Moto3 - Cortese gewinnt auch auf Phillip Island

Weltmeister holt fünften Saisonsieg

Sandro Cortese hat sich auf Phillip Island vor Miguel Oliveira und Arthus Sissis den Moto3-Sieg geholt und damit den fünften Erfolg der Saison gefeiert.
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Motorsport-Magazin.com - Die Feierlichkeiten bei Sandro Cortese können weitergehen. Eine Woche nachdem er sich in Malaysia mit dem Rennsieg den WM-Titel in der Moto3 sichern konnte, fuhr der Deutsche auf Phillip Island seinen fünften Saison-Erfolg ein und zog damit an Saisonsiegen mit Maverick Vinales gleich. Der KTM-Pilot hatte sich an der Spitze gegen Miguel Oliveira durchgesetzt, der Platz zwei nach Hause brachte, dahinter konnte Lokalmatador Arthur Sissis in einer größeren Gruppe Platz drei für sich erringen.

Fünf Frühstarts

Der Kampf an der Spitze wurde schon kurz nach dem Start durchgeschüttelt, weil fünf Fahrer einen Frühstart hatten und eine Durchfahrtsstrafe erhielten: Jonas Folger, Luis Salom, Louis Rossi, Alberto Moncayo und Jack Miller. Folger, Rossi und Salom fuhren in der Spitzengruppe mit und fielen nach ihrem unfreiwilligen Boxenbesuch klarerweise aus ihr heraus, wobei Rossi sich schon vor dem Abbiegen mit einem Ausflug in die Wiese selbst etwas zurückgeworfen hatte und Folger aus unerklärlichen Gründen mehrere Positionen verlor.

Ganz ohne Strafe aus dem Rennen um die Podestplätze warf sich Niklas Ajo, der ebenfalls ganz vorne mitfuhr und in Runde acht mit einer kleinen Offroad-Einlage den Anschluss verlor, bevor er beim Versuch einer Aufholjagd noch zwei Mal stürzte und das Ende des Rennens im Medical Centre verfolgte. In besagter Runde acht drehte Cortese das Gas dann auch voll auf und versuchte, von seinen Verfolgern wegzufahren. Lediglich Oliveira konnte mit dem Deutschen mithalten, wodurch aus einem Mehrkampf auf einmal ein Zweikampf geworden war. Dahinter versuchte Sissis in einer Achtergruppe Platz drei zu holen, was klarerweise keine einfache Aufgabe war.

Verfolger helfen der Spitze

Dem Australier wurde die Arbeit dadurch erschwert, dass jeder unbedingt die Spitzenposition in der Gruppe haben wollte und deswegen eifrig attackiert wurde. Cortese und Oliveira wurde die Arbeit an der Front dadurch etwas erleichtert, denn sie fuhren diszipliniert und ruhig hintereinander, womit sie sich rasch von ihren Verfolgern absetzen konnten, bevor sie sich gegen Rennende um den Sieg stritten. Für Maverick Vinales folgte in Runde 15 das Ende im Kampf um Platz drei. Er kam zu Sturz, konnte zwar wieder aufsitzen, musste seine Maschine danach aber an der Box abstellen.

Vorne gab es in Runde 18 erstmals Bewegung, da Oliveira sich vor Cortese setzte, wobei das noch lange nicht die Entscheidung war. Dahinter endeten Zulfahmi Khairuddins Podesthoffnungen in Runde 19, da er ein technisches Problem hatte und zurückfiel, bevor er das Motorrad am Streckenrand abstellen wollte und dabei stürzte. An der Spitze entschied Cortese fast gleichzeitig, dass er sich Oliveiras Heck lange genug angesehen hatte und setzte sich wieder in Front, wo er Druck machte und seinen Verfolger abzuhängen versuchte. Das gelang dem Weltmeister auch und in den letzten Runden fuhr er dem Portugiesen davon.

Salom neun Punkte vor Vinales

Der Kampf um Platz drei ging bis zur letzten Runde und entschied sich im Sprint zur Ziellinie. Dabei erwischte Sissis die beste Taktik und konnte sich dank der Power seiner KTM vor Alexs Rins, Danny Kent, Romano Fenati, Alessandro Tonucci und Efren Vazquez durchsetzen. Noch in den Top-10 zu finden waren Alex Marquez und Issac Vinales. Folger schaffte es noch bis auf Platz elf nach vorne, Adrian Martin, Jakub Kornfeil, Brad Binder und Salom punkteten noch. Durch den einen Zähler liegt Salom nun neun Punkte vor Vinales auf Platz zwei in der WM. Giulian Pedone sah das Ziel auf Platz 23, Toni Finsterbusch und Luca Amato mussten mit Defekten aufgeben. Das gleiche war auch Riccardo Moretti passiert.


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