Formel 1 - Massas Super-Zeit: Schneller als Mercedes

Kampfansage auf brasilianisch

Ausrufezeichen von Felipe Massa: Der Williams-Pilot fährt in Bahrain absolute Bestzeit. Kampfansage an die Konkurrenz: Der FW36 ist scharf für den Saisonstart.
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Motorsport-Magazin.com - Williams hatte es am Freitag bereits angekündigt: Der neue FW36-Bolide soll auf Leistung getrimmt werden. Felipe Massa machte es am dritten Tag der Testfahrten in Bahrain wahr. Der Brasilianer fuhr kurz vor Feierabend die schnellste aller bis dato erzielten Rundenzeiten. In 1:33.258 Minuten bugsierte er sein blaues Turbo-Auto um den Bahrain International Circuit und nahm damit dem Zweitschnellsten Nico Rosberg gute zwei Zehntelsekunden ab. Gleichzeitig unterbot Massa die bisherige absolute Bestmarke des Mercedes-Piloten (1:33.283), die er zum Abschluss der ersten Bahrain-Tests aufgestellt hatte.

"Wir haben heute viel an der Performance des Autos gearbeitet - das war bislang noch nicht so sehr der Fall gewesen", sagte Massa. "Ich bin richtig zufrieden mit dem Auto und habe das Gefühl, dass wir eine gute Balance gefunden haben." Für viele Beobachter gehörte Williams zu den heimlichen Favoriten der Winter-Testfahrten, nun setzte Massa - neben haufenweise Runden - eine sichtbare Duftmarke. "Natürlich bist du immer glücklich, wenn du deinen Namen ganz oben in der Zeitenliste siehst", sagte der frühere Ferrari-Pilot. "Aber neben der Performance hatten wir auch einen guten Tag mit Blick auf die Kilometer und die Zuverlässigkeit des Autos."

Massa spulte an seinem letzten Testeinsatztag 99 Runden ab und hatte dabei keine nennenswerten Probleme. Es macht durchaus den Anschein, als ob der Traditionsstall für den Saisonauftakt in Melbourne in zwei Wochen gerüstet ist. "Beim ersten Rennen kannst du dir nie zu 100 Prozent sicher sein", mahnte Massa. "Aber ich habe das Gefühl, dass diese Testtage nicht nur wichtig dahingehend waren ein Auto zu haben, das die volle Renndistanz schafft - sondern dass wir dort auch eine gute Leistung zeigen können." Ähnlich optimistisch hat sich bislang kaum ein anderer Fahrer über seine Chancen beim Saisonauftakt geäußert.


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