Formel 1 - McLaren auf Mercedes-Jagd

Doppelausfall kein Beinbruch

McLaren hat sich fest vorgenommen, Mercedes so schnell wie möglich einzuholen. Der Doppelausfall in Bahrain ist zwar ärgerlich, aber kein Beinbruch.
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Motorsport-Magazin.com - Für McLaren lief es in Bahrain alles andere als nach Wunsch. Sowohl Jenson Button als auch Kevin Magnussen mussten wegen Kupplungsproblemen die Segel streichen, sodass das Team zum ersten Mal in dieser Saison keine Punkte erzielte. In der Führungsetage bleibt man trotz des Doppelausfalls jedoch zuversichtlich.

Wenn man sich das Performance-Diagramm von Jenson ansieht, wären wir potenziell in der Lage gewesen, vor den Force Indias ins Ziel zu kommen
Eric Boullier

"Wenn man sich das Performance-Diagramm von Jenson ansieht, wären wir potenziell in der Lage gewesen, vor den Force Indias ins Ziel zu kommen", erklärte Renndirektor Eric Boullier mit Blick auf Sergio Perez, der Dritter wurde. "Wir hätten das zweitschnellste Team nach Mercedes sein können, also best of the rest, aber es ist alles sehr, sehr eng."

Nach der katastrophalen Vorsaison, als McLaren kein einziges Podiumsergebnis einfuhr, sei jeder in Woking bestrebt, dieses Trauma vergessen zu machen, so der Franzose, aber damit das gelingt, müsse man gezielt vorgehen und nicht in Hektik oder Chaos verfallen. "Es ist eine perfekte Möglichkeit, um einfach nur auf uns zu achten und sicherzustellen, dass wir unsere Organisation finetunen können, um uns dorthin zurückzubringen, wo wir hingehören", betonte er.

Mercedes so schnell wie möglich einholen

McLarens großes Ziel für die Saison 2014 lautet, die bis dato so überlegenen Silberpfeile einzuholen. "Wir arbeiten aggressiv, damit es uns gelingt, zu ihnen aufzuschließen", strich Boullier hevor. Wann es so weit sein wird, konnte er allerdings nicht genau beantworten. "Ich weiß nicht, ob wir sie bei den Europa-Rennen abfangen werden, aber wir versuchen definitiv, den Abstand so schnell wie möglich zu schließen."

Kevin Magnussen flog bei den Testfahrten am Mittwoch ab - Foto: Sutton

Insgesamt gelte es, dem MP4-29 mehr Performance zu entlocken, als das bisher der Fall war. "Monaco ist ein interessantes Beispiel, wo man sehr viel Downforce, aber auch ein gut fahrbares Auto benötigt", warf Boullier einen Blick in die Zukunft. "Jedes Strecken-Layout kann die Rangordnung verändern, aber die Herausforderung wird es sein, den Abstand zu schließen."

Um das Entwicklungsprogramm voranzutreiben, testete am Dienstag und Mittwoch Kevin Magnussen in Bahrain. Eigentlich hätten die Reservefahrer Stoffel Vandoorne und Oliver Tuvey im Cockpit sitzen sollen, doch McLaren entschloss sich kurzfristig, die Pläne zu ändern. Allerdings setzte der Däne seinen Wagen am Mittwochvormittag ins Kiesbett, woraufhin das Team wichtige Streckenzeit verlor.


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