MotoGP - Dovizioso: Mit japanischer Logik zum Erfolg

Anderer Zugang

Andrea Dovizioso konnte drei Saisons lang Erfahrungen im Werksteam von Honda sammeln. Eine Zeit, von der er noch heute profitiert.
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Motorsport-Magazin.com - Neben Valentino Rossi ist Andrea Dovizioso der einzige Pilot im MotoGP-Fahrerfeld, der schon für jeden der drei aktuell vertretenen Hersteller Honda, Yamaha und Ducati Rennen in der Königsklasse bestritten hat. Den bisher größten Teil seiner Laufbahn verbrachte Dovizioso dabei bei Repsol Honda. Nach seiner Debütsaison beim JiR Team Scot wechselte er 2009 ins Werksteam und blieb dort bis 2011. In dieser Zeit konnte er mit seinem Erfolg 2009 in Donington nicht nur seinen einzigen Rennsieg in der MotoGP einfahren, sondern auch wichtige Erfahrungen für seine gesamte Rennfahrerkarriere sammeln.

Bei Repsol Honda habe ich das erste Mal wirklich intensiv mit japanischen Ingenieuren zusammengearbeitet.
Andrea Dovizioso

"Bei Repsol Honda habe ich das erste Mal wirklich intensiv mit japanischen Ingenieuren zusammengearbeitet. Sie sind ganz anders als Ingenieure aus Europa. Man muss sich ihnen anpassen, denn die logische Denkweise eines Europäers unterscheidet sich grundlegend von der eines Japaners. In dieser Beziehung muss man sich also etwas ändern und versuchen, die Dinge anders zu erklären, um das gewünschte Resultat zu erreichen", beschreibt Dovizioso die interkulturelle Kommunikation zwischen einem Italiener und den Ingenieuren aus Fernost.

Mit Repsol Honda konnte Dovizioso sein erstes und bisher einziges MotoGP-Rennen gewinnen - Foto: Milagro

Trotz anfänglicher Verständigungsschwierigkeiten sieht der mittlerweile 28-Jährige diese Jahre als die prägendsten in seiner Zeit als Profi an: "Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich und die Zeit bei Repsol Honda war auch der Grund, warum ich bei Tech-3-Yamaha im Jahr 2012 und nun auch bei Ducati erfolgreich sein konnte. Wir sind zwar im Moment mit der Desmosedici noch nicht schnell genug, aber ich bin immerhin der beste Ducati-Pilot."

Der in dieser Saison erkennbare, wenn auch bescheidene Fortschritt bei Ducati, sei auch sein Verdienst, ist sich Dovizioso im Gespräch mit Crash.net sicher: "Mein Zugang und meine Erfahrung haben hier einen großen Unterschied gemacht, aber wenn man soweit zurückliegt ist das alleine nicht genug. Man muss auch andere Dinge ändern. Viele Faktoren müssen zusammenspielen, um ein gutes Resultat zu erreichen."


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