MotoGP - FP1 Motegi: Dovizioso toppt Marquez

Rossi ist ersten Freien Training auf Platz vier

Andrea Dovizioso hat die Ducati im FP1 in Japan an die Spitze gehoben. Der Italiener ließ am Ende der Session Marquez, Lorenzo und Rossi hinter sich.
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Motorsport-Magazin.com - Andrea Dovizioso überrascht am Freitagmorgen. Der Ducati-Pilot pflügte sich Schritt für Schritt durchs Feld, bis er von Rang elf am Ende ganz oben in der Zeitenliste stand. Da konnte auch ein Marc Marquez in starker Form nicht mithalten. Dovizioso setzte sich damit vor die WM-Leader Marquez, Jorge Lorenzo, Valentino Rossi und Dani Pedrosa.

Die Platzierungen: Das erste Freie Training in Japan begann erfahrungsgemäß ruhig. Knapp fünf Minuten nach Session-Beginn übernahm Weltmeister-Anführer Marc Marquez mit einer 1:48.542 die Spitze, während sich WM-Konkurrent Rossi mit 0.364 Sekunden Abstand auf Rang zwei setzte. Keine zwei Minuten später formierte sich das Feld neu, als Rossi die Führung übernahm und Cal Crutchlow, Dani Pedrosa und Aleix Espargaro in die Top-4 fuhren. Maverick Vinales auf der Suzui ordnete sich dahinter auf Rang sechs ein. Alvaro Bautista auf der Aprilia überraschte zu Beginn des Trainings mit dem siebten Platz. Nach zehn Minuten wendete sich das Blatt erneut, Marquez übernahm vor Jorge Lorenzo und Pol Espargaro die Führung. Rossi wurde damit auf Platz sechs verdrängt, um nur wenige Minuten später zurückzuschlagen und den zweiten Rang wiederzuholen. Damit führen die drei WM-Leader auch das erste Freie Training an. Stefan Bradl hält sich in der ersten Hälfte des Trainings in den Top-10.

Mit 22 Minuten auf der Uhr fuhr Marquez weiter auf Bestzeiten-Kurs. Damit verbesserte er seine 1:46.183 auf eine 1:46.031. Mit den letzten 20 Minuten fuhr Andrea Dovizioso, der keinen leichten Start in Motegi hatte, von elf auf sechs, bevor er wenig später einen kleinen Bestzeiten-Kampf mit Pedrosa um den fünften Platz begann. Pedrosa setzte sich am Ende durch und fuhr mit seiner Zeit sogar auf den vierten Rang vor. Damit entsprach die Zeitnahme des Trainings dem WM-Stand: Marquez, Rossi, Lorenzo und Pedrosa. Glück im Unglück: Pedrosa musste eine schnelle Runde abbrechen, da er zu spät in Kurve acht bremste. Hätte der Honda-Pilot die Runde durchgebracht, hätte es für einen zweiten Platz gereicht. Diesen holte sich dann aber Dovizioso, knapp vier Minuten vor Schluss. Aleix Espargaro war eine Minuten vor Schluss auf Bestzeitenkurs, muss nach einem Verbremser im letzten Sektor aber aufgeben, dafür übernahm Dovizioso dann mit Ende der Session.

Hinter Dovizioso an der Spitze reihen sich Marquez, Lorenzo und Rossi in den Top-4 ein. Dahinter setzt sich Pedrosa fest, Vinales, Aleix Espargaro, Crutchlow, Bautista und Barbera auf Andrea Iannones Desmosedici komplettieren die Top-10. Bradl hält sich auf Rang 13.

Die Zwischenfälle: Kein Zwischenfall während der Session, dennoch sind einige vorübergehende Fahrerwechsel im Feld. Hector Barbera sprang für den verletzten Andrea Iannone im Ducati-Werksteam ein. Sein Ersatzmann im Avintia-Team ist Mike Jones. Auch Bradley Smith und Jack Miller sind nach einer verletzungsbedingten Pausen in Motegi wieder im Einsatz. Zu Beginn der letzten Viertelstunde fuhr Vinales, nachdem er seine persönliche Bestzeit und einen fünften Platz gesetzt hatte, ins Kiesbett. Der Suzuki-Pilot blieb aber sitzen und wechselte ohne Crash wieder auf die Strecke.Crutchlow crashte in Kurve neun, pünktlich mit dem Ende der Session. Ebenso ging Loris Baz zur selben Zeit unverletzt zu Boden.

Das Wetter: Das schöne Wetter in Motegi ließ am Freitag noch auf sich warten. Bei 13 Grad Außentemperatur und vielen Wolken ging die Königsklasse zum ersten Freien Training an den Start.

Die Analyse: Die große Überraschung des Trainings war Andrea Dovizioso auf der Ducati. Zu Sessionbeginn nur Elfter, kämpfte sich der Italiener Schritt für Schritt durchs Feld, bevor er am Ende sogar die Spitzenposition übernahm. Aber auch Aleix Espargaro zeigte starke Leistungen, genauso wie WM-Anwärter Marquez. Hält Session-Schnellster Dovizioso allerdings seinen Speed, könnte er sogar ein Anwärter für den Sieg werden.


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