Formel 1 - Grosjean: Zuverlässigkeit des E22 inakzeptabel

Schon wieder die Power Unit

Für Lotus endete auch der zweite Testtag in Bahrain vorzeitig. Ein Problem an der Power Unit stoppte Romain Grosjean, der nun endlich Verbesserungen fordert.
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Motorsport-Magazin.com - Lotus kommt auch bei den Testfahrten in Bahrain nicht in die Gänge. Am Dienstag stoppte ein Problem an der Power Unit Pastor Maldonado nach 16 Runden. Romain Grosjeans Testtag war am Mittwoch nach 15 Runden vorzeitig beendet. Der Grund war erneut ein Problem an der Power Unit, wenn auch ein anderes als bei seinem Teamkollegen. "Das Problem trat zu Beginn der Session auf. Im Verlauf des Tages kamen weitere dazu - allesamt waren es Probleme mit der Power Unit - und das war's dann", erklärte Grosjean frustriert.

Der steigende Frust bei den Fahrern ist verständlich, denn kein Team in der Startaufstellung benötigt so dringend Kilometer wie Lotus. "Wir müssen endlich zum Fahren kommen, um mehr über das Auto zu lernen und herauszufinden, warum die Pace nicht stimmt", stellte der Franzose klar. In Bahrain war die Performance des E22 erneut unter ferner liefen: Romain Grosjean und Pastor Maldonado gingen trotz hoher Ambitionen nur von den Rängen 16 und 17 ins Rennen.

Große Erwartungen an Test

Umso höher waren die Erwartungen von Grosjean an den zweitägigen Test in Bahrain. "Wir hatten während des Rennens Phasen, in denen wir große Probleme mit dem Grip auf der Hinterachse hatten. Wir wollen daher die zwei Testtage nutzen, um mehrere verschiedene Setup-Varianten auszuprobieren. Ich hoffe, dass das Auto schon in China in zwei Wochen deutlich mehr so liegt, wie wir uns das wünschen und vorstellen", verriet Grosjean nach dem Rennen. Doch diese Hoffnung ist zerplatzt.

So wie es jetzt ist, ist es nicht akzeptabel
Romain Grosjean

In den wenigen Runden, die er am Mittwoch zum Fahren kam, konzentrierte er sich auf Aerodynamikarbeiten. "Von 16 Runden war nur eine wirklich gute Runde dabei. Das ist sehr enttäuschend", so der Lotus-Pilot. In den kommenden Wochen fordert er von Lotus und Renault Verbesserungen. "Das Team erhofft sich für China und Spanien einen Schritt nach vorne. Wichtig ist, dass wir an der Performance des Autos arbeiten - aber noch wichtiger ist die Zuverlässigkeit. So wie es jetzt ist, ist es nicht akzeptabel", betonte Grosjean.

Dabei will er sich als neuer Teamleader nicht aus der Verantwortung ziehen. "Ich versuche positiv zu bleiben und das Team zu motivieren, aber ich kann Lotus nicht allein aus dem Tief ziehen. Wenn wir nicht endlich zum Fahren kommen, kann ich nicht viel tun", sagte der Franzose. Nach drei Saisonrennen steht der Rennstall weiterhin noch ohne WM-Punkt da.


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