Formel 1 - Alonso: An Mercedes-Dominanz gewöhnt

Nicht glücklich

Mercedes glänzt an der Spitze, Ferrari nimmt direkt Kurs ins Niemandsland. Wie will die Scuderia den Abwärtstrend stoppen?
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Motorsport-Magazin.com - Die nackten Zahlen lassen Maranello erschaudern. Mercedes führt die Konstrukteurs-WM mit 366 Punkten an. Ferrari? 116 Zähler, nach dem Deutschland Grand Prix nur noch Vierter. Die Roten drohen in der Versenkung zu verschwinden. 250 Punkte beträgt der Unterschied zwischen den beiden Top-Teams zur Saisonhalbzeit, Ferrari hat die Weltmeisterschaft schon lange abgeschrieben. "Wir gewöhnen uns dran, dass Mercedes fast jedes Rennen dominiert", sagte Fernando Alonso nun am Rande des Ungarn Grand Prix. "Die Messlatte hat sich verändert: Früher war es Red Bull, jetzt ist es Mercedes."

Bei all den eigenen Problemen fand Alonso zumindest etwas Positives an den überstarken Silberpfeilen: "Das ist eine Motivation für uns, denn wir können noch bessere Arbeit leisten." Dabei dürfte Alonso selbst ziemlich am Limit sein, holt er aus dem unterlegenen Turbo-Ferrari doch fast immer das Maximum heraus. Teamkollege Kimi Räikkönen kommt hingegen noch immer nicht mit dem F14 T-Ferrari zurecht und hat völlig den Anschluss verloren.

Kimi Räikkönen hat es nicht leicht dieses Jahr - Foto: Sutton

Kein großartiges Auto

"Er fühlte sich vielleicht nicht zuversichtlich mit dem Auto, oder war nicht glücklich mit der Balance", vermutete Alonso über die Form seines Teamkollegen. Kein Wunder, hat der Ferrari doch genügend Schwachstellen. Alonso: "Im Moment sind wir nicht sehr glücklich mit der Performance, weder er noch ich. Das Auto ist nicht großartig, es fehlt Downforce und Traktion."

Dabei geben Alonso und Räikkönen ihr Bestes, um Ferrari wieder auf Kurs zu bringen. "Wir arbeiten viel zusammen bei den Meetings", so der Spanier. "Wir geben ständig Feedback und versuchen den Ingenieuren zu helfen, dies nach Maranello zu übermitteln." Die Frage lautet allerdings: Gelingt die Kehrtwende noch in dieser Saison, oder fokussiert sich Ferrari langsam schon auf 2015?

Ferrari hofft auf Besserung - aber wann? - Foto: Sutton

Besserung nächstes Jahr

Geht es nach Räikkönen, ist erst einmal nicht mit Besserung zu rechnen. "Wir kommen wieder dorthin, wo wir hingehören. Hoffentlich schon nächstes Jahr", sagte der Finne, der dieses Jahr gerade einmal 19 WM-Punkte sammeln konnte und Zwölfter in der Gesamtwertung ist.

Lobende Worte gab es von Räikkönen für Teamchef Marco Mattiaci: "Marco macht gute Arbeit und trifft gute Entscheidungen. Aber es dauert eine Weile, bis du dir das Vertrauen der Leute erarbeitest. Er ist ein guter Mann und genau so einer, wie wir ihn jetzt brauchen."


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