zufrieden. Wir haben ein anderes Setting ausprobiert und haben vielleicht etwas Zeit in zwei Sessions verschwendet, aber das war bereits geplant, bevor das Wochenende begann."

6. Aleix Espargaro (Suzuki): "Ich habe mich schon am Vormittag stark gefühlt, am Nachmittag konnte ich mich weiter verbessern. Morgen kann ich wahrscheinlich noch schneller sein, da ich heute bei diesen schwierigen Bedingungen viel mit der Linienwahl spielen musste."

Wir haben den härteren Reifen ausprobiert, aber weder vorne, noch hinten hatte ich genug Grip.
Valentino Rossi

7. Valentino Rossi (Yamaha): "Am Vormittag war ich rasch auf Tempo, aber der Nachmittag war etwas schwieriger. Wir haben den härteren Reifen ausprobiert, aber weder vorne, noch hinten hatte ich genug Grip. Später haben wir wieder den Soft aufgezogen und schon gingen die Rundenzeiten wieder nach unten. Mit dem Setup und der Balance des Motorrads bin ich aber noch nicht zufrieden."

8. Danilo Petrucci (Pramac): "Ich bin zufrieden, denn die Strecke war nie einer meiner Favoriten. Deshalb habe ich auch nicht erwartet, von Anfang an so schnell zu sein. Wir haben im Vergleich zu Aragon nicht viel verändert und ich habe schnell ein gutes Gefühl gekriegt. Es ist nur schade um den Angriff auf die Zeit. Wir hatten im letzten Run ein kleines Problem. Dann hatte ich Verkehr auf der Strecke, der es mir nicht erlaubt hat, eine bessere Zeit zu setzen. Es wird schwierig, morgen zwischen den anderen zu bestehen, aber wir werden es versuchen."

Dani Pedrosa hat es in Motegi leider schwer erwischt - Foto: Repsol Honda

9. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Ich war auf der Outlap meines letzten Stints in FP2. Plötzlich verlor ich am Eingang von Kurve 11 das Heck und als der Hinterreifen wieder Grip bekam, wurde ich auch schon in die Luft geschleudert. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Ich will mich jetzt nur auf meine Genesung konzentrieren und so schnell wie möglich zurück auf mein Motorrad."

10. Pol Espargaro (Tech 3): "Kurz nach Beginn der zweiten Session unterlief mir leider ein kleiner Fehler und ich habe in Kurve neun das Vorderrad verloren. Das war schade, da wir nur eine M1 mit dem Chassis haben, das mir so gut gefällt. Ich bin nach dem Sturz zwar mit dem zweiten Bike raus, aber das Gefühl war ein total anderes. Daher haben wir uns entschieden, auf morgen zu warten."

Das war ein guter Start, in beiden Sessions lief es ziemlich gut.
Stefan Bradl

11. Stefan Bradl (Aprilia): "Das war ein guter Start, in beiden Sessions lief es ziemlich gut. Nach FP1 mussten wir ein paar Probleme lösen und das zweite Training war dann sehr positiv. Das Basis-Setup war gut und wir konnten es im Training noch verbessern. Wir müssen aber noch am Setup und an der Elektronik arbeiten, um in Hinsicht auf das Rennen eine konstante Pace gehen zu können. Morgen geht es hoffentlich so weiter."

12. Alvaro Bautista (Aprilia): "Am Morgen lief es ziemlich gut, wir hatten sofort das richtige Basis-Setup. Daher haben wir uns am Nachmittag dazu entschlossen, eine signifikante Veränderung vorzunehmen, um zu sehen ob uns ein weiterer Schritt nach vorne gelingt. Das ist uns zwar nicht gelungen, aber wir sind auf jeden Fall in einer guten Situation. Morgen werden wir wieder mit den Einstellungen vom FP1 beginnen."

Eugene Laverty war ebenfalls ein Sturzopfer - Foto: Aspar

13. Eugene Laverty (Aspar): "Wir haben gegen Ende des zweiten Trainings den weichen Hinterreifen aufgezogen, aber da bin ich plötzlich auf meiner ersten Runde gestürzt. Ich kann mich glücklich schätzen, den es war ein gewaltiger Unfall. Die medizinischen Scans sehen zum Glück aber gut aus und ich werde versuchen morgen zu starten. Die Ärzte in der Clinica mobile haben sich wie immer gut um mich gekümmert."

14. Hector Barbera (Ducati): "Das war heute natürlich ein besonderer Tag für mich, schließlich durfte ich zum ersten Mal mein nächstjähriges Motorrad, die Desmosedici GP 2016 fahren. Zunächst hat sich alles sehr gut angefühlt, aber mit dem Wechsel auf den harten Vorderreifen habe ich dann etwas das Gefühl verloren und konnte nicht mehr wirklich pushen. Wir haben dann ein paar Veränderungen am Setup vorgenommen und am Ende von FP2 habe ich mich wieder besser gefühlt."

Prompt als ich schnelle Rundenzeiten angreifen wollte, verlor mein Motor Leistung und ich musste zurück an die Box.
Yonny Hernandez

15. Yonny Hernandez (Aspar): "Im ersten Training war ich mit meiner Pace zufrieden. Am Nachmittag habe ich mich daher gut gefühlt, aber prompt als ich schnelle Rundenzeiten angreifen wollte, verlor mein Motor Leistung und ich musste zurück an die Box. Zumindest stimmt aber mein Gefühl für das Motorrad."

16. Scott Redding (Pramac): "Es war kein guter Freitag. Wir haben mit dem Setup Probleme gehabt, vor allem weil wir keinen Grip in der Kurve hatten. Ich habe auch keinen großen Unterschied zwischen dem harten und weichen Reifen gespürt. Die Situation ist momentan etwas schwierig. Wir müssen hart arbeiten, um die richtige Pace zu finden. Ich will nicht sagen, das wir während der letzt drei Rennen unseren Weg verloren haben, aber wir haben zumindest keinen Fortschritt erreicht. Es liegt viel Arbeit vor uns, aber ich bin sicher, dass wir die richtigen Lösungen finden werden, um für den Einzug ins QP2 zu kämpfen."

Jack Miller ist wieder da - Foto: Marc VDS

18. Jack Miller (Marc VDS): "Das war heute keine einfache Rückkehr auf das Motorrad. Ich hatte Probleme mit dem Setup. Das Hinterrad hatte zu viel Wheelspin und auch an der Front brauche ich ein besseres Handling. Hoffentlich finden wir am Samstag etwas, um das Bike zu verbessern und mir das Fahren zu erleichtern. Ich werde versuchen, meinen Kopf wieder frei zu bekommen, aber es wird auch eine lange Nacht mir viel Datenstudium nötig sein, um zu sehen wie wir uns steigern können."

19. Tito Rabat (Marc VDS): "Ich muss zugeben, dass es schon hart ist, den großen Abstand zur Spitze zu sehen. Mit meinem Start in dieses Wochenende bin ich aber dennoch recht zufrieden , weil ich alle meinen Runden alleine gefahren bin und mich dennoch ziemlich gesteigert habe. Wahrscheinlich hätte ich noch etwas schneller sein können, aber am Ende von FP2 hatte Laverty seinen heftigen Sturz vor mir und ich konnte die Runde nicht durchziehen."

20. Loris Baz (Avintia): "Es war ein schwieriger Tag. Es war das erste Mal seit langer Zeit, dass ich ohne Verletzungen gefahren bin. Deshalb ist es logisch, dass ich mein Gefühl erst wieder zurückkriegen muss, um wieder entspannt fahren zu können. Im Moment fahre ich dahin, wo das Bike mich hinführt, weil ich nicht fahren kann, wie ich möchte. Da kann man nicht schnell sein. Ich muss mich darauf konzentrieren, viele Runden zu fahren und Stück für Stück mein Gefühl wiederzuerlangen. Heute Morgen bin ich nach der Zielflagge gecrasht, es war ein merkwürdiger Sturz. Vielleicht waren die Reifen noch ein bisschen kalt. Das Bike ist in Ordnung, auch wenn wir es noch verbessern können. Das Hauptproblem bin aber nicht, weil ich mich nicht wohl fühle."

21. Bradley Smith (Tech 3): "Die letzten sieben Wochen waren nicht leicht für mich, deshalb war heute ein sehr emotionaler Tag für mich. Es war eine große Herausforderung, denn mein Knie ist noch lange nicht perfekt einsatzfähig. Immerhin haben wir uns am Nachmittag verbessert, das gibt mir einen großen Schub Selbstvertrauen."

22. Mike Jones (Avintia): "Der erste Tag war unglaublich. Ich bin von der Erfahrung fasziniert. Es war ein Augenöffner, das ist sicher. Es ist alles anders, als ich es gewohnt bin, aber es ist unglaublich. Ich lerne so viel, weil alles neu ist und ich versuche, so viele Informationen wie möglich aufzunehmen. Es ist schwierig, aber ich könnte nicht glücklicher sein. Einfach hier zu sein und die Möglichkeit zu haben, mit den besten Fahrern der Welt zu fahren, ist das Beste überhaupt. Ich habe reichlich an Schlaf verpasst, aber das ist mir egal. Das Ziel ist es, morgen ins Qualifying zu kommen und mich fürs Rennen zu qualifizieren. Ich denke, dass ich das schaffe."


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