Moto2 - Amerika GP: Die deutschen Fahrer im Check

Schrötter und Öttl in den Top-10

Marcel Schrötter schaffte es in Austin im Moto2-Rennen in die Top-10. Philipp Öttl gelang das in der Moto3 ebenfalls.
von

Sonntag

Marcel Schrötter (8., Moto2): Von Startplatz elf erwischte Marcel Schrötter einen guten Start und lag nach zwei Runden bereits auf dem achten Rang. Den Großteil des Rennens verbrachte er im Duell mit Xavi Vierge und Simone Corsi, die sich mehrfach überholten. Von Vierge konnte sich Schrötter dank einer starken Schlussphase absetzen. Er kam am Ende in einer Kampfgruppe mit Miguel Oliveira und Corsi ins Ziel, wo es den beiden Fahrern aber den Vortritt lassen musste und letztlich Achter wurde.

"In der ersten Runde konnte ich gleich ein paar Positionen gut machen. In den ersten beiden Runden habe ich auf der Start-Ziel-Geraden ein Problem mit dem Schalten gehabt. Ich konnte eine Zeit lang nicht in den zweiten Gang schalten und so habe ich alles, was ich gut gemacht habe, direkt wieder verloren", ärgerte sich Schrötter.

Sandro Cortese (23., Moto2): Zu Beginn fand sich Cortese, der von P8 gestartet war, in einer Gruppe mit Schrötter wieder. Früh bekam er allerdings Getriebeprobleme, die vor allem während des Runterschaltens in den ersten Gang auftraten. Zwischen Runde 3 und 6 fiel Cortese deshalb von Rang elf auf 22 zurück. Bis zur Zielflagge büßte er einen weiteren Platz ein und konnte das Rennen nur als Drittletzter beenden.

"Nach der zweiten oder dritten Runde habe ich den ersten Gang nicht mehr einlegen können. Ich habe dadurch so viel Zeit verloren, weil ich immer so früh zurückschalten musste, um überhaupt die Gänge hineinzubekommen. Leider kein schöner Abschluss für dieses Wochenende", lautete das ernüchternde Fazit des Ex-Weltmeisters.

Philipp Öttl (9., Moto3): Von Startplatz 15 zu Rang neun - das gelang Philipp Öttl im zwischenzeitlich unterbrochenen Moto3-Rennen von Austin. Mit Juanfran Guevara, John McPhee und Joan Mir duellierte sich der Bayer in der Schlussphase um den sechsten Platz, musste sich dem Trio aber geschlagen geben.

"Top-10 ist zwar gut, aber natürlich will ich mehr. Die Pace im Rennen war gut, aber am nächsten Rennwochenende müssen wir schon in den Trainings stärker anfangen. Dann sollte ich es auch im Rennen leichter haben", so Öttl nach dem Grand Prix.

Philipp Öttl konnte im Rennen sechs Plätze gewinnen - Foto: Schedl GP

Samstag

Sandro Cortese (9., Moto2): Sandro Cortese beendete den Qualifying-Samstag in Texas als bester deutscher Pilot. Mit dem neunten Rang fuhr der Dynavolt-Pilot nach 40 Minuten Qualifying ans Ende der dritten Startreihe. Damit ließ er außer Tom Lüthi und Dominique Aegerter alle anderen deutschsprachigen Piloten hinter sich. Auf Polesetter Franco Morbidelli fehlen ihm 0.987 Sekunden.

"Das Qualifying war sehr schwierig, auch wenn es bisher meine beste Platzierung hier in Austin ist. Ich habe mir schwer getan, mich zu verbessern. Ich konnte dann noch ein Zehntel rausholen, was letztlich auch wichtig war, um in der dritten Startreihe zu bleiben. Im Großen und Ganzen fiel es mir wirklich schwer, die Strecke liegt mir nicht so gut, es geht mir auch nicht so gut von der Hand wie zuletzt in Argentinien oder anderen Rennstrecken. Umso wichtiger ist mein Startplatz für morgen, um direkt im Pulk mitzufahren. Zum Schluss wollte ich noch pushen, bin dann aber leider über das Vorderrad weggerutscht."

Marcel Schrötter (11., Moto2): Corteses Teamkollege Marcel Schrötter konnte seinen starken Auftakt vom Freitag am Folgetag nicht weiterführen. Statt auf dem dritten Platz landete Schrötter im Qualifying nur auf Rang elf. Damit geht er aus Reihe vier ins Rennen.

"Wir haben uns ganz klar mehr erwartet. Es lief heute Morgen schon nicht so gut. Ich weiß nicht, wie viel durch die Bedingungen beeinflusst wurde. Diese sind auch für alle gleich und so schlecht waren sie nicht. Ich habe mich heute im FP3 nicht 100% wohl gefühlt. Im Qualifying lief es besser. Von Anfang an konnte ich mich gut steigern. Wir sind nicht weit weg, aber natürlich ist der elfte Platz enttäuschend, wenn man die Leistung von gestern betrachtet. Ich denke die dritte Startreihe hätten wir uns verdient, aber so läuft es eben manchmal. Ich hatte eine gute Pace und konnte meine Bestzeit fahren, aber das eine entscheidende Zehntel, um weiter nach vorn zu kommen, hat einfach gefehlt."

Philipp Öttl (15., Moto3): Nachdem Philipp Öttl den ersten Trainingstag auf dem insgesamt elften Platz beendet hatte, ging es im Qualifying leider noch ein paar Plätze nach unten. Der Übermacht von Aron Canet und Co. war der einzige deutsche Moto3-Pilot nicht gewachsen, er war ganze 2.003 Sekunden langsamer als Polesetter Canet. Damit startet Öttl aus Reihe fünf ins Rennen.

"Morgen werde ich von Rang 15 ins Rennen gehen. Nachdem wir bereits am Freitag Probleme mit dem Bike hatten, mussten wir auch im Qualifying ein paar Sachen versuchen. Im Warm Up werden wir noch ein paar Feinheiten ausprobieren. Dann sollten wir für das Rennen gerüstet sein."

Sandro Cortese landete im Qualifying auf Rang neun - Foto: Marc VDS

Freitag

Marcel Schrötter (3., Moto2): Guter Start für Marcel Schrötter in Austin! Schon im ersten Training war er mit Rang sieben ordentlich unterwegs, am Nachmittag konnte er sich mit seiner Suter dann sogar auf den dritten Platz vorkämpfen und musste sich nur dem Marc-VDS-Duo Alex Marquez und Franco Morbidelli geschlagen geben. 0,305 Sekunden fehlten ihm auf die Bestzeit Marquez', Morbidelli war nur um fünf Tausendstel schneller.

"Es war wichtig, dass wir in etwa gleich wie zuletzt in Argentinien in das Wochenende gestartet sind. Das tut natürlich dem Selbstvertrauen gut sowie es auch für das gesamte Team wichtig ist, dass wir auf diesem Level weitermachen. Morgen gilt es daher sich gleich stark und kontinuierlich weiter zu steigern. Die Konkurrenz wird bestimmt ein gutes Stück zulegen."

Sandro Cortese (11., Moto2): Etwas mehr Zeit als sein Teamkollege Schrötter brauchte Sandor Cortese um am Circuit of the Americas auf Touren zu kommen. In FP1 belegte er den zwölften Platz, im zweiten Training fuhr er dann aber lange Zeit hinterher. Erst in den Schlussminuten gelang Cortese eine annehmbare Rundenzeit, die ihn auf Rang elf in der kombinierten Zeitenliste nach vorne brachte. 0,924 Sekunden fehlen ihm auf die Bestzeit.

"Vor allem die zweite Session war sehr positiv, nachdem ich am Morgen einen kleinen Rutscher hatte. Trotzdem habe ich mich kontinuierlich gesteigert. Wir haben im letzten Run noch hinten an der Federung etwas ausprobiert, was sehr positiv war und mir ein besseres Gefühl gab. Zum Schluss war ich auf P11 und bin der Spitze ein wenig näher gekommen. Es ist natürlich noch Luft nach oben, aber es ist eine sehr anspruchsvolle Strecke und das Motorrad funktioniert hier sehr gut. Wir müssen einfach etwas mehr in die richtige Richtung arbeiten."

Philipp Öttl (11., Moto3): Zwiespältig verliefen die ersten beiden Trainings in Austin für Philipp Öttl. Die Positionen acht in FP1 und elf in FP2, die ihm auch den elften Platz in der kombinierten Zeitenliste bescheren, gehen zwar in Ordnung, der Rückstand auf die Spitze dürfte dem Bayer aber etwas Kopfschmerzen bereiten. Über 2,3 und knapp 1,7 Sekunden fehlten ihm jeweils auf Spitzenreiter Canet. Hinter Rang zwei liegt Öttl am Ende des Tages aber nur gut neun Zehntel zurück.

"Nach dem achten Platz im ersten Freien Training bin ich im zweiten Training auf Rang elf gefahren. Damit bin ich nicht ganz zufrieden, das Bike war heute aber sehr schwierig zu fahren. Am Samstagvormittag probieren wir noch ein paar Kleinigkeiten am Motorrad aus. Dann sollten wir gut vorbereitet sein für das Qualifying."


Weitere Inhalte:

nach 3 von 18 Rennen
Wir suchen Mitarbeiter