Formel 1 - Horner: Haben uns nicht verrückt machen lassen

Red Bull wittert Morgenluft

Daniel Ricciardo kam Lewis Hamilton am Ende des Monaco GPs gefährlich nahe. Das lag nicht nur an Hamiltons Augenproblemen, wie Christian Horner meint.
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Motorsport-Magazin.com - Nach dem Großen Preis von Monaco wittert Red Bull Morgenluft. Daniel Ricciardo überfuhr die Ziellinie im Fürstentum lediglich wenige Zehntel nach Lewis Hamilton. So nah war Red Bull den Silberpfeilen in dieser Saison noch nicht. Dabei macht Teamchef Christian Horner nicht nur Hamiltons Augenprobleme für den knappen Abstand verantwortlich.

Statt uns verrückt machen zu lassen, haben wir uns gedacht, okay, versuchen wir unser Rennen so schnell wie möglich zu gestalten.

"Wir wollten unser bestmögliches Rennen fahren und als Daniel freie Fahrt hatte, nachdem Kimis Hinterreifen von [Max] Chiltons Endplatte aufgeschlitzt wurde, konnten wir unsere eigene Rennpace fahren", erklärte Horner den großen Unterschied zwischen der Pace im ersten und den letzten beiden Renndritteln.

"Statt uns verrückt machen zu lassen - weil es aussah, als würden die Mercedes-Jungs so unglaublich hart gegeneinander pushen -, haben wir uns gedacht, okay, versuchen wir unser Rennen so schnell wie möglich zu gestalten", so Horner weiter. Dabei wäre das beim Blick in den Rückspiegel gar nicht nötig gewesen, Fernando Alonso war als Vierter bereits früh nach der Safety-Car-Phase weit zurück.

Vor allem gegen Rennende konnte Ricciardo die Pace der Spitze mitgehen. Als Hamilton schließlich Probleme mit seinem Auge bekam, kam der Australier dem Briten in riesen Schritten näher. "Wir wurden schneller und schneller und haben dann 20 Runden vor Ende richtig begonnen zu pushen. Daniel hatte eine unglaubliche Pace zu diesem Zeitpunkt und konnte die Lücke zu Lewis schließen."

Horner spielt Vettels Reaktion runter

Während Ricciardo seine zweite offizielle Podiumsplatzierung feiern durfte, konnte Sebastian Vettel schon abreisen. Beim Heppenheimer gab es Probleme mit dem Ladedruck, so dass sein Rennen früh beendet war. Am Boxenfunk hörte sich der Weltmeister bereits wenig begeistertet von der Situation an. "Come on guys", meckerte er seine Crew an.

Christian Horner hat für Vettels Frust Verständnis: "Das Wochenende war ziemlich hart für ihn und er hat eigentlich nichts falsch gemacht. Er ist schlau genug, um das zu wissen. Aber wie jeder Sportler wird auch er frustriert, wenn Dinge nicht laufen."

Horner weiter: "Aber mit etwas Zeit darüber nachzudenken wird er einfach weiter daran arbeiten. Das liegt in seiner Natur. Er wird sich darauf konzentrieren und noch härter arbeiten."


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