Moto3 - Öttl verspricht: Pokal oder Spital zum Finale

Reifenverschleiß entscheidender Faktor im Qualifying

Philipp Öttl wurde in den letzten Sekunden vom Quali-Thron gestoßen. Doch erst im Rennen zählt's. Und dort greift er ohne Rücksicht auf Verluste an!
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Motorsport-Magazin.com - Wie gewonnen, so zerronnen. Phillip Öttl lag im Moto3-Qualifying in Valencia lange Zeit auf Pole-Kurs. Bis wenige Sekunden vor Ablauf der Zeit. Denn dann steigerte sich die Konkurrenz nochmals, während Öttl es verpasste, seine eigene Bestzeit nochmals zu drücken. So wurde Öttl im hart umkämpften Moto3-Feld noch von der provisorischen Pole bis auf Platz sieben durchgereicht. Doch die Leistung des bisherigen Wochenendes macht Mut, Öttl bläst zu einer finalen Attacke im Rennen nach dem Motto "Alles oder nichts"!

Am Mittwoch bin ich ja eh im Krankenhaus, von daher 'Pokal oder Spital'!
Philipp Öttl

"Am Mittwoch bin ich ja eh im Krankenhaus, von daher 'Pokal oder Spital'", witzelt der Deutsche Moto3-Pilot, relativiert aber gleich wieder: "Nein Scherz, ich bin lieber für Pokal und dann Spital, aber ich gebe nochmal alles, weil wir haben eine gute Ausgangslage und die muss man nochmal nutzen." Öttl weiß also, was die Stunde geschlagen hat. Schließlich ist Startplatz sieben seine drittbeste Startposition in der laufenden Saison. Nur in Austin (Pole-Position) und in Aragon (4.) stand Öttl am Start noch weiter vorn.

Öttl: Reifenverschleiß entscheidender Faktor in Valencia

Es werden auf jeden Fall nicht alle über die Distanz ihren Speed halten können, das ist einfach so in der Moto3-Klasse.
Philipp Öttl

Doch die gute Ausgangsposition ist nicht das einzige, das Öttl zuversichtlich stimmt. Auch die Pace im Longrun kann sich absolut sehen lassen, meint Öttl: "Ich glaube, dass wir einen recht guten Rennspeed haben. Dann werden wir sehen, wie es im Rennen ausgeht. Es werden auf jeden Fall nicht alle über die Distanz ihren Speed halten können, das ist einfach so in der Moto3-Klasse." Öttl spekuliert also darauf, im Gegensatz zu vielen Konkurrenten seine Pace bis zum Rennende konservieren und so im Kampf um die vordersten Positionen mitmischen zu können.

Eine Schlüsselrolle spielt dabei allerdings der Reifenverschleiß, ist sich Öttl bewusst. Ein Aspekt, der ihn in seinem letzten Qualifying-Run an einer Zeitenverbesserung hinderte. "Der neue Reifen hat zwei Runden lang richtig gut funktioniert und danach nur noch gut. Aber im Rennen habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass selbst wenn es im Zeittraining einen Drop gibt, dass dann im Rennen die Reifen sich schon gehalten haben", erzählt Öttl. In diesem Sinne: Öttl bläst zur Attacke im Rennen.


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