Formel 1 - Magnussen: Meine Ansprüche sind hoch

Es geht nicht nur ums Autofahren

Wird Kevin Magnussen der nächste Lewis Hamilton? Der Däne fühlt sich nach den Testfahrten im Aufwind. Doch er weiß, dass die Herausforderung groß ist.
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Motorsport-Magazin.com - Kevin Magnussen hat seinen ersten Test-Winter überstanden. Der dänische Rookie in den Diensten McLarens schloss seine Saisonvorbereitung am Samstag mit 88 Runden und der viertschnellsten Zeit des Tages ab. "Es ist ein besonderes Gefühl, dass mein nächstes Mal im Auto in Australien sein wird. Ich bin sehr aufgeregt und ein wenig nervös - positiv nervös", gestand der Brite nach Session-Ende in Bahrain. "Ich bin bereit dafür und wünschte, es wäre schon morgen so weit."

Es wartet eine große Aufgabe, aber ich fühle mich bereit dafür.
Kevin Magnussen

Bislang hinterließ Magnussen einen guten Eindruck bei den Testfahrten, weshalb der Däne mit dem Verlauf der Vorbereitung auch zufrieden ist. "Ich habe die Basics nun verinnerlicht und fühle mich nicht unbehaglich, bald mein erstes Rennen bestreiten zu müssen. Ich kenne nun die Abläufe und weiß, worauf es ankommt. Es wartet eine große Aufgabe, aber ich fühle mich bereit dafür", unterstrich Magnussen.

Kevin Magnussen gibt sich cool - Foto: Sutton

Ein bisschen unsicher fühlt sich der Däne ob der neuen Situation aber doch. "Du wirst immer meinen, dass du mehr tun hättest sollen. Wenn du die Zeit hättest, würdest du andauernd im Auto sitzen. Ich bin sicher auch ein Michael Schumacher hatte bis zum letzten Tag nicht ausgelernt", so Magnussen. Trotz guter Testergebnisse steckt er sich noch keine Ziele. Zu vage sind dafür die Kräfteverhältnisse in der Formel 1 derzeit noch auszumachen. "In der Formel 1 bringt es nicht, so früh Ziele zu stecken wie P3 oder Top-5, denn deine wahre Pace kennst du erst in Q3. Ich werde mein Bestes geben und sehen, was passiert."

"Meine eigenen Ansprüche sind aber hoch", stellte Magnussen klar. Sein Weg in die Königsklasse war bislang von Erfolgen und Pokalen gepflastert, der Sprung in das McLaren-Cockpit gelang ihm als amtierender Champion der Formel Renault 3.5. Doch die Formel 1 ist ein ganz anderes paar Schuhe, wie Magnussen schon während der Testfahrten klar wurde. "Man muss in den Rennen viele Dinge im Kopf haben, aber das ist aufregend. Es geht nicht nur darum, ein Auto zu fahren, du musst dich auch um Spritsparen, Reifenmanagement und die ganzen Knöpfe auf dem Lenkrad kümmern", sagte der Däne, der nach Lewis Hamilton 2007 zum nächsten Super-Rookie aus dem McLaren-Rennstall avancieren möchte. Die erste Gelegenheit dazu bietet sich ihm in rund zwei Wochen beim Australien Grand Prix.


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