MotoGP - Aspar führt Honda-Production-Armada an

Redding mit Crash, Abraham mit Punkten

Für die Piloten der Honda-Production-Racer lief das MotoGP-Rennen in Austin äußerst durchwachsen. Drei Fahrer sammelten immerhin WM-Zähler.
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Motorsport-Magazin.com - Mit den Rängen elf und zwölf für die Aspar-Piloten Nicky Hayden und Hiroshi Aoyama sowie Rang vierzehn für Cardion ABs Karel Abraham platzierten sich drei der vier Fahrer auf dem Production-Racer in den Punkten. Gresini-Pilot und MotoGP-Neuling Scott Redding hingegen schied nach einem Unfall aus. Auch ART-Pilot Danilo Petrucci sah die Zielflagge, wies als Siebzehnter jedoch deutlichen Rückstand auf.

Aspar mit Tagwerk zufrieden

Für Nicky Hayden und Hiroshi Aoyama verlief das Rennen auf dem Circuit of the Americas zwar nicht ganz so erfolgreich wie der Saisonauftakt in Katar, dennoch zeigen sich die Piloten mit ihrer Ausbeute zufrieden. Von Startplatz vierzehn ins Rennen gegangen, ging es für Hayden nach einer starken Leistung drei Ränge nach vorne. Mit seiner Fahrt von sechzehn auf zwölf erreichte Teamkollege Aoyama sogar noch eine größere Verbesserung, musste sich dem Amerikaner jedoch mit rund drei Sekunden Rückstand geschlagen geben.

Um ehrlich zu sein, lief das Rennen deutlich besser, als ich es erwartet hatte
Nicky Hayden

"Um ehrlich zu sein, lief das Rennen deutlich besser, als ich es erwartet hatte", freute sich Hayden im Ziel. "Das Wochenende war äußerst hart und ich bin für mich und natürlich auch für meine Fans etwas enttäuscht, dass ich doch so weit hinter der Spitze zurücklag. Wir haben aber gute Forschritte über die Tage hinweg gemacht und ich danke dem Team, dass sie mich an diesem Wochenende ertragen und versucht haben, alle mein Wünsche umzusetzen. Das Ergebnis war dann einigermaßen passabel und wir können positiv nach vorne blicken."

Auch Teamkollege Aoyama zieht nach einer gelungenen Aufholjagd ein positives Fazit. "Wenn du von Platz sechzehn startest und dann Zwölfter wirst, kannst du nicht wirklich unzufrieden sein. Wir haben uns für die harten Reifen entschieden und es war klar, dass wir damit erst gegen Ende des Rennens einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz spüren würden." Insgesamt verbesserte Aspar vor allem das Fahrverhalten der Front von Aoyamas Honda, das ihn in Katar noch deutlicher behindert hatte. "Dieser Fortschritt war enorm wichtig und hat sich nicht nur für dieses Rennen ausgezahlt. Ich bin mir sicher, in den kommenden Rennen weiter Boden gutmachen zu können."

Scott Redding fällt Reifen zum Opfer

Nach Punkten zum Saisonauftakt musste MotoGP-Rookie Scott Redding dieses Mal vorzeitig die Segel streichen. Zwei Runden vor dem Ende verabschiedete sich der Gresini-Pilot mit einem Crash und zeigte sich anschließend entsprechend enttäuscht. "Heute lief es einfach nicht, wie ich mir das ausgemalt hatte. Ich hatte auf der Geraden gegen Yonny Hernandez nie eine Chance und konnte auch zur Gruppe vor mir nie aufschließen. Dass ich letztlich abgeflogen bin, macht die Sache natürlich nicht schöner."

Dennoch überrascht mich der Abflug, denn dieses Problem trat bisher bereits am gesamten Wochenende auf
Scott Redding

Nach einer ersten Untersuchung der Honda-Maschine ist sich das Team zumindest sicher, wo der Unfall herrührte. "Wir haben die Reifen genau inspiziert und diese waren vor allem auf der rechte Seite komplett zerstört", verrät Redding. "Dennoch überrascht mich der Abflug, denn dieses Problem trat bisher bereits am gesamten Wochenende auf, allerdings ohne jemals wirklich schlimme Folgen." Nach guten ersten acht Runden ging es für Redding auf den abbauenden Reifen so immer weiter nach hinten. "Mein Rhythmus und auch die Rundenzeiten gingen dann plötzlich rapide nach unten. Ich wollte mich wehren, hatte aber letztlich keine Chance mehr."

Petrucci froh über Zielankunft

Nach dem starken vierzehnten Rang in Katar endete das Rennen in Austin für Petrucci dieses Mal außerhalb der Punkte. Von Rang zweiundzwanzig gestartet, machte der Italiener jedoch immerhin fünf Ränge gut. "Es ist natürlich schade, dass ich keine Punkte einfahren konnte, aber zumindest habe ich das Rennen beendet. Mein Start war auch ohne die Launch Control gut, denn diese funktioniert bei uns einfach noch nicht. Ich hatte ein paar Mal Kontakt mit Broc Parkes und Hector Barbera, bin jedoch zum Glück glimpflich davongekommen. Dennoch wurde ein Sensor beschädigt, was mir im Anschluss permanente Vibrationen gebracht hat."


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