MotoGP - Bradl: Fahrplan für Superbike-Einstieg steht

Erster Test mit der WSBK-Honda im November

Das Kapitel MotoGP geht für Stefan Bradl bald zu Ende. Auf der Intermot erzählte er uns, wie sein Einstieg in die Superbike-WM ablaufen wird.
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Motorsport-Magazin.com - Nur noch vier Rennen dauert Stefan Bradls MotoGP-Karriere an, dann wagt der Deutsche den Sprung rüber in die seriennahe Superbike-WM. 2017 geht er dort bekanntlich für das Honda-Werksteam von Ronald Ten Kate an den Start, als Teamkollege von Nicky Hayden. Inzwischen steht auch fest, wie Bradls Wechsel von der MotoGP in die WSBK ablaufen wird.

So läuft Bradls Jungfernfahrt auf der WSBK-Honda ab

Der erste Test mit dem Honda-Superbike wird gleich drei Tage nach dem Rennen in Valencia sein.
Stefan Bradl

"Der erste Test mit dem Honda-Superbike wird gleich drei Tage nach dem Rennen in Valencia sein", erzählte Stefan Bradl im Gespräch mit Motorsport-Magazin.com im Rahmen der Intermot in Köln. Damit steht bereits jetzt schon fest: Bradls erste Ausfahrt mit der WSBK-Fireblade wird am Mittwoch, dem 16. November stattfinden. Wo dieser Test stattfinden wird, wollte Bradl allerdings noch nicht verraten: "Weiß ich noch nicht genau, aber ich weiß, dass wir Testplan jetzt gekriegt haben, aber die Strecke wird noch fixiert. In Spanien auf alle Fälle, aber kann sein, dass es in Jerez ist, kann sein, dass es in Aragon ist.

Mitte November wird Bradl erstmals nach zwei Jahren wieder eine 1000er-Honda pilotieren - Foto: LCR Honda

Aber das werde ich die nächsten Tage noch erfahren, wo genau", meinte Bradl. Bei seiner ersten Ausfahrt auf einem 1000er-Superbike muss Bradl dann noch mit der aktuellen Einsatzmaschine von Nicky Hayden Vorlieb nehmen: "Ich muss mich erst noch mit 2016er-Superbike anfreunden, das ist bei den Tests, die wir dieses Jahr im November noch geplant haben Stand der Dinge. Das 2017er-Motorrad wird erst dann fertig sein, wenn wir im kommenden Jahr zum Trainieren gehen", so Bradl weiter.

Hayden als Ziehvater für Bradl

Ich habe mich mit Nicky in Aragon wirklich lange im Wohnmobil unterhalten und wir haben über das neue Jahr gesprochen.
Stefan Bradl

Natürlich steigt Bradl nicht ohne gründliche Vorbereitung auf die Honda Fireblade. Der Deutsche versteht sich gut mit seinem nächstjährigen Teamkollegen Nicky Hayden. Von Hayden holte sich Bradl bereits viele Tipps und Tricks für den Umgang mit der Superbike-Honda: "Ich habe mich mit ihm in Aragon wirklich lange im Wohnmobil unterhalten und wir haben über das neue Jahr gesprochen. Es war ganz witzig, von ihm die Eindrücke zu hören, weil wenn man von Fahrer zu Fahrer spricht ist man meistens am ehrlichsten", führt Bradl aus. Trotz des guten Verhältnisses mit Hayden - Bradl ist natürlich auch darauf bedacht, das teaminterne Duell für sich zu gewinnen.

Bradl trifft 2017 mit Nicky Hayden wieder auf einen altbekannten Kollegen - Foto: Milagro

Zu einer Prognose will sich Bradl jedoch nicht hinreißen lassen: "Es wird sicher teamintern ein guter Konkurrenzkampf da sein und jeder weiß, dass er ein guter Motorradfahrer ist. Ich glaube, ich brauche mich nicht zu verstecken, aber trotzdem wird es vom Team, von Honda eine sehr gut aufgestellte Mannschaft sein, denke ich." Von seiner zukünftigen Truppe zeigt sich Bradl also begeistert. Ob er selbst seine Fans in der Superbike-WM genauso begeistern kann, wird sich noch zeigen. Mitte November erhalten wir die ersten Anhaltspunkte.


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