Moto2 - Schweizer stechen Deutsche aus

Aegerter auf dem Podium

Einen am Podest, zwei weitere in den Punkten. Für die Schweiz war Austin ein Erfolg. Für die deutschen Jungs gab es hingegen ein paar Probleme.
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Motorsport-Magazin.com - Das Nationen-Duell zwischen den Schweizer und den deutschen Fahrern in der Moto2 ging in Austin eindeutig an die Eidgenossen, die nicht nur Randy Krummenacher (13.) und Tom Lüthi (6.) in die Punkte brachten, sondern mit Dominique Aegerter (3.) sogar einen Fahrer zur Siegerehrung. Von den deutschen Piloten punkteten nur Marcel Schrötter (9.) und Sandro Cortese (14.), da Jonas Folger ausfiel.

Nach dem Training wusste ich, dass ein Podestplatz in Reichweite lag.
Dominique Aegerter

"Nach dem Training wusste ich, dass ein Podestplatz in Reichweite lag, aber ich wusste auch, dass ich keine Fehler machen durfte", sagte Aegerter, der beim Auftakt in Katar noch in aussichtsreicher Position mit Motorschaden ausgeschieden war. Zwischenzeitlich lag der Schweizer sogar in Führung. "Ab Rennhalbzeit bekam ich leichte Probleme mit der Frontpartie, ich konnte nicht mehr ganz so extrem bremsen wie in den ersten Runden. Genau in diesem Moment haben mich dann Vinales und Rabat stehen lassen. Körperlich bereitet mir meine Schulter kaum noch Probleme, andererseits bekam ich gegen Rennende Probleme mit Schmerzen im rechten Unterarm", so Aegerter.

Lüthi rechnete nicht mit Podium

Landsmann Lüthi fehlten zwar fast zehn Sekunden auf Rang drei, doch nach einem schwierigen Wochenende war der Interwetten-Pilot dennoch zufrieden. "Nach dem Crash im Qualifying war der Startplatz zu weit hinten, das war das größte Problem. Aufholen ging in der Anfangsphase nicht so, wie ich mir das erhofft und vorgestellt hatte, und dann war der Zug abgefahren. Meine Pace war einfach nicht hoch genug", sagte der Schweizer.

Ich hatte ein wirklich starkes Rennen, vor allem nach dem schwierigen Start ins Wochenende.
Marcel Schrötter

Schrötter konnte sich über den neunten Rang ebenfalls freuen: "Ich hatte ein wirklich starkes Rennen, vor allem nach dem schwierigen Start ins Wochenende. Die lange Warterei vor dem Start aufgrund des leichten Regens war wirklich nicht einfach, vor allem, weil die Konzentration zu keinem Zeitpunkt nachlassen durfte." In einer hektischen Anfangsphase mit vielen Attacken und engen Positionskämpfen bewahrte er einen kühlen Kopf und fand langsam den geeigneten Rhythmus. Gegen Ende kam Schrötter dann groß auf, verpasste durch ein paar kleine Fehler auf den letzten Runden jedoch ein noch besseres Ergebnis.

Cortese und Krummenacher knapp an Crash vorbei

Sandro Cortese musste seine Ambitionen nach einem verpatzten Qualifying im Rennen schon nach wenigen Sekunden begraben. Er geriet in den Startcrash in der ersten Kurve. "Ich war bereits am Limit beim Anbremsen, da sind zwei links vorbeigeschossen, zwei rechts und es hat direkt vor mir gescheppert. Bei meinem Glück an dem Wochenende, wäre ich um ein Haar auch noch da reingeraten. Aber das soll keine Entschuldigung sein", erklärte der Deutsche, der immerhin zwei Punkte aus Austin entführte.

Einen Zähler mehr gab es für den Schweizer Krummenacher, der ebenfalls an der Massenkarambolage in Turn 1 vorbei musste. "Ich dachte mir nur: Ich bin heute nicht Derjenige, der stürzt! Es war aber schwierig, da ich bei zwei anderen Gelegenheiten fast weggerutscht wäre", gestand Krummenacher. "Dieses Ergebnis macht mich aber froh, denn endlich bin ich zurück in den Punkten."

Folger zeigt trotz Stürzen Potenzial

Jonas Folger unterstrich mit der Bestzeit im Warm Up, dass er sich in der Moto2 bereits etabliert hat. Das Rennen musste er allerdings nach einem Sturz vorzeitig aufgeben. In Runde fünf kam es zu einem verhängnisvollen Zwischenfall, als er beim Versuch Marcel Schrötter in Kurve eins zu überholen stürzte. "Natürlich habe ich mir den Ausgang des Wochenendes anders vorgestellt. Aber was passiert ist kann man nicht mehr ändern. Es hat alles wunderbar funktioniert. Als ich dann zu Marcel aufgeschlossen habe und ihn in Turn One überholen wollte, ist mir das Vorderrad eingeklappt. Es war ein vollkommen harmloser Umfaller, aber da sich der Motor nicht mehr starten lies, war das Rennen für mich zu Ende", erklärte Folger den Unfallhergang.


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