Formel 1 - Einstopp macht Ricciardo glücklich

Spontaner Strategiewechsel zahlt sich aus

Daniel Ricciardo durfte dank erstaunlich haltbarer Pirellis wieder aufs Podium steigen. Dabei war die Ein-Stopp-Strategie ein absoluter Schuss ins Blaue.
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Motorsport-Magazin.com - Da ist er wieder - der Strahlemann aus Perth durfte auch in Silverstone aufs Podest steigen, während Teamkollege Sebastian Vettel wieder einmal dank schlechterer Strategie das Nachsehen hatte. Daniel Ricciardo nutzte die Ein-Stopp-Strategie seines Teams zum Maximum aus und holte sich den Platz von Fernando Alonso zurück, den er zuvor verloren hatte, als er hinter Nico Hülkenberg festgehangen hatte. "Ja, diese Strecke liegt uns Australiern einfach", strahlte er und spielte dabei auf die starken Performances von Mark Webber an, der 2010 und 2012 an dieser Stelle gewinnen konnte.

Wir hatten eigentlich gar nicht vor, den kompletten Stint durchzufahren, aber die Runden tickten einfach so dahin.
Daniel Ricciardo

Dabei sah es erst gar nicht gut aus: Ricciardo blieb in der Anfangsphase hinter Hülkenberg stecken. "Wir haben uns entschlossen, auf dem Prime zu starten", erläuterte der Red-Bull-Pilot. "Das sah zunächst nicht nach einer guten Wahl aus, weil wir nach dem Restart wirklich langsam waren, so dass Valtteri und Fernando schnell durchgegangen sind. Dann hat mir das Team am Funk mitgeteilt, dass wir etwas anderes versuchen sollten, weil uns einfach die Pace fehlte."

Die Alternativ-Strategie sah zunächst zwei weitere Stints auf Medium-Reifen vor, doch zur großen Überraschung funktionierten diese viel länger als geplant: "Ich habe den ganzen Stint hindurch gepusht. Wir hatten eigentlich gar nicht vor, den kompletten Stint durchzufahren, aber die Runden tickten einfach so dahin: 15 Runden, 20 Runden, dann sagte ich, dass ich glaube, wir könnten draußen bleiben und bis zum Ende durchhalten. Es war fantastisch. Das ist definitiv einer meiner besten Podiumsplätze dieser Saison."

Wenn es einmal gut läuft, ist einem auch meistens noch das Glück treu: Jenson Button fehlte das letzte Quäntchen Speed, um einen Angriff zu lancieren, weiter hinten rieben sich Fernando Alonso und Sebastian Vettel in einem Duell auf Messers Schneide gegenseitig auf. Dennoch waren die letzten Runden anstrengend, da Altmeister Button auf viel besseren Reifen heranstürmte: "Speziell in den letzten Runden hat er richtig aufgeholt. Ich konnte mich stabilisieren, aber vier Runden vor Schluss waren meine Options durch." Doch er hielt durch und machte den Engländern zumindest einen kleinen Strich durch die Rechnung, indem er einen zweiten britischen Podiumsplatz verhinderte.


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